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Stilles Gedenken: Gewalttat an Marienkirche jährt sich

Hanau

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    AM 6. Dezember 2017 wurde Shukriyeh an der Hanauer Marienkirche getötet. Archivfoto: Kirchgeßner

Hanau. Ein grausames Verbrechen erschütterte am 6. Dezember 2017 Hanau: Die 52-jährige Shukriyeh A. wurde vor der Hanauer Marienkirche erstochen. 

Artikel vom 05. Dezember 2018 - 15:56

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Von David Kirchgeßner

Für die Tat verurteilt wurde später ihr Ehemann und Vater der gemeinsamen Töchter, Najibollah A. Der 58-Jährige hatte nach Ansicht des Gerichts seine von ihm getrennt im Hanauer Frauenhaus lebende Ehefrau mit einem Dolch angegriffen und durch mindestens 35 Stiche so schwer verletzt, dass sie noch am selben Abend starb. Das Motiv soll die durch die Trennung verletzte Ehre des Mannes gewesen sein. 

Der Verteidiger des wegen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe Verurteilten legte später Revision gegen das Urteil ein. Die Zulässigkeit der Revision wird derzeit noch geprüft. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
„Jeden zweiten bis dritten Tag wird in Deutschland eine Frau von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet. Eine von ihnen war Shukriyeh, ermordet am 6. Dezember 2017“, schreibt der Verein Frauen helfen Frauen, Träger des Frauenhauses Hanau, in einer Gedenkanzeige. „Sie wollte frei sein. Sie wollte ein Leben ohne Gewalt. Sie wollte Selbstbestimmung.“ 

Fälle wie der Tod der 52-Jährigen sind zwar für das Frauenhaus die Ausnahme. Doch Gewalt in der Familie ist als Thema allgegenwärtig. Um Shukriyeh und aller getöteten Frauen zu gedenken, lädt das Frauenhaus Hanau am morgigen Donnerstag um 16.30 Uhr zu einer stillen Mahnwache am Tatort an der Marienkirche ein.



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