Lesezeichen hinzufügen hanauer.de als Startseite
sonnig
25 ° C - sonnig
» mehr Wetter

Rampen aus LEGO-Steinen sollen für mehr Barrierefreiheit sorgen

Hanau

  • img
    Rita Ebel will mit LEGO-Steinen für mehr Barreirefreiheit in Hanau sorgen. Foto: Lena Bellon

Hanau.  "Wir wollen die Stadt ein bisschen bunter machen". Das ist die Mission von Rita Ebel und "Menschen in Hanau". Mit Rampen aus bunten LEGO-Steinen wollen sie zukünftig den Alltag von vielen Rollstuhlfahrern aber auch Menschen mit Rollatoren und Kinderwagen vereinfachen.

Artikel vom 04. Mai 2019 - 14:28

Anzeige

Von Lena Bellon 

„Die Rampen sind eine große Hilfe, aber auch ein Hingucker. Damit machen wir darauf aufmerksam, dass es noch viele Hindernisse für Rollstuhlfahrer gibt, die behoben werden müssen“, erklärt Rita Ebel. Deswegen werden in gemeinsamer Aktion mobile LEGO-Rampen gebaut.

Super stabile Rampen

„Man denkt das am Anfang nicht, aber die Rampen sind super stabil, können für verschiedene Höhen angefertigt werden und haben den Vorteil, dass sie mobil und sehr griffig sind. Man kann die zwei Rampen auch immer so weit auseinander stellen, wie es für das jeweilige Fahrgestell benötigt wird“ erklärt sie.

Corina Huber aus Bielefeld kam bereits vor einigen Jahren auf die Idee, mobile Rampen aus LEGO zu bauen. „Sie hat das nun schon in so vielen Städten verbreitet, jetzt ist Hanau auch dran“, sagt Rita Ebel voller Begeisterung. Die Bauanweisung ist super einfach, was es möglich macht, dass alle mithelfen können diese Rampen zu bauen. Die Stabilität wird dann durch einen speziellen Kleber hergestellt.

Dazu kommt, dass die Platten auf Granulatindustriematten stehen und sie somit rutschfest machen. „Unsere Aktion nimmt Fahrt auf und kommt ins Rollen. Das ist toll zu sehen wie viele Leute sich dafür interessieren und mitmachen wollen“, sprüht Ebel vor lauter Freude. Es sammeln bereits einige Schulen und Kindergärten LEGO-Steine, aber auch private Haushalte melden sich und geben regelmäßig Steine ab.

So viele Steine wie möglich

„Wir brauchen so viele Basic-Steine und Platten wie möglich. Wir freuen uns über alles was wir bekommen. Aber vor allem sind wir auch froh um jedes Geschäft, das auf uns zukommt und eine unserer Rampen haben möchte“ fährt sie fort. „Die Geschäfte bekommen die Rampen von uns geschenkt, mit der Aktion möchte niemand Profit machen. Auch wenn Geld gespendet wird, gehen wir davon LEGO-Steine kaufen“, erklärt sie weiterhin.

Lesen Sie noch zum Thema

Das Projekt bringe aber auch noch einige andere positive Affekte mit sich. Das Ambulante Kinder- und Jugendhospiz hatte die Idee, zusammen mit den Geschwistern der Patienten einige Rampen zu bauen. Davon können dann gleich mehrere Menschen profitieren.

Rita Ebel ist guter Dinge, dass sie gemeinsam viele Steine sammeln können, um Rampen zu bauen und somit mehr Barrierefreiheit zu schaffen. Dabei zählt jeder gespendete Stein und jedes Geschäft, das mitmacht und die Aktion unterstützt. Wer also mal wieder einen Gang in den Keller oder auf den Dachboden macht, kann sich vielleicht etwas Zeit nehmen und nach LEGO-Steinen suchen, um ein kleiner aber wichtiger Teil des Projekts zu werden.

Weitere Informationen rund um das Projekt „Mobile LEGO-Rampen“ sind unter 01 63/6 38 52 09, per E-Mail an  legorampen@menschen-in-hanau.de oder im Internet erhältlich. 

>> facebook.com/LEGORampen

menschen-in-hanau.de

 

 



Kommentare

Noch keine Kommentare vorhanden.