Lesezeichen hinzufügen hanauer.de als Startseite
stark bewölkt
2 ° C - stark bewölkt
» mehr Wetter

Schultheatertage finden nach mehrjähriger Pause wieder statt

Hanau

  • img
    Nach mehrjähriger Pause wurden die Schultheatertage in Hanau im vergangenen Jahr wieder reanimiert. Zu sehen ist hier eine Aufführung aus dem Jahr 2012. Archivfoto: Winterling

Hanau. Schultheater kann viel: Konflikte angehen, Spiegel vorhalten, Spannung und Lachen provozieren. Es kann Gruppen verändern, Kinder und Jugendliche ebenso so sehr fordern wie fördern. Aber vor allem kann es begeistern.

Artikel vom 09. Oktober 2018 - 09:46

Anzeige

Vor dem Hintergrund dieser Überzeugung ist man laut Mitteilung der Stadt sowohl im Hanauer Rathaus als auch im Staatlichen Schulamt für den Main-Kinzig-Kreises sicher, dass die Schultheatertage 2018 wieder ein voller Erfolg werden.

Fünf Schulen arbeiten an sechs unterschiedlichen Projekten, haben ihre Arbeit bereits begonnen und werden Anfang Februar nächsten Jahres die Ergebnisse auf der Bühne der Hohen Landesschule in Hanau präsentieren. Nach mehrjähriger Pause wurden die Schultheatertage im vergangenen Jahr wieder reanimiert. Mit nochmals leicht überarbeitetem Konzept gingen die Projektverantwortlichen Anne Schadt, Fachberaterin Kulturelle Bildung im Staatlichen Schulamt für den Main-Kinzig-Kreis, und Wolfgang Kischel vom Bereich Soziokultur im städtischen Fachbereich Kultur, Stadtidentität und Internationale Beziehungen, an den Start.

HoLa gleich zweimal am Start

Alle weiterführenden Schulen in Stadt und im Kreis konnten sich für unterschiedliche Projekte mit verschiedenen renommierten Theaterpädagogen bewerben. Die Referenten werden von den Organisatoren bezahlt, die Schulen leisten lediglich einen kleinen Eigenanteil. Fünf Schulen nahmen dieses Angebot an, welches ihnen Theaterarbeit ermöglicht, die über das sonst übliche schulische Maß deutlich hinausgeht.

Inzwischen sind die Zusammenarbeiten aufs Gleis gesetzt: Die Großauheimer Lindenauschule arbeitet mit Marco Schkoda unter dem Titel „Objekttheater“, das Schlüchterner Ulrich-von-Hutten-Gymnasium hat sich für „Chorisches Theater“ mit Raphael Kassner entschieden, die Bertha-von-Suttner-Schule in Nidderau arbeitet mit Wolfgang Schramm „Von der Improvisation zum Bühnenstück“, das FranziskanerGymnasium Kreuzburg in Großkrotzenburg wird mit Benjamin Baumann „short cuts“ auf die Bühne bringen und die Hohe Landesschule ist gleich zweifach am Start: „Poetry Slam“ mit Dominique Macri und „Das kalte Herz – Von wegen alte Märchen“ mit Stefanie Zellmann.

OB lobt das Projekt in höchsten Tönen

Die Künstler und die beteiligten Schulen haben unter Vermittlung des Schulamtes im direkten Kontakt jeweils einzelne Projekttage und -phasen abgesprochen. Die gemeinsame Arbeit reicht bis ins neue Jahr, bevor am 8. Februar die große Schlussveranstaltung stattfindet, an der alle Stücke der interessierten Öffentlichkeit gezeigt werden – und natürlich auch den anderen Schulen. 

Denn man will zum einen die Vielfalt des Schultheaters zeigen und – mindestens ebenso wichtig – zum anderen Lehrkräften sowie Schülern Begegnungen und Austausch ermöglichen.

Der Schirmherr der Schultheatertage, Oberbürgermeister Claus Kaminsky, freut sich über die zustande gekommenen Partnerschaften und lobt in der Mitteilung das Projekt als „beispielhafte dezernatsübergreifende, ja institutionsübergreifende Zusammenarbeit“, welche auch zeige, „wie mit Kreativität und Engagement auch in Zeiten knapper Kassen gewichtige Schwerpunkte gesetzt werden können.“

Schulamt leistet Großteil der Organisation

Denn nach der Neukonzeption werden die Schultheatertage auch in diesem Jahr mit einem Drittel des Etats früherer Zeiten auskommen. Rund 6500 Euro kostet die Neuauflage, gestemmt werden die Kosten vom Fachbereich Kultur und dem städtischen Schulverwaltungsamt sowie durch Zuwendungen der Stiftung der Sparkasse Hanau und des Hessischen Kultusministeriums.

Gemeinsam verantwortlich für Konzeption und Umsetzung sind das Staatliche Schulamt für den Main-Kinzig-Kreis und der Bereich Soziokultur im städtischen Fachbereich Kultur, Stadtidentität und Internationale Beziehungen. Wobei in diesem Jahr, wie Fachbereichsleiter Martin Hoppe betont, wieder ein entscheidender Teil der Organisation vom Staatlichen Schulamt geleistet wird. 

Ein weiteres Dankeschön richtet er an die Schulleitung der Hohen Landesschule, die sich schon früh bereit erklärte, die große Abschlussveranstaltung in ihrem Graf-Philipp-Ludwig-Forum zu organisieren. eho



Kommentare

Noch keine Kommentare vorhanden.