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Unternehmerfrühstück: Rhenus investiert kräftig im Hanauer Hafen

Hanau

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    Fotos: Mike Bender

Hanau. Jährlich drei Millionen Tonnen Warenumschlag in 20 dort angesiedelten Firmen, die in Summe mehr als 1000 Mitarbeiter beschäftigen: Das ist die imposante Bilanz des zweitgrößten Mainhafens, und der steht seit 1924 in Hanau. 

Artikel vom 16. Januar 2019 - 20:11

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Von Robert Göbel

Für die aktuelle Ausgabe unseres Magazins „Wirtschaft an Main und Kinzig“ Anlass genug, den Hanauer Hafen in den Themen-Blickpunkt zu rücken und dort – bei der ‧Rhenus-Gruppe – zur Veranstaltungsserie Unternehmerfrühstück des HANAUER ‧ANZEIGER zu laden. Rund 50 Gäste folgten am Mittwoch der Einladung und staunten, was hier außer Düngemittel und Treibstoff noch alles bewegt wird. Und sie erfuhren auch einige Neuigkeiten.

Das Unternehmerfrühstück findet üblicherweise immer einen Tag vor Erscheinen unseres Wirtschaftsmagazins statt; diesmal lag es – weil unmittelbar nach Weihnachten als Beilage in unserer Zeitung schon erschienen – ausnahmsweise bereits vor. Und es bot genügend Gesprächsstoff.

Weltweit tätiges Logistikunternehmen

Cornelia Rippe-Gasche, Prokuristin des gastgebenden Unternehmens Rhenus, konnte aus erster Hand über die aktuellen Investitionsentscheidungen des Logistikdienstleisters am Standort Hanau berichten. „Das Gebäude, in dem wir uns gerade befinden, wird komplett saniert und zu unserem neuen Sozial- und Verwaltungsgebäude umgebaut. Wir werden in Kürze den Bauantrag stellen. Das alte Bürogebäude befindet sich in einem Lagerhaus, das 1924 erbaut wurde. Dieses Gebäude wird abgerissen, um auf der freiwerdenden Fläche weitere Logistikbereiche anzusiedeln. Die Einweihung ist für das Jahr 2021 geplant“, berichtete die stellvertretende Standortleiterin. 

Schon in den letzten zehn Jahren habe Rhenus einen erheblichen Betrag am Standort Hanau in die Sanierung ihrer Flächen und in Hallenumbauten investiert, erfuhren die Gäste in der Moderationsrunde mit den HA-Redakteurinnen Yvonne Backhaus-Arnold und Monica Bielesch. Rhenus ist ein weltweit tätiges Logistikunternehmen mit weltweit 610 Standorten und über 29 000 Mitarbeitern. In Hanau ist das Unternehmen als Dienstleister für Logistik- und Umschlaggeschäfte per Bahn und Schiff und als Drehscheibe für Dünger- und Kaliprodukte tätig.

Kompliment von OB Kaminsky

Gemanaged wird der gesamte Hafen vom städtischen Eigenbetrieb Hanau Hafen GmbH. Dem fünfköpfigen Team steht Hafenbetriebsleiter Jörg Krieger vor. „Wir haben keine geregelten Arbeitszeiten, denn oft sind wir auch nachts gefragt, wenn Schiffe ankommen und Betriebsabläufe zu klären sind“, berichtete Krieger. Mit der geplanten Neuansiedlung der Logistik-Firma Thomaidis auf dem 35 000 Quadratmeter großen ehemaligen Thermoselect-Areal (wir berichteten) sei die letzte größere Fläche im Hanauer Hafen nun vergeben; danach seien Betriebsansiedlungen nur noch im Bestand möglich. 

Krieger berichtete, dass durch das sommerliche Niedrigwasser vor allem auf dem Rhein, was wegen der Stau‧stufen und des Schleusenbetriebs den Main mittelbar betraf, bei vielen Logistikern ein Umdenken eingesetzt habe. 5000-Tonnen-Schiffe konnten in dieser Zeit nur mit maximal 1000 Tonnen beladen werden. In Teilbereichen gebe es deshalb wieder eine Abkehr vom Just-in-time-Prinzip und eine Rückkehr zur Lagerhaltung oder zum Verkehrsmittel Bahn. Auch dafür sieht er die Hafen GmbH bestens aufgestellt. 

Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) sprach Krieger und seiner Mannschaft ein Kompliment aus: „Das, was Sie mit Ihrer kleinen Truppe leisten, ist wirklich beachtlich.“ In Gesprächen mit Bürgern stelle er immer wieder fest, dass viele Hanauer gar nicht wüssten, welch große Bedeutung der Hafen für die Prosperität der Stadt habe. Der Hafen sei seit seiner Gründung eine Grundlage für die erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung der Stadt. Und die jährlich 700 000 bis 800 000 Euro Überschuss, die die Hafen GmbH erziele, ein wichtiger Beitrag zur Quersubventionierung des öffentlichen Nahverkehrs oder der Bäder der Stadt, ergänzte Kaminsky.



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