Lesezeichen hinzufügen hanauer.de als Startseite
heiter
26 ° C - heiter
» mehr Wetter

Polizei, Feuerwehr: So verlief die Silvesternacht in der Region

Region Hanau

  • img
    Die hiesigen Einsatzkräfte hatten in der Silvesternacht nur bedingt die Möglichkeit, sich das Feuerwerk anzuschauen. Zu einem schweren Unfall wurde die Polizei nach Windecken gerufen, dort wurde ein 21-jähriger Bruchköbeler beim Anzünden von Feuerwerk angefahren und schwer verletzt. Foto: Adrian

Region Hanau. Ein Unfall mit einem schwerverletzten Bruchköbeler in Nidderau-Windecken und 15 Einsätze der Feuerwehr Hanau lautet die Bilanz der Silvesternacht der heimischen Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr Hanau.

Artikel vom 01. Januar 2019 - 16:55

Anzeige

Schwer verletzt wurde in der Nacht ein 21 Jahre alter Mann aus Bruchköbel, als er auf der Wartbaumstraße sein Feuerwerk zünden wollte. Ein 25 Jahre alter Lenker eines Renault aus Amöneburg befuhr um sieben Minuten nach Mitternacht die Wartbaumstraße in Richtung Höhenstraße und übersah den Mann. Dieser wurde von dem PKW erfasst und musste in einem Krankenhaus behandelt werden.

Der Unfallverursacher flüchtete nach dem Zusammenstoß, wurde aber nach kurzer Zeit durch die Polizei festgenommen. Da er offensichtlich Alkohol getrunken hatte, wurde eine Blutentnahme durchgeführt und sein Führerschein sichergestellt. Er muss sich nun im neuen Jahr einem Strafverfahren wegen Unfallflucht und Fahren unter Alkoholeinfluss stellen. Der Sachschaden am Fahrzeug war gering. Von diesem Unfall abgesehen war es für die Polizei ein „friedlicher Jahreswechsel“ in Hanau und Umgebung, wie Polizei-Sprecher Arnd Bamberg auf Nachfrage mitteilte.

Feuerwehr Hanau musste 15-mal ausrücken

Anders gestaltet sich die Bilanz aus Sicht der Hanauer Feuerwehr, die innerhalb von zwölf Stunden (zwischen 18 Uhr am Montag und 6 Uhr am Neujahrstag) 15-mal ausrücken musste, wie Peter Hack, Leiter der Feuerwehr Hanau, mitteilte. Zwölfmal rückten die Einsatzkräfte zu Brandeinsätzen von überwiegend Kleinbränden im Freien und Müllcontainern aus. Schwerpunkte seien hierbei die Innenstadt, Kesselstadt und Klein-Auheim gewesen.

Kurz nach Mitternacht kam es laut Mitteilung vermutlich durch Feuerwerkskörper im dritten Obergeschoss in der Dresdner Straße zu einem Kleinfeuer auf dem Balkon – dies konnte durch Anwohner und die Feuerwehr schnell gelöscht werden. Größere Schäden an Gebäuden seien dabei nicht entstanden. Weiterhin war der Einsatz auf der Autobahn A66 nach einem Verkehrsunfall erforderlich, da dort Kraftstoffe ausgelaufen waren und die Einsatzstelle für die Polizei ausgeleuchtet werden musste. In Mittelbuchen unterstütze die Feuerwehr den Rettungsdienst bei der Patientenrettung. „Ein besonderer Dank geht insbesondere an die vielen ehrenamtlichen Einsatzkräfte in dieser Nacht, die für die Sicherheit zur Verfügung gestanden haben“, so Peter Hack.

Größeres Feuer in Karlstein

Auch in Unterfranken mussten die Einsatzkräfte einige Male ausrücken. In Kahl am Main musste die Polizei eine Feier beenden. Am Neujahrsmorgen gegen 5 Uhr feierte eine Gruppe Jugendlicher immer noch lautstark mit musikalischer Unterhaltung im Bereich des Wasserturms. Nach mehreren Mitteilungen von umliegenden Anwohnern, welche sich über die Lautstärke der Musik beschwerten, sollte der 20-Jährige „Veranstalter“ der Feierlichkeit zunächst durch Beamte der Polizei Alzenau zur Ruhe ermahnt werden. Da der 20-jährige Mann sich hierbei jedoch wenig einsichtig zeigte, die Lautstärke der Musikanlage zu verringern, musste letztlich durch die Beamten die Batterie der Musikanlage sichergestellt werden, was zum Ende der Feierlichkeit führte.

Rasches Eingreifen war hingegen am frühen Silvesterabend von der Feuerwehr in Karlstein am Main, Ortsteil Dettingen, vonnöten. Durch einen aufmerksamen Dettinger-Bürger wurde Feuerschein aus dem Bereich hinter einem Firmengebäude wahrgenommen und via Notruf die Einsatzkräfte verständigt. Nachdem die freiwillige Feuerwehr Karlstein mit insgesamt fünf Einsatzfahrzeugen und 25 Einsatzkräften sowie die Polizei Alzenau an der betreffenden Firma eintrafen, konnte festgestellt werden, dass der Firmeninhaber für eine Festlichkeit mit seinen Mitarbeitern lediglich ein größeres Lagerfeuer, welches er zuvor nicht bei der Gemeinde Karlstein angemeldet hatte, anschürte.

Neujahrsbabys im Klinikum

Ebenfalls in der Silvesternacht im Einsatz war zahlreiches medizinisches Personal in den Krankenhäusern. Grund zur Freude hatten besonders die Mitarbeiter des Klinikums Hanau, die am Neujahrsmorgen die erste Geburt des Jahres 2019 über die Bühne brachten und den neuen Erdenbürger begrüßen durften. Am 1. Januar 2019 um 7:31 Uhr kam der kleine Matin zur Welt und wog bei seiner Geburt 3800 Gramm bei einer Größe von 52 Zentimetern, wie das Klinikum Hanau mitteilte. mei



Kommentare

Noch keine Kommentare vorhanden.