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"Dornröschen" geht bei Musical Theater Preis leer aus

Hanau

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    Intendant Frank-Lorenz Engel (rechts) fieberte mit den beiden Nominierten, Kerstin Ibald und Bart deClerq, bei der Vergabe des Musical-Preises mit. Foto: PM

Hanau. Mit einem Preis hat es nicht geklappt: Die Brüder Grimm Festspiele, die für den in Hamburg verliehenen Musical Theater Preis nominiert waren, sind in diesem Jahr leer ausgegangen.

Artikel vom 03. Oktober 2018 - 17:29

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Intendant Frank-Lorenz Engel, der am Montag Abend vor Ort war und bei der Gala im Schmidts Tivoli Theater in Hamburg auch die Laudatio auf die beste Regie hielt, zeigte sich dennoch zufrieden: „Allein die Tatsache, dass wir wieder zweimal nominiert worden sind, ist eine bemerkenswerte Auszeichnung für unsere Arbeit“, sagte er.

Zuvor hatte Engel mit den beiden Nominierten, Kerstin Ibald (Beste Darstellerin in einer Nebenrolle) und Bart
De Clercq (Beste Choreographie), mitgefiebert und für sein Dornröschen-Ensemble schnell tröstende Worte gefunden: „Die Konkurrenz war diesmal sehr stark.“

Ibald trägt "Mondlose Nacht" vor

Ibald, die das Publikum in Hanau stimmgewaltig und mit großer Ausstrahlung mit ihrer Darstellung der bösen Fee Selena in „Dornröschen“ in ihren Bann geschlagen hatte, war in Hamburg gegen die Konkurrentinnen Patricia Nessy („Cinderella passt was nicht“ ) aus Wien und die am Ende siegreiche Franziska Becker („Erwin Kannes – Trost Der Frauen (Letterland)“ aus Hildesheim) angetreten.

Für die 27 000 Zuschauer des Musicals, die Ibald während der 34. Spielzeit zum ersten Mal in Hanau erleben konnten, war die Nominierung keine Überraschung. Das Festspielpublikum war von ihr so beeindruckt, dass es die Darstellerin und Sängerin mit dem Publikumspreis von HANAUER ANZEIGER und Festspielen bedachte. „Diese Anerkennung des Publikums und das Lob der Kollegen sind für mich eine tolle Bestätigung, gerade bei einer Rolle, die ich selbst mitentwickeln konnte“, blickte Ibald auf ihre Zeit in Hanau zurück. Auf der Gala der Preisverleihung stellte sie mit dem Titel „Mondlose Nacht“ aus dem Hanauer Musical ihr Können noch einmal eindrucksvoll unter Beweis.

Choreograph Bart de Clercq war bereits zum zweiten Mal mit den Festspielen beim Deutschen Musical Theater Preis. Bereits 2017 hatte er eine Nominierung für seine Arbeit am Hanauer Erfolgsmusical „Vom Fischer und seiner Frau“ erhalten, dessen diesjähriges Gastspiel im Deutschen Theater Münchenviel für Furore gesorgt hatte. 

Intendant Engel kündigt für die kommende Spielzeit eine Fortsetzung der Zusammenarbeit mit de Clerq an. „Für unsere Uraufführungen im Freilichttheater brauchen wir jemanden mit langjähriger Praxis auf und hinter der Bühne. Auf Barts Erfahrung als Musicaldarsteller und Choreograph können wir ebenso bauen wie auf seine kreativen Ideen. Dass er auch dieses Mal wieder nominiert wurde spricht für die Qualität seines Schaffens“.

Neben der Choreographie für die Bremer Stadtmusikanten stellt die kommende Saison De Clercq vor neueHerausforderungen. Im Musical „Jacob und Wilhelm – Weltenwandler“, in dem die jungen Brüder Grimm eigenen Welt in Kassel auch die Märchenwelt vor dem Untergang retten, übernimmt De Clercq neben der Choreographie auch die Co-Regie. Bei den Festspielen ist Bart de Clercq bereits seit 2013 tätig. Mit seinen einfallsreichen und aufwändigen Choreographien begeisterte der gebürtige Belgier das Hanauer Publikum unter anderem in „Aschenputtel“ und „Rapunzel“.

Das wird 2019 aufgeführt

Engel ist bereits voll mit den Vorbereitungen für das nächste Jahr beschäftigt. „Der große Andrang bei den Bewerbungen spricht für den guten Ruf der Festspiele und die hohe Qualität unserer Inszenierungen. Die Anerkennung unserer Kollegen beim Deutschen Musical Theater Preis ist für uns ein zusätzlicher Ansporn.“

Im kommenden Jahr finden die 35. Festspiele mit den Stücken „Jacob und Wilhelm – Weltenwandler“ (Musical/Premiere am 10. Mai), „Die Bremer Stadtmusikanten“ (Familientheater mit Gesang/Premiere am 1. Juni), „Schneewittchen“ (Schauspiel/Premiere am 8. Juni) sowie „Maria Stuart“ (Reihe Grimm Zeitgenossen/Premiere am 18. Mai) vom 10. Mai bis 28. Juli statt. ju
 www.festspiele.hanau.de



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