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OB Kaminsky sichert Hanauer Tafel finanzielle Unterstützung zu

Hanau

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    OB Kaminsky und Bürgermeister Weiss-Thiel besichtigten das Objekt mit Lichtblick-Geschäftsführerin Knisatschek und Vorstandsvorsitzenden Wolfgang Frisch. Foto: PM
  • Die Erdgeschoss-Räume am Johanneskirchplatz 7 (oben) will die Hanauer Tafel im Frühjahr beziehen. Foto: Hackendahl

Hanau. Oberbürgermeister Claus Kaminsky und Bürgermeister Axel Weiss-Thiel besichtigten jüngst die neuen Räume am Johanneskirchplatz, die die Hanauer Tafel im Frühjahr 2019 beziehen will. 

Artikel vom 02. Oktober 2018 - 14:25

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Die Organisation, die der Stiftung Lichtblick der evangelischen Marienkirchengemeinde angehört, bietet Bedürftigen eine Zusatzversorgung mit Lebensmitteln. Jetzt zieht sie um.

Seit rund zehn Jahren befindet sich die Tafel an der Hospitalstraße 22 in einem ehemaligen EAM-Gebäude. Bis zum 31. März nächsten Jahres muss die Tafel jedoch ihre angestammte Bleibe verlassen. Grund dafür ist ein großes Wohnbauprojekt, das aktuell auf dem Areal durchgeführt wird und die Immobilie für die Tafel ungeeignet macht.

Räume müssen noch renoviert werden

Lange hatte hatten die Lichtblick-Geschäftsführerin Jutta Knisatschek und ihre ehrenamtlichen Mitstreiter nach einem alternativen Standort gesucht. Diesen Sommer wurden sie endlich im Erdgeschoss des Gebäudes Am Johanneskirchplatz 7 fündig. „Der Hauseigentümer Cliff Michaelis erfuhr von unserer vergeblichen Suche aus der Zeitung und bot seine Räume der Hanauer Tafel zu einem sehr fairen Preis an“, berichtet Knisatschek. „Wir verfügen hier mit knapp 400 Quadratmetern über etwas weniger Platz als zuvor, doch sind wir sehr froh, überhaupt geeignete Räume gefunden zu haben, die wir auch bezahlen können.“

Seit August hat die Stiftung die Räume angemietet, die jedoch noch intensiv umgestaltet und renoviert werden müssen. „Unter anderem müssen eine Mauer durchbrochen, Toiletten und Fenster eingebaut und neue Böden verlegt werden“, erläutert Knisatschek den Besuchern. Ein Bauantrag werde demnächst eingereicht, berichtet der ehrenamtliche Vorstandsvorsitzende Wolfgang Frisch „aber da rollen riesige Kosten auf uns zu, auch wenn wir versuchen so viele Arbeiten wie möglich mit eigenen Ressourcen zu stemmen“, befürchtet er.

Stadt unterstützt das Projekt

Vor Ort sollen ein Warteraum, verschiedene Ausgaberäume, ein Kühlraum, Lagerräume, ein Aufenthaltsraum mit Küche, Toiletten und Büros entstehen. Auch ein eigener kleiner Laden für günstige Kleidung und Haushaltswaren gehört dazu.

Auch seitens der Stadt wird das Projekt tatkräftig unterstützt: Für die vielen Mülltonnen, die wegen der Verpackungsabfälle benötigt werden, wird ein Teil des Parkplatzes hinter dem Haus, der aktuell noch zum Fronhof gehört, der Tafel zur Verfügung gestellt. Nach der Besichtigung der zukünftigen Tafel-Räume sicherten OB Kaminsky und Bürgermeister Weiss-Thiel noch weitere Unterstützung zu: „Die Lage und das Raumangebot hier am Johannesplatz sind sehr gut. Doch Sie werden eine sechsstellige Summe benötigen, um die Räume zu renovieren und herzurichten“, stellte der OB fest. „Wir versprechen Ihnen, dass wir uns seitens der Stadt Hanau mit einer beträchtlichen Summe an dem Umbaukosten beteiligen werden“, sagte er. „Wir sind dankbar, dass es diese wichtige Institution der Tafel in unserer Stadt gibt und unterstützen Sie aus Überzeugung.“

Rund 200 Menschen werden durch die Tafel unterstützt

Der neue Standort sei eine gute Adresse für die Tafel und befände sich in einem Umfeld, das stetig aufgewertet würde. „Die Johanneskirche wurde wunderbar renoviert und demnächst beginnen wir mit Umbau des benachbarten Schlossplatzes, sodass Sie eine wunderbare Nachbarschaft haben werden“, sagte Kaminsky.
Auch Knisatschek und Frisch sind froh über den zentralen neuen Standort: „Es ist schön, dass wir nicht an den Stadtrand gedrängt wurden. Mit der Nähe zum Freiheitsplatz sind wir zudem gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden“, sagt Knisatschek. „Nur der aufwendige Umbau lastet schwer auf uns, und wir freuen uns sehr, dass die Stadt und an dieser Stelle finanziell unter die Arme greifen wird.“

Rund 2000 Menschen werden durch die Tafel unterstützt. Viele hundert Kilo Lebensmittel werden an drei Terminen pro Woche an 650 Tafelausweis-Inhaber ausgegeben. Die Lebensmittel werden von 60 Läden zur Verfügung gestellt. 45 Ehrenamtliche sowie Personal, das vom Kommunalen Center für Arbeit geschickt wird, unterstützen die Hanauer Tafel. eho



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