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Kommentar zu Online-Umfrage: Keine Manipulation auf unsere Kosten

Hanau

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    Archivftoto/Grafik: Bender/HA

Die Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut, für das Menschen gestritten haben und gestorben sind. Das Internet macht es möglich, seine Meinung im Jahre 2019 zu jeder Tages- und Nachtzeit zu äußern – das ist nicht immer gut, aber es ist nun mal so.

Artikel vom 11. April 2019 - 10:32

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Von Yvonne Backhaus-Arnold

Wir als traditionelles und traditionsbewusstes Verlagshaus haben die modernen Kommunikationswege in den vergangenen fünf Jahren längst in unseren Arbeitsalltag integriert. Facebook, Twitter, Whatsapp und Instagram – es gibt keinen Weg, auf dem Sie nicht mit uns ins Gespräch kommen könnten.

Und so war es für uns bisher ganz normal, dass wir auf unserer Homepage auch Umfrage-Elemente platziert haben. Da ging es um die Fusion von Erlensee und Neuberg, da ging es aber auch um „weiche“ Themen wie das Fasten oder den nächsten Urlaub.

Die letzte Umfrage und deren offenkundige Manipulation haben uns erschrocken, erschüttert und betroffen gemacht. Wer an einer Umfrage teilnimmt, tut dies in der Regel einmal – nicht zehnmal, auch nicht 85-mal oder 130-mal. Das gehört sich einfach nicht. Es ist eine Manipulation allererster Güte, die Meinung bewusst beeinflussen möchte und die wir so nicht hinnehmen können und auch nicht hinnehmen wollen.

Journalisten können Anfeindungen und Kritik aushalten, andere müssen Meinungsfreiheit und demokratische Prozesse aushalten können, auch oder gerade wenn es um Projekte wie den Schlossplatz-Umbau geht.

Ja, hier geht es um wirtschaftliche Interessen, gerade dann ist Manipulation besonders perfide – doppelt, wenn sie auf dem Rücken des HA ausgetragen wird.



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