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BMW schenkt dem BTZ zum 40. den neuen 7er für Schulungszwecke

Hanau

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    Da kam bei KH-Geschäftsführer Axel Hilfenhaus (von rechts), Kreishandwerksmeister Martin Gutmann sowie dem Kfz-Obermeister Eberhard von Keutz Freude auf. Den BMW durften sie bei Krah und Enders in Maintal abholen. Foto: PM 

Hanau. Ein schöneres Geschenk hätte der Autohersteller BMW dem Hanauer Berufsbildungs- und Technologiezentrum (BTZ) zum 40. Geburtstag nicht machen können. Vor Kurzem erreichte der neue BMW 740 i Performance die Brüder-Grimm-Stadt.

Artikel vom 08. Oktober 2018 - 11:04

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An dem Fahrzeug dürfen sich künftig die angehenden Kfz-Mechatroniker ausprobieren. Und das mit fachmännischer Hilfe aus München, heißt es in einer Mitteilung der Kreishandwerkerschaft. Das Besondere an dem Fahrzeug ist der Hybrid-Antrieb. Unter der Haube schlummern ein Vier-Zylinder-Turbo- und gleichzeitig ein Elektromotor. Beide zusammen bringen es auf stolze 326 PS. “Ein reines Kraftpaket”, schwärmt Eberhard von Keutz. Der Obermeister der Kfz-Innung Hanau nahm den Wagen jetzt gemeinsam mit Kreishandwerksmeister Martin Gutmann und dem Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Hanau, Axel Hilfenhaus, entgegen. Die Luxuslimousine aus der bayerischen Motorenschmiede war zum Maintaler BMW-Vertragshändler Krah und Enders geliefert worden. Das Fahrzeug mit einem Wert von rund 120 000 Euro ist für den Straßenverkehr nicht zugelassen, sondern speziell für Schulungszwecke gedacht. Mit dem neuen BMW rüstet das BTZ weiter auf.

Bekanntlich steht seit knapp zwei Jahren in der Kfz-Werkstatt an der Martin-Luther-King-Straße auch ein Mercedes S500 Cabrio. An den Automobilen können sich die angehenden Kraftfahrzeugmechatroniker und auch Meister versuchen. „Der Umgang mit dergleichen wird immer wichtiger, je komplexer die Systeme werden, desto mehr müssen unsere Auszubildenden geschult werden”, berichtet KH-Geschäftsführer Axel Hilfenhaus laut Mitteilung. Durch die Bereitstellung der neuesten Kraftfahrzeugtechnik stärke das BTZ seine Position als außenbetriebliche Ausbildungsstätte ungemein.

Ausbilder müssen auch auf den neusten Stand kommen

In dem Wagen, der auch autonom fahren kann, seien allein 50 bis 60 Steuersysteme verknüpft, berichtet Obermeister von Keuz. Das zeige die enorme Komplexität der Technik. Bevor die Auszubildenden an dem Wagen geschult werden, müssen zunächst einmal die Ausbilder im BTZ auf den neuesten Stand gebracht werden. Dafür kommt eigens ein Fachingenieur aus München für zwei Tage nach Hanau, der die Ausbilder in Hanau gleichzeitig zertifiziert.

Doch das ist noch nicht alles: Hanau wird mit einer Schnittstelle an die BMW-Werke in München angedockt, so dass das Fahrzeug auch von dort programmiert werden kann. Derlei Kooperationen sind für einen guten Ausbildungsstandort mittlerweile nicht mehr wegzudenken, die Entwicklung wird in den kommenden zehn Jahren so rasant sein, dass wir nur dann mithalten können, wenn wir ständig die neueste Technik auch zur Verfügung haben”, sagt der Obermeister.

Reines Glück

Kreishandwerksmeister Martin Gutmann freute sich besonders, dass es zum 40. Geburtstag des Berufbildungs- und Technologiezentrum mit dem 7er BMW gleich ein großes Modell aus dem Hause BMW gab. „Das war reines Glück, es hätte auch eine oder zwei Nummern kleiner sein können.” Da habe jetzt eigentlich nur noch die rote Schleife gefehlt, erklärt der Kreishandwerksmeister augenzwinkernd.
 cd



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