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Hanau eröffnet Pflege-Beratungszentrum ohne den Kreis

Hanau

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    Foto: Pixabay

Hanau. In Eigenregie wird die Stadt Hanau bereits am 16. September einen eigenen Pflegestützpunkt eröffnen. Das kündigte Oberbürgermeister Claus Kaminsky gestern in einer Pressemitteilung an.

Artikel vom 06. April 2019 - 10:23

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Mit diesem Schritt schert die Stadt Hanau aus der Warteschleife aus, in die sie sich durch das laut OB zögerliche Verhalten der Kreisverwaltung gedrängt sah (wir berichteten).

Der Förderverein Palliative Patientenhilfe, der eine solche Einrichtung nach den Worten seiner Vorsitzenden Dr. Maria Haas-Weber in Hanau als dringend erforderlich erachtet, fördert den Stützpunkt auf drei Jahre verteilt mit 60 000 Euro. Er soll Ratsuchenden in Sachen Pflege und Betreuung von Angehörigen oder der eigenen Versorgung ein gut vernetztes Angebot bieten. In der Steinheimer Straße 1 sind bereits soziale Einrichtungen wie der Sozialverband VDK, die Hilfezentrale oder der Blindenbund ansässig. „Das Haus am Steinheimer Tor ist der ideale Standort für die Pflegeberatungsstelle, da wir hier auf bestehende Strukturen und Kompetenzen zurückgreifen können“, so der OB.

Startschuss im September

Zunächst darf die Einrichtung allerdings nicht Pflegestützpunkt heißen. Denn es ist nur kreisfreien Städten wie Frankfurt oder Darmstadt oder auch Landkreisen vorbehalten, den Ort für einen solchen Stützpunkt festzulegen, mit den Kassen zu verhandeln und in gemeinsamer finanzieller und personeller Trägerschaft einzurichten.

„Wir als Oberzentrum und größte Stadt im Osten der Rhein-Main-Region haben keinen Pflegestützpunkt, da der Main-Kinzig-Kreis anders entschieden hat“, erklärte Kaminsky. Da man den Bürgern diesen wichtigen Service nicht mehr vorenthalten wolle, eröffne man nun in Hanau das Pflegeberatungszentrum mit der gleichen Funktion.
Die Finanzierung wolle die Stadt vorläufig aus eigener Tasche – und mit großzügiger Unterstützung des Vereins Palliative Patientenhilfe – stemmen. Falls Hanau am 1. April 2021 kreisfrei wird, könne aus dem Pflegeberatungszentrum ein offizieller Pflegestützpunkt werden.

Anlass für die Entscheidung war laut OB die Rückmeldung der Bürger beim Zukunftswochenende. Dort sei der Pflegestützpunkt als eines der dringlichsten Anliegen bezeichnet worden. ju



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