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Klinikum Hanau lädt zum ersten Adipositastag ein

Hanau

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    Übergewicht bringt viele Probleme mit sich. Außerdem haben viele Betroffene mit Vorurteilen zu kämpfen. Foto: Pixabay

Hanau – Krankhaftes Übergewicht ist in Deutschland noch immer ein Tabuthema. Dabei sind ein Viertel aller Erwachsenen in Deutschland adipös.

Artikel vom 12. Januar 2019 - 16:42

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Die Betroffenen haben meist nicht nur mit dem Übergewicht selbst, sondern auch mit einer Vielzahl von Begleiterkrankungen und vor allen Dingen mit den Vorurteilen der Gesellschaft zu kämpfen. An genau dieser Stelle will das Team des zertifizierten Adipositaszentrums am Klinikum Hanau ansetzen und lädt deshalb Betroffene und Interessierte am Samstag, 19. Januar, ab 11 Uhr zum ersten Adipositastag ein.

Neben einem Vortrag zu Ursachen und aktuellen Therapiemethoden werden auch die Selbsthilfegruppe Adipositas Hanau Mitte und der Adipositasverband Deutschland ihre Arbeit vorstellen und den Besuchern offene Fragen beantworten. Gleichzeitig spricht die Ausstellung „schwere(s)los“ der DAK, die sich ebenfalls mit dem Thema Übergewicht befasst und ab dem 15. Januar im Klinikum zu sehen ist, mit 26 Fotografien für sich.
Die bundesweite Kampagne, die Betroffene in ganz unterschiedlichen Situationen zeigt, soll bestehende Vorurteile in der Gesellschaft aus dem Weg räumen und Mut machen.

Information als Schlüssel zum Erfolg

„Information kann oftmals schon der Schlüssel zum Erfolg sein: Zu wissen, dass es hier im Klinikum eine heimatnahe Anlaufstelle gibt, die alle diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen unter einem Dach bietet und Betroffene vom Erstgespräch bis zur lebenslangen Nachsorge begleitet, kann die Auseinandersetzung mit der Erkrankung für Patienten schon leichter machen“, erklärt Dr. med. Christoph Kramps, Sektionsleiter der Adipositaschirurgie am Klinikum.

„Als Maximalversorger in der Region ist es uns wichtig, die Bevölkerung umfassend über Gesundheitsthemen zu informieren. Deshalb organisieren wir auch außerhalb unserer regelmäßigen Arzt-Patienten-Seminare Veranstaltungen wie den Adipositastag am 19. Januar, bei denen unsere Experten referieren und auf die Fragen der Besucher eingehen können“, so der Geschäftsführer des Klinikums, Volkmar Bölke.
Die Ausstellung befindet sich im Foyer im Erdgeschoss des HB-Gebäudes, die Vor‧träge finden im Konferenzraum 115 im fünften Obergeschoss des HB-Gebäudes statt. Der Eintritt ist kostenfrei. eho

 

Der BMI: Indikator für Übergewicht
Als Indikator für die Ernährungs- und Stoffwechselkrankheit hat die Weltgesundheitsorganisation WHO den sogenannten Body Mass Index (BMI = Körpergewicht/Körpergröße²) festgelegt. Ab einem BMI von 25 spricht man in Fachkreisen von Übergewicht, ab einem Index von 30 von Adipositas. Bei Adipositas Grad II (BMI von 35 bis 40) – insbesondere in Verbindung mit Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes mellitus oder Verschleißerscheinungen an Wirbelsäule und Gelenken – sind operative Methoden angeraten, vor allem dann, wenn konservativen Therapien gescheitert sind. Bei einem BMI von mehr als 40 bringen Ansätze wie Diät, Verhaltenstherapie, Lebensstiländerung und körperliche Bewegung zur Gewichtsreduktion keinen Erfolg mehr. In diesen Fällen muss operiert werden, um dauerhafte Abhilfe zu schaffen, man spricht dann von der Adipositas- oder der Bariatrischen Chirurgie.


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