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Kreis strebt grundlegende Verbesserungen bei Fluglärm an

Main-Kinzig-Kreis

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    Der Kreis fordert gesetzliche Änderungen bei Fluglärm. Symbolbild: Pixabay

Main-Kinzig-Kreis. Der Kreistag hat sich auf seiner jüngsten Sitzung mit dem Thema Fluglärm befasst. Dabei hat sich das Parlament den Einschätzungen und Forderungen der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Fluglärmkommissionen (ADF) zur Evaluierung des Fluglärmschutzgesetzes angeschlossen. 

Artikel vom 12. September 2018 - 10:20

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Der Kreisausschuss wurde beauftragt, Vertretern von Bundesregierung und Bundestag den dringenden gesetzlichen Reformbedarf mit dem Ziel zu vermitteln, den Schutz der Bevölkerung vor Fluglärm zu verbessern und auf gesetzliche Änderungen zu drängen.

Laut Mitteilung des Kreises sei es höchste Zeit, die Bundes- und Landespolitik