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Märchenfest des HANAUER ANZEIGER lockt mit vielen Attraktionen

Hanau

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    Die Magd und ihre Gänsekapelle werden durch den Park spazieren - natürlich nur dann, wenn die Greifvogelschau gerade Pause hat. Foto: PM
  • Im Märchen-Tipi können Kinder Geschichten oder Märchen der Brüder Grimm lauschen, die von Mitgliedern des Märchen-Erzählkreises vorgetragen werden. Foto: PM

Hanau. Die Gänsemagd führt ihr Schnattervieh spazieren, der Goldene Drache faucht im Park – sogar die Brüder Grimm werden lebendig und lustwandeln auf den Wegen: Ein märchenhaftes Wochenende für Familien und Kinder wird den Besuchern am Samstag und Sonntag, 4. und 5. Mai, in Hanau bereitet.

Artikel vom 16. März 2019 - 10:04

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Von Jutta Degen-Peters

Dann findet rund um das Schloss Philippsruhe das große HANAUER Märchenfest statt. Das Fest, das der HANAUER ANZEIGER vor Jahren aus der Taufe gehoben und seither mit großem Erfolg in Wilhelmsbad veranstaltet hat, findet in diesem Jahr aus besonderem Anlass erstmals rund um das Schloss Philippsruhe statt. 

Diesmal ist die Stadt Hanau mit der Hanau Marketing GmbH (HMG) mit im Boot, denn der Blick der Besucher soll auf das dann gerade frisch eröffnete neue Mitmachmuseum „GrimmsMärchenReich“ im Seitenflügel des Schlosses und die wenige Tage später beginnende 35. Saison der Brüder-Grimm-Festspiele gelenkt werden. Know-how ist bei den regionalen Akteuren reichlich vorhanden. Das Hessische Puppen- und Spielzeugmuseum ist genauso beteiligt wie das Forstmuseum Klein-Auheim.

50 Stände, zahlreiche Bühnen und viele Mitmach-Angebote

Wenn sich also am ersten Mai-Wochenende die Themen Märchen und Brüder Grimm in und rund um das Barockschloss vom goldenen Tor bis zum Amphitheater vor den Augen der Besucher aufblättern, geschieht dies in drei Bereichen: auf dem Dornröschen-Platz mit Bühne vor dem Schloss, im Schloss selbst und im Park hinter dem Schloss, der sich bis zum Amphitheater erstreckt. Rund 50 Stände, zahlreiche Bühnen, Mitmach-Angebote, Vorführungen und geheimnisvolle Fabelwesen finden sich dort.

Für die Besucher ist der Eintritt frei, nur für zwei Angebote wird ein kleiner Obolus erhoben. Frei ist an diesem Wochenende auch der Zugang zum neuen Mitmachmuseum „GrimmsMärchenReich“, in das die Gäste einen Blick werfen und dabei die Mitmach-Stationen einem ersten Test unterziehen können. Dabei wird nicht nur mancher Auswärtige vermutlich mit Erstaunen feststellen, welchen Schatz die Stadt mit dem Schloss zu bieten hat und wie einzigartig diese Kulisse für das Märchenfest ist.

Märchenfest hat sich zu einer echten Tradition entwickelt

Arnold Bauer von der Verlegerfamilie des HANAUER ANZEIGER freut sich, dass sich das Märchenfest mittlerweile zu einer echten Tradition entwickelt hat. „Die Schloss-Kulisse gibt uns in ‧diesem Jahr Gelegenheit, das Fest an dem Ort zu feiern, wo den Märchensammlern und Sprachforschern Brüder Grimm mit dem Museum ein fantasieanregender und zugleich würdiger Rahmen gegeben wird“. Gleichzeitig biete die zweitägige Veranstaltung Familien mit Kindern einen großen Spaß mit den vielfältigen und gleichzeitig kostenfreien Angeboten.

Wer sein Wissen um die in Hanau geborenen Brüder Jacob und Wilhelm Grimm erweitern will, kann dies im Museum oder im Gespräch mit den verkleideten Darstellern im Park tun. Die Sprachforscher werden dargestellt von Laiendarsteller und Stadtführer Ulrich Lüer und Wolfgang Kamberg im historischen Kostüm. Beide erzählen auf der Schlossterrasse Anekdoten aus ihrer Kindheit in Hanau.

