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Schulwahl bei Kreisfreiheit: FDP widerspricht Oberbürgermeister

Hanau

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    Hanau will kreisfrei werden. Archivfoto: Häsler

Hanau/Main-Kinzig-Kreis. Können Schüler außerhalb Hanaus, beispielsweise aus Maintal, auch nach einer Kreisfreiheit Hanaus weiterführende Schulen in der Stadt besuchen? 

Artikel vom 19. Oktober 2018 - 11:37

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Die Kreis-FDP sieht diese Frage nicht geklärt und widerspricht in Form eines offenen Briefes, verfasst von Hanaus Ex-Stadtrat Dr. Ralf-Rainer Piesold (FDP), den Erwiderungen von Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD).
Kaminsky hatte erklärt, dass sich durch die Auskreisung nichts verändern würde. Piesold erinnert dagegen an die Vereinbarung für die zusätzliche Aufnahme von Schülern aus dem Kreis auf Hanauer Gymnasien aus dem Jahr 2007, die er als damaliger Schuldezernent selbst mit auf den Weg gebracht hätte. 

Die Vereinbarung beinhaltete nach Piesolds Worten, dass an die Stadt als eine Art Anschubfinanzierung eine Million Euro vom Kreis und über sieben Jahre weitere acht Millionen Euro für den Ausbau der Rehbein-Schule und der Hohen Landesschule geflossen sind. 

Hintergrund der Vereinbarung sei die damalige Weigerung des Wetteraukreises gewesen, Schüler aus dem Main-Kinzig-Kreis weiterhin auf die dortigen Gymnasien aufzunehmen. Der Main-Kinzig-Kreis hätte so ein weiteres Gymnasium errichten müssen, um die Schulversorgung sicherzustellen. 

Bei der von Hanau angepeilten Auskreisung werde mittelfristig das Verhältnis zwischen dem restlichen Kreis und der Stadt distanzierter werden. Und dann werde sich die Frage stellen, ob der Main-Kinzig-Kreis ein weiteres eigenes Gymnasium errichten soll oder ob die Stadt Hanau überhaupt weiter Schüler aufnehmen will oder kann, gibt Piesold zu bedenken. 

Deswegen sei der Hinweis vom Fraktionsvorsitzenden der Maintaler FDP, Thomas Schäfer, richtig, dass dies vertraglich für einen Zeitraum von 15 bis 20 Jahren fixiert werden müsse, damit es in der Zukunft nicht ein böses Erwachen gebe. rg



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