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Kilometerlanger Ölfilm auf dem Main - 40 Einsatzkräfte vor Ort

Hanau

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    Foto: Feuerwehr Hanau

Hanau. Eine ölhaltige Substanz hat am frühen Montagmorgen gegen 6 Uhr den Main verunreinigt. Dem Gefahrenabwehrzentrum in Gelnhausen wurde ein Ölfilm auf dem Fluss in Höhe des Kraftwerks Staudinger gemeldet. 

Artikel vom 06. Mai 2019 - 16:06

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Von Kerstin Biehl

Wie die Pressestelle der Feuerwehr Hanau mitteilt, rückte daraufhin der Einsatzleitwagen der hauptamtlichen Feuerwehr Hanau an die alte Mainbrücke in Großauheim aus, um die Lage zu erkunden.

Vom Wasser aus wurde das Hilfeleistungslöschboot sowie die Boote der Einsatzabteilungen Großauheim und Steinheim zur Erkundung alarmiert. Es stellte sich heraus, dass der Ölfilm von der Limesbrücke, die Großauheim und Klein-Auheim verbindet, bis zur Staustufe Mühlheim reichte.

Zur genaueren Lagefeststellung war auch der Polizeihubschrauber „Ibis“ im Einsatz und kreiste gegen ungefähr 8 Uhr über dem Main. Andreas Rieger, bei der Hessischen Bereitschaftspolizei für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zuständig, teilte auf HA-Nachfrage mit, dass sich eine Ermittlungsgruppe der Wasserschutzpolizei ein Bild von der Lage vor Ort gemacht habe. „Wir wissen nicht, woher der Ölfilm kommt“, so der Pressesprecher. Die Austrittsstelle sei wohl im Bereich des Hafenbeckens in der Nähe des Kraftwerk Staudinger zu verorten. 

40 Einsatzkräfte vor Ort

Auf einem fließenden Gewässer sei es so, dass sich der Ölfilm weiter fließt und sich, auf Grund der Fließgeschwindigkeit, verteilt. Zudem werde er durch den anhaltenden Schiffsverkehr zerfahren und verwirbelt. Zu den Auswirkungen auf Flora und Fauna konnte die Wasserschutzpolizei keine Angaben machen.

Die Feuerwehr legte mit Hilfe des Löschboots am Hanauer Hafen eine Ölsperre halbseitig über den Main. Die Besatzungen der anderen Feuerwehrboote fuhren den Main ab, um mit Hilfe von Ölschlängel weiteres Öl aufzunehmen. Im Einsatz waren der Gefahrgutzug der Feuerwehr, die Einsatzabteilungen Großauheim, Hanau-Mitte und Steinheim sowie die Sondereinheiten Hilfeleistungslöschboot und Gerätewagen-Messtechnik. Insgesamt waren 40 Einsatzkräfte der Feuerwehr und die Wasserschutzpolizei vor Ort.



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