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Architekten diskutieren Ideen zur Gestaltung des Schlossplatzes

Hanau

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    Wie soll der Schlossplatz künftig einmal aussehen? Dazu gibt es wie berichtet drei Vorschläge. Der Architektenverein will diese nun diskutieren. Archivfoto: Christian Dauber

Hanau. Mit der öffentlichen Präsentation von drei Investorenvorschlägen für die Neubebauung und Neunutzung des Kanzleigebäudes am Schlossplatz am vergangenen Wochenende liegen nun auch für den letzten „Baustein“ des 2007 initiierten Innenstadtumbaus konkrete Vorschläge vor.

Artikel vom 04. April 2019 - 11:27

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Wie schon für Freiheitsplatz, Marktplatz und den Platz um die Niederländisch Wallonische Kirche, bietet sich für die Hanauer Bürger die Chance, die Entwicklung am Schlossplatz öffentlich zu diskutieren. Dies möchte der Hanauer Architekten- und Ingenieurverein fördern und initiieren. Der Verein lädt für den Freitag ab 18 Uhr zu einer Informationsveranstaltung in die Alte Johanneskirche am Johanneskirchplatz ein, teilt der Verein gestern mit.

Insbesondere der Vorschlag der Investorengruppe KCI, der für die geplante Neubebauung  Fassadennachbildungen von ehemals an Schlossplatz und Erbsengasse stehenden Gebäude vorsieht, bedarf aus Sicht des AIV Hanau einer kritischen Auseinandersetzung.

„Ein neu erbautes Stadtschloss in Berlin, ein Shopping Center mit Schlossfassade in Braunschweig, die neu gebaute Altstadt in Frankfurt: Auch in Fachkreisen der Architektenschaft wird die Frage kontrovers diskutiert, wo bei der aktuellen Tendenz zur 'Rekonstruktion' von zerstörter und verschwundener Bausubstanz die schöpferische Auseinandersetzung mit historischen Spuren des Ortes endet und die Verkleidung von Neubauten mit Styropor-gedämmten Fassadenbildern nach historischem Vorbild zur Dekoration mutiert“, heißt es in der Mitteilung des Vereins.

Auch zu den Vorschlägen der weiteren Bebauungsvorschläge sollen bei der Veranstaltung am morgigen Freitag Beurteilungskriterien definiert und Vor- und Nachteile aus fachlicher Sicht erörtert werden.
Es bestehe die Möglichkeit, das in der Alten Johanneskirche ausgestellte Altstadtmodell zu besichtigen.

Im Anschluss daran werde der freie Kurator am Deutschen Architekturmuseum, Yorck Förster, einen einführenden Vortrag zur Entstehungsgeschichte der Dom-Römer-Altstadtbebauung in Frankfurt halten. Anschließend werde der Vorsitzende des AIV, Ulrich Wagner, noch einmal die Investorenentwürfe vorstellen und kommentieren, geht aus der Mitteilung des Vereins hervor. cd

Mehr in unserem Dossier zum Schlossplatz [LINK]



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