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Helpaniola-Spendenaktion findet gute Resonanz

Hanau

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    Luftschiff-Kapitän Matthäus Smodis (links) erklärt Verleger Thomas Bauer, was er am Sonntag, 3. Februar, über der Innenstadt von Hanau plant. Foto: HA

Hanau. Schon wenige Wochen nach dem Start der noch bis Februar laufenden Spendenaktion für Menschen in der Dominikanischen Republik haben zahlreiche Leser in unserem Verlagshaus Sachspenden für Kinder in dem armen Karibikstaat vorbeigebracht.

Artikel vom 21. Dezember 2018 - 10:56

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Von Nicolas Obst

Zusammen mit der Organisation Helpaniola, die die Spiel- und Sportsachen direkt vor Ort bringt, hat der Verlag des HANAUER ANZEIGER die Aktion initiiert. Höhepunkt wird im Februar eine große Abschlussveranstaltung auf dem Marktplatz werden. Dort gibt es am Sonntag, 3. Februar, die Veranstaltung „Dominikanischer Winter“.

Oberbürgermeister Claus Kaminsky hat spontan die Schirmherrschaft übernommen. Die Firma Interevent, der Betreiber der Eisbahn, die an diesem Sonntag letztmals geöffnet sein wird, spendet alle Eintrittsgelder, die sie an diesem Tag einnimmt, an das Hilfsprojekt. Den ganzen Tag über wird es viele Attraktionen auf dem Marktplatz geben. Höhepunkt werden Luftschifffahrten über der Innenstadt sein.

Es begann in Köln

Der Flugzeug- und Luftschiffkapitän Matthäus Smodis wird die Fahrten durchführen. Vorab war er in unserem Verlagshaus zu Gast. Der 55-Jährige ist nicht nur als Pilot des riesigen Luftschiffes in die Aktion involviert. Er ist im Hauptberuf Flugkapitän bei der Airline Condor und bringt die gesammelten Sachspenden auch persönlich in die Dominikanische Republik. 

Seit rund 30 Jahren fliegt Smodis im Zivilverkehr. Seine fliegerische Grundausbildung hat er beim Militär absolviert. In den 90er Jahren bestand er dann auch den Heißluftballonführerschein. „Dann kam der Flughafen Köln/Bonn auf mich zu, die hatten einen Ballon, damit bin ich dann erstmals über Köln geflogen.“ Heute fliegt oder fährt er Luftschiffe. Die Begriffe Fahren und Fliegen hält er übrigens beide für zutreffend; auch wenn Ballonfahrer in der Regel nur vom fahren sprechen. 

„Es ist nicht einfach, sondern richtig Arbeit, das Luftschiff zu steuern.“ 

Smodis' Luftschiffe sind deutlich größer als ein Airbus 320. Kein Wunder, dass die 41 Meter langen, 15 Meter hohen und eine Viertelmillion Euro teuren Luftschiffe einen bleibenden Eindruck bei ihren Beobachtern hinterlassen.

Smodis hat mit der Firma airgraphic – Luftschiffwerbung GmbH ein eigenes Unternehmen für den Luftschiffbetrieb gegründet. Seine Luftschiffe, mit Werbebotschaften versehen, sind übrigens nicht zu verwechseln mit einem Zeppelin: „Luftschiff und Zeppelin unterscheiden sich technisch. Zeppeline haben ein starres Gerüst und werden durch Gas in der Luft gehalten. Ein Luftschiff fliegt mit heißer Luft, das ist ein Heißluft-Luftschiff, technisch wie ein Heißluftballon.“ Mit dem Unterschied, dass man das Luftschiff im Gegensatz zum Ballon lenken kann. Beim Luftschiff gibt es zwar kein Lenkrad, dafür aber ein Seilsystem, ähnlich wie bei manchen Booten für das Ruder. „Es ist nicht einfach, sondern richtig Arbeit, das Luftschiff zu steuern.“ 

Hilfeaufruf über Facebook

Smodis wird im Februar die Rundflüge über Hanau lenken, die unter den Spendern der gemeinsamen Aktion von HANAUER ANZEIGER und Helpaniola verlost werden. Die Flüge finden in einer Mindesthöhe von 150 Metern über dem Marktplatz statt, Start und Landung erfolgen auf freiem Gelände außerhalb der Innenstadt. Die Fahrt wird mit zwei Passagieren rund 90 Minuten dauern.

Helpaniola, die gemeinnützige Hilfsorganisation für den Karibikstaat, initiierte der Flugbegleiter Martin Sehnem aus Köln. Im Rahmen eines Dienstflugs in die Dominikanische Republik sah der 51-Jährige, welche Not dort herrscht. Er beschloss zu helfen, startete über Facebook Hilfeaufrufe, sammelte Hörgeräte und weitere Hilfsgüter und brachte diese auf seinen Reisen in das Urlaubsparadies. Schließlich bekam auch die Fluggesellschaft Condor, der Arbeitgeber von Sehnem, Wind von der Aktion. Seitdem werden die Hilfsgüter in Containern kostenfrei Richtung Süden verfrachtet. 

Eine gemeinsame Idee

Bei einem Treffen des Flugbegleiters mit HANAUER-Verleger Thomas Bauer war die Idee geboren worden, diese gemeinsame Sammelaktion für Kinder und Jugendliche in der Dominikanischen Republik auch in Hanau zu starten.

Weitere Informationen zum Download:


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