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Minister Helge Braun plaudert im Brockenhaus aus dem Nähkästchen

Hanau

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    Christdemokraten unter sich: Kanzleramtsminister Helge Braun (Mitte) tauscht Erfahrungen aus mit Gastgeber Heiko Kasseckert und der Bundestagsabgeordneten Katja Leikert. Die Chance, Braun mit dem Handy abzulichten, wurde genutzt. Foto: Häsler

Hanau. Imposante Erscheinung, sonore Erscheinung, ruhige Ausstrahlung: Wer am Dienstagabend den Chef des Bundeskanzleramtes Professor Dr. Helge Braun im Hanauer Brockenhaus erlebte, kann sich vorstellen, wie der gebürtige Gießener in stürmischen Regierungszeiten Zuversicht und gute Stimmung verbreitet.

Artikel vom 25. Oktober 2018 - 14:19

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Gekommen war der Bundesminister für besondere Aufgaben auf Einladung des CDU-Landtagsabgeordneten Heiko Kasseckert, der seinen Wahlkreis 41 wiedererobern will. Den rund 40 geladenen Gästen aus Politik und regionaler Wirtschaft sollte der normalerweise nicht im Rampenlicht stehende Gast Einblicke in die Berliner Politik gewähren. Und natürlich ging es bei der Veranstaltung unter der Überschrift „Worauf es jetzt ankommt?“ auch und vordergründig darum, die CDU im besten Licht zu schildern. 

Genau 120 Stunden und zehn Minuten blieben zu Beginn der Veranstaltung in Hanau noch bis zum Ende des Wahltages am 28. Oktober. Die Gäste, unter ihnen die CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Katja Leikert, Langenselbolds Bürgermeister Jörg Muth und Hanaus ehemalige Oberbürgermeisterin Margret Härtel, mussten sich eine Weile gedulden, bis der Gast aus Berlin sie mit einem Strahlen begrüßte. Für Leikert gab es eine Umarmung.

Diskussion im Anschluss

In Zeiten, in denen die Koalition aus den Schlagzeilen nicht herauskommt und die CDU laut Umfragen Federn lässt, wird der Umgang von Parteikollegen untereinander besonders aufmerksam beobachtet. Braun lobte die Wirtschaftskraft des Hessen-Landdes und erklärte, „so schön wie hier ist es fast nirgends“. Gleichzeitig bekannte der 46-Jährige, dem die Frankfurter Johann Wolfgang Goethe-Universität den Titel Honorarprofessor verlieh, dass ihn die jüngsten Umfrageergebnisse „verdammt unruhig machen“. 

In der Folge streifte Braun Themen wie den Brexit, die Beziehungen zu den USA, Renten und die Digitalisierung. Die anschließende Diskussion brachte unter anderem die Frage aufs Tapet, was Deutschland gegen die Gewinnverschiebung von Unternehmen ins Ausland tun könne. Der Fragesteller verwies auf Langenselbold, das über 20 Millionen Euro Gewerbesteuer an ein dort ansässiges Unternehmen mit Sitz in den USA zurückzahlen musste. Braun betonte, wie mühselig diese Anstrengungen seien. Solche Probleme ließen sich nur bilateral lösen, also nur dann, wenn das andere Land kooperiere. 

Alle Artikel zur Landtagswahl finden Sie auch in unserem Dossier

Die Frage nach dem Thema „Diesel-Fahrverbote“ beantwortete Braun mit einem zehnminütigen Exkurs. Wer die Ausführungen nicht verstanden habe, ergänzte Kasseckert zum Abschied, könne sie sich heute Abend noch einmal anhören, beim Auftritt Brauns bei Maybritt Illner. 

Für die Ruhe nach einem gewiss stürmischen Wahltag bringt Braun übrigens beste Voraussetzungen mit: Seine Promotion aus dem Jahr 2007 befasst sich mit dem Thema Herzrasen während einer Operation. ju



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