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Unsere Zeitung verlost zum Muttertag ein exklusives Kochevent

Hanau

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    Handkäsesalat im Hanau Laden. Spontan baut Christopher Thomas zwischen Wein, Kuchen im Glas und seinen eigenen Chutneys eine kleine Showküche auf und vereint typisch hessische Produkte in einem Salat. Foto: Axel Häsler

Region Hanau. Zwischen Grimms Märchenbänden, süßen Kuchen im Glas und regionalen Weinen riecht es nach frisch geschnittenen Frühlingszwiebeln und Handkäse, dass der hungrige Magen gierig zu knurren beginnt. 

Artikel vom 30. April 2019 - 14:46

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Von Martina Faust

Denn der Handkäsesalat, den Christopher Thomas in einer provisorisch eingerichteten Showküche im Hanau Laden an diesem Abend zaubert, verführt nicht nur die Nase, sondern sieht auch lecker aus.

Christopher Thomas ist Koch aus Leidenschaft. Wenn auch mit einer atypischen Biographie. „Mit der Geschichte, dass ich schon als Kind mit der Oma zusammen gekocht habe, kann ich leider nicht dienen“, räumt er lachend ein. Tatsächlich habe er als Kind oder Jugendlicher kaum am Herd gestanden. „Ich war ein fauler Hund“, gesteht er. Trotzdem stand der Berufswunsch früh fest. „Das war einfach klar. Ich habe das auch nie hinterfragt“, erzählt er, während er routiniert beginnt, zwölf Scheiben Handkäse zu würfeln. 

Koch verarbeitet gerne Äpfel

In den Jahren nach seiner Ausbildung hat Thomas verschiedene Stationen in der Gastronomie durchlaufen – vom Sternerestaurant bis hin zum Caterer. Nicht überall hat er sein Glück gefunden. „Ein Koch braucht drei Dinge zum Überleben: Sahne, Butter und Wein. Wenn das zum Beispiel in Gemeinschaftseinrichtungen rationiert wird, dann wird er nicht glücklich“, sagt der gebürtige Frankfurter, der heute in Hanau lebt.

Allerdings landet an diesem Abend keine der drei Zutaten im Handkäsesalat. Dafür aber drei goldgelbe Äpfel. Eine Zutat, die Thomas gerne verarbeitet. Nicht nur in den Chutneys, die er unter dem Label „Chris kocht!“ verkauft. Warum gerade der Apfel? „Weil ich von der regionalen Küche geprägt bin“, sagt der 36-Jährige, und weil er nach einer sinnvollen Verwendung der reichen Ernte seiner Streuobstwiese am Rande der Wetterau gesucht hat. 

In der Küche mehr zutrauen

Dabei lautet seine Philosophie: Einfach. Gut. „Kochen muss nicht kompliziert sein“, sagt der Küchenprofi und outet sich als Freund von einfachen Gerichten. „Je weniger Komponenten eine Rezeptur erfordert, desto eher sinkt die Hemmschwelle“, so Thomas. Und genau darum geht es ihm: Er möchte die Lust am Essen, die Begeisterung und den Spaß am Kochen wecken. Und so kommt auch der Handkäsesalat mit wenigen Zutaten aus, hat in der Zwischenzeit Frühlings- und Gemüsezwiebeln sowie einen Klecks süßen Meerrettichsenf erhalten.

Handgemacht. Das ist dem Koch wichtig. Das schließt aber nicht aus, dass im Hause Thomas auch mal ein Fertiggericht auf den Tisch kommt. „Meine Frau und ich sind beide berufstätig und haben drei Kinder. Auch uns holt das wahre Leben ein“, räumt er ein. Trotzdem möchte er Menschen Mut machen, sich in der Küche ruhig mehr zuzutrauen. „Ein guter Einstieg ist zum Beispiel, Vanillepudding selbst zu kochen. Das bedeutet keinen größeren Aufwand, als das Pulver aus der Tüte aufzukochen. Die Arbeitsgänge sind identisch, aber das Ergebnis ist ein ganz anderes. Man darf sich nur die Ziele nicht zu hoch stecken“, sagt er und gibt indessen Öl und ordentlich Essig in den Salatschüssel. Gewürzt wird mit Salz und Pfeffer, dann wird ordentlich gemischt.

Einzigartiger Geschmack

„Schlozzig muss es sein“, sagt der Koch. Der Klang des Wortes lässt keine Zweifel an der gewünschten Konsistenz des Handkäsesalats, der nun in kleine Gläser gefüllt und mit Radieschen und Frühlingszwiebel garniert wird.

Der Geschmack ist einzigartig. Vor allem die Kombination aus Handkäse und Äpfeln macht den Salat besonders. Die Säure des Essigs schlägt trotz der großzügigen Menge nicht dominant durch. Das macht Lust auf mehr. Auf dieses Mehr darf sich nun aber die beste Mama der Welt freuen. Denn die wird Christopher Thomas am Muttertag kulinarisch verwöhnen.

Für die Teilnahme an der Verlosung müssen uns die Söhne und Töchter verraten, wer die beste Mama der Welt ist. Dazu unter dem Stichwort „Muttertag“ eine Postkarte an Hanauer Anzeiger, Chefredaktion, Donaustraße 5, 63452 Hanau, oder eine E-Mail an chefredaktion@hanauer.de schicken und neben der Begründung, warum die eigene Mutti bekocht werden sollte, die Kontaktdaten nicht vergessen. Einsendeschluss ist Montag, 6. Mai, 12 Uhr. Die schönsten Muttertagsgrüße werden veröffentlicht.



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