Lesezeichen hinzufügen hanauer.de als Startseite
stark bewölkt
8 ° C - stark bewölkt
» mehr Wetter

Vorhang auf für Oppenheim: Auftakt zur bundesweiten Kino-Tour

Hanau

  • img
    Der Bildhauer Robert Schad realisierte 2015 mit seinem Kollegen Pascal Coupot das Moritz Daniel Oppenheim-Denkmal „Moritz und das tanzende Bild“ auf dem Hanauer Freiheitsplatz. Foto: PM

Hanau. Der weltweit erste abendfüllende Kinodokumentarfilm über den „Maler der Rothschilds und Rothschild der Maler“ – Moritz Daniel Oppenheim kommt am Donnerstag, 25. Oktober, bundesweit in die Kinos. 

Artikel vom 17. Oktober 2018 - 17:21

Anzeige

Weil die Fimemacherin Isabel Gathof aus Hanau stammt, findet der Auftakt zu der deutschlandweiten Kino-Tour am Sonntag, 21. Oktober, ab 17.30 Uhr im Rahmen eines besonderen Preview-Events im Kinopolis Hanau statt. 
Zur Filmvorstellung sind Gathof, Mitglieder ihres Teams und Protagonisten anwesend, auch ein Nachfahre der Familie Oppenheim aus der Schweiz, Bernard Oppenheim, wird zu Gast sein.

Christos Kessidis, Komponist und Musikproduzent der elektronischen Musiksequenzen des Oppenheim-Soundtracks, spielt ein Live DJ-Set im Kinosaal, auf das die Erste Geige der Neuen Philharmonie Frankfurt, Ralf Hübner, live die Filmmusik spielt.

Mit dem Abend werde der weltweit geachtete Malers Moritz Daniel Oppenheim geehrte, erklärt Oberbürgermeister Claus Kaminsky. Er sei aber auch Isabel Gathof gewidmet, die nach ihrer Nominierung zum besten Dokumentarfilm im letzten Jahr gerade den Newcomerpreis des Hessischen Film- und Kinopreises überreicht bekam.

Maler des Jüdischen Eigentums

Der Film dokumentiert auf zwei abwechselnden Erzählebenen das Werden eines der außergewöhnlichsten jüdischen Künstler des 19. Jahrhunderts und damit ein bedeutendes Kapitel deutsch-jüdischer Geschichte: das Zeitalter der Jüdischen Emanzipation. 

Oppenheims Karriere begann im Ghetto seiner Heimatstadt Hanau, als erster jüdischer Künstler erhielt er eine akademische Ausbildung, bis er schließlich zum Maler des Jüdischen Bürgertums avancierte. 

Mit seinem zentralen Werk, dem Bilderzyklus zum altjüdischen Familienleben, leistete er einen aktiven Beitrag zu mehr Verständnis und Toleranz zwischen den Religionen. Die detailgetreue Wiedergabe gelebter, jüdischer Rituale mache ihn bis heute zu einer wertvollen Quelle deutsch-jüdischer Kulturgeschichte, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt.

Soundtrack in Zusammenarbeit mit Philharmonie Frankfurt

Neben Interviews mit international renommierten Kunstexperten und direkten Nachfahren, die ihre Familiengeschichte das erste Mal vor der Kamera teilen begleitet der Film den kreativen Entstehungsprozesses des von den Bildhauern Robert Schad und Pascal Coupot des geschaffenen Oppenheim-Denkmals „Moritz und das tanzende Bild“. 

Der eigens auf die Filmbilder komponierte Soundtrack entstand in Zusammenarbeit mit der Neuen Philharmonie Frankfurt. ju
www.kinopolis.de



Kommentare

Noch keine Kommentare vorhanden.