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Antrittsvisite in Hanau - Jaroslawls Oberbürgermeister zu Besuch

Hanau

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    Zum ersten Mal in Hanau: Jaroslawls Oberbürgermeister Vladimir Volkov war nach eigener Aussage schon in München und Berlin, jetzt lernt er die Brüder-Grimm-Stadt kennen. Das freut natürlich auch seinen OB-Kollegen Claus Kaminsky und Stadtverordnetenvorsteherin Beate Funck. Foto: Rainer Habermann

Hanau. Will man in den kommenden gut vier Wochen den Hanauer Oberbürgermeister Claus Kaminsky in seinem Büro im ersten Stock des Rathauses besuchen, so kommt man nicht an der zentralrussischen Partnerkommune Hanaus, der 600 000-Einwohner-Stadt Jaroslawl, vorbei.

Artikel vom 13. April 2019 - 13:00

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Von Rainer Habermann

Bildlich gesprochen, aber wörtlich gemeint: Im Flur vor Kaminskys Büro hängen 20 kunstvolle Fotografien, die aus einem Wettbewerb in der Wolgastadt hervorgegangen sind und winterliche Impressionen aus Architektur und Leben dort zeigen.

Russische Fotokünstler als Professionelle

Bis zum 15. Mai sind die Bilder dort zu sehen, fotografiert ausschließlich von russischen Fotokünstlern, von denen einige durchaus professionell tätig sein dürften. Die Qualität ist außergewöhnlich, ähnlich wie die Perspektiven, aus denen die Motive abgelichtet sind. Alle atmen gewissermaßen die berühmte „russische Seele“. Und Jaroslawl ist eine der ältesten russischen Städte überhaupt, gegründet im Jahr 1010, in der Tradition auf Moderne trifft. Die Ausstellung im ersten Stock steht unter dem Motto „Kunst vor dem OB-Büro“ und ist zu den üblichen Rathausöffnungszeiten öffentlich zugänglich.

Etwas außergewöhnlich war auch der Gast des Hanauer Oberbürgermeisters bei der Vernissage am Donnerstagabend im Neustädter Rathaus. Kaminskys Amtskollege aus Jaroslawl, Vladimir Volkov, war zusammen mit seiner Ehefrau Katarina Volkova und einer Delegation dem Aeroflot-Flieger am Rhein-Main-Airport entstiegen und pünktlich zur Ausstellungseröffnung im Rathausfoyer erschienen. Ein Gastgeschenk durfte natürlich nicht fehlen, passend zum Jubiläum der Städtepartnerschaft, die sich heuer zum 25. Mal jährt.

Volkov überreichte seinem Kollegen aus der Brüder-Grimm-Stadt eine Grafik, welche das Denkmal eines berühmten russischen Dichters zeigt: Nikolaj Nekrasov. Dies unmittelbar neben dem Brüder-Grimm-Denkmal auf dem Marktplatz vor dem Hanauer Rathaus. Er sei froh, gerade in der Geburtsstadt der Märchenbrüder angekommen zu sein, sagte Volkov in seiner Begrüßungsansprache vor den Eröffnungsgästen der Ausstellung.

Erster Besuch in Hanau

Es sei sein erster Besuch in Hanau, außerdem sein erster internationaler Besuch überhaupt nach seiner Wahl vor Kurzem zum neuen Oberbürgermeister der weit über eine halbe Million Menschen Jaroslawls. „Ich habe bereits früher mehrere deutsche Städte besucht, unter anderem München und Berlin“, meinte der drahtig und jugendlich wirkende Volkov. „Ich vergleiche immer gerne Städte, auch mit russischen Gemeinwesen. Insbesondere interessieren mich als Oberbürgermeister natürlich die Verwaltungen und Strukturen.

Beispielsweise auch im Verkehrs- und auf dem Energiesektor. Wie machen es die Deutschen, wie machen wir es in Russland?“ Hier hat Volkov nun drei Tage Gelegenheit, die „Hanauer Verhältnisse“ kennenzulernen. In Bezug auf Fahrradmobilität scheinen beide Kommunen noch gewissen Nachholbedarf zu haben, auch wenn der Hanauer OB von dem geplanten, rund 30 Kilometer langen „Fahrrad-Highway“ nach Frankfurt sprach und sein russischer Amtskollege von einem „Velo-Marathon“ mit rund 1000 Teilnehmern im Mai in seiner Heimatstadt.

Auf Volkovs Besuchsprogramm stehen jedenfalls die Konversionsflächen mit dem Pioneer-Gelände und dem Areal um die Sportsfield Housings, eine Visite bei der Baugesellschaft Hanau sowie ein Besuch der Karl-Rehbein-Schule, die gute Kontakte mit Jaroslawl pflege. Heute werden Volkov und seine Frau auch an der feierlichen Eröffnung von „GrimmsMärchen-Reich“ im Schloss Philippsruhe teilnehmen.



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