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Kreisfreiheit: 28 Kreis-Bürgermeister warnen Kollege Kaminsky

Main-Kinzig-Kreis/Hanau

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    Die Stadt Hanau will kreisfrei werden. Archivfoto: Häsler/HA

Main-Kinzig-Kreis/Hanau. Die Auswirkungen der angestrebten Kreisfreiheit Hanaus beschäftigten in der jüngsten Bürgermeister-Kreisversammlung die Vertreter der weiteren 28 Städte und Gemeinden aus dem Main-Kinzig-Kreis. 

Artikel vom 31. Oktober 2018 - 11:07

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Die Kernaussage der Bürgermeister aus den Nachbarkommunen: Sie wollen Hanaus Entscheidung respektieren, lehnen daraus resultierende Nachteile für die Kommunen, die sie vertreten, aber ab.

„Die politische Entscheidung ist zu respektieren und im Sinne der kommunalen Familie konstruktiv zu begleiten“, lautet das allgemeine und in einer gemeinsamen Presseerklärung gezogene Fazit der Versammlung. 

Auch wenn zum jetzigen Zeitpunkt noch viele Fragen ungeklärt seien und das Ergebnis offen sei, so dürfe die beabsichtigte Umstrukturierung und Auslagerung von Fachämtern und Betrieben nicht zu finanziellen Lasten der 28 verbleibenden Städte und Gemeinden führen. Ebenso sei auf eine sozialverträgliche Lösung für die Mitarbeiter zu achten.

Kommunen befürchten Nachteile

Die Bürgermeister machen auch deutlich, dass sie nicht alle Argumente aus dem Hanauer Rathaus teilen. Denn schließlich habe der Main-Kinzig-Kreis nunmehr 44 Jahre lang in einwandfreier Weise die Dienstleistungen für die kommunale Familie erbracht, ohne dass daraus Nachteile für die Bürgerinnen und Bürger spürbar gewesen seien. Für die Bürgermeister festzuhalten bleibe auch, dass die Zugehörigkeit zum Main-Kinzig-Kreis einer positiven Entwicklung einer Stadt oder Gemeinde nicht im Wege stehe. 

„Es sollte bei diesem Prozess nicht der falsche Eindruck erweckt werden, dass die Zugehörigkeit zum Main-Kinzig-Kreis ein elementarer Nachteil wäre“, erklären die Bürgermeister. So werde sich mit der Eigenständigkeit der Sonderstatusstadt Hanau am Ende kaum etwas im Sinne der Bürger verändern.

Sämtliche Dienstleistungen würden schon jetzt im Sinne der Bürgernähe sowie der Wirtschaftlichkeit mit großer Sorgfalt angeboten. Die Kooperationen und Synergien der Verwaltungsstrukturen hätten sich in vollem Umfang bewährt. 

Region stärken und weiterentwickeln

Es sei daher noch nicht absehbar und nicht mit Fakten belegt, dass sich das „öffentliche Wohl“ mit der Auskreisung in einem solchen Umfang verbessern werde, um gemäß der Hessischen Landkreisordnung die angestrebte Neuordnung zu rechtfertigen. 

Die Bürgermeister erwarteten eine sachliche und gleichberechtigte Bewertung des Prozesses durch die beteiligten Gremien sowie die übergeordneten Behörden. Das gemeinsame Ziel sei es, die Region zu stärken und im Sinne der Bürger gemeinsam weiterzuentwickeln. rg



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