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Urteil im Selbolder-Prozess: Sieben Jahre Haft für 47-Jährigen

Hanau/Langenselbold

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    Die 1. Große Schwurgerichtskammer des Hanauer Landgerichts. Archivfoto: Habermann

Hanau/Langenselbold. Das Urteil im Prozess gegen einen 47-jährigen Mann aus Langenselbold ist gefallen. Das Gericht folgte dabei der Forderung der Staatsanwaltschaft.

Artikel vom 10. April 2019 - 16:30

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Ein 47-jähriger Langenselbolder ist am Mittwoch von der 1. Großen Schwurgerichtskammer des Landgerichts Hanau wegen gefährlicher Körperverletzung, sexuellen Missbrauchs Minderjähriger, Besitz von Kinder- und Jugendpornografischen Bildern sowie der Vortäuschung von Straftaten und Urkundenfälschung zu sieben Jahren Haft verurteilt worden.

Das Gericht folgte damit der Forderung von Staatsanwalt Dr. Oliver Piechaczek. Der war in seinem Plädoyer von dem in der Anklage formulierten Vorwurf des versuchten Mordes abgerückt. Zuvor war bereits in allseitigem Einverständnis die Verfolgung verschiedener weiterer Tatvorwürfe vorläufig eingestellt worden.

Rechtsanwältin Friederike E.L. Vilmar als Vertreterin der Nebenklägerin, der Noch-Ehefrau des Angeklagten, war über die Forderung der Staatsanwaltschaft weit hinaus gegangen. Sie hatte eine Verurteilung im Sinne der Anklage beantragt: also wegen versuchten Mordes. Verteidigerin Gabriele Berg-Ritter hingegen hatte für ihren Mandanten einen Freispruch gefordert.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Haftbefehl gegen den Mann, der im Vorstand einer Partei und eines Turnvereins war, bleibt aufrecht. rh/djk



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