Auch der Verein Deutsche Märchenstraße ist mit einem Stand vertreten. Genauso wie ein Team der Brüder-Grimm-Festspiele in Kostümen kleine Appetithäppchen aus dem Märchen der bevorstehenden Spielzeit zum Besten geben und Fragen rund um die Festspiele beantworten wird. Außerdem gibt es dort Karten mit einem speziellen Märchenfest-Rabatt: Wer sich seine Tickets vor Ort sichert, erhält zehn Prozent Ermäßigung auf den regulären Preis.

Viele Attraktionen und freier Eintritt in "GrimmsMärchenReich"

Da das Märchenfest vorrangig Familien und Kinder ansprechen will, stehen die Kinder hier auch im Mittelpunkt. Wie es sich bei den Märchenfesten in Wilhelmsbad eingebürgert hat, sind auch rund ums Schloss kleine (verkleidete) Hexen oder Zauberer, Prinzessinnen oder Prinzen, Ritter oder Burgfräuleins willkommen. Für die Mädchen und Jungen wird es zudem jede Menge Mitmach-Angebote geben, etwa Theater für die Kleinen oder Märchenlesungen.

Ein Marionettentheater ist ebenfalls im Park unterwegs. Der Falkner bringt seine Greifvögel mit. Kleine Prinzessinnen können sich schminken, sich einen Rapunzelzopf flechten oder sich in Kostümen fotografieren lassen. Auch der Hanauer Zeichner Rautie ist vor Ort und leitet zukünftige Bleistiftvirtuosen an, wie man mit wenigen Strichen Menschen oder Märchenfiguren aufs Papier bringt.

Mit Blick auf die Eltern und Großeltern ist das Gelände hinter dem Schloss in zwei große Bereiche aufgeteilt, die eine Acht beschreiben. In der Mitte können sich die Großen am „königlichen Rastplatz“ in 85 aufgestellten Liegestühlen entspannen. Ihre Kinder, die sich an den rund um diese Oasen angeordneten Zelten und Ständen vergnügen, können sie dabei bequem im Blick behalten.

Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt

Dass es den Kleinen nicht langweilig wird, dafür sorgen neben zahlreichen Akteuren auch die Sponsoren, die sich beim Fest einbringen: So können sich die Mädchen und Jungen in der Evonik-Hexenküche austoben, in der HANAUER-Ecke ein Spinnrad in Aktion erleben oder sich beim Ponyreiten vergnügen. Vorm Schloss arbeitet der kurdische Künstler Yosef Bakir daran, die Figur des Dornröschen lebensgroß aus Sand zu modellieren. Ein kleines historisches Karussell und eine Ritter-Hüpfburg gibt es ebenfalls. Und wer genug getobt hat, kann sich in einem der Zelte ausruhen, in denen Teilnehmer des Märchen-Erzählkreises Märchen vortragen. 

Dass es an den beiden Tagen von morgens 11 bis abends 18 Uhr (das Festprogramm findet von 12 bis 17 Uhr statt) auch eine große Vielfalt an kulinarischen Überraschungen geben wird, liegt in der Natur der Sache. Zuständig für die Verpflegung sind die Schlossgastronomie und das Museums- beziehungsweise Märchencafé. Was sie an diversen Ständen auf dem gesamten Areal anbieten, sei noch nicht verraten. 

Bei schönem Wetter rechnet Organisator Bernd Michel von der HMG mit 5000 bis 10 000 Besuchern. Ihnen stehen neben den Parkplätzen auf der Mainwiese und vor dem Amphitheater – von hier pendelt die Märchenbahn in Richtung goldenes Tor – vor allem reichlich (unbewachte) Fahrrad-Parkplätze vor dem Schloss und am Eingang aus Richtung Amphitheater bereit. Die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln und mit dem Fahrrad ist in jedem Falle empfehlenswert. An den Eingängen sind Mitarbeiter für die bei Großveranstaltungen üblichen Sicherheitskontrollen im Einsatz. Sie wachen auch darüber, dass die Räder nicht mit aufs Gelände genommen werden.



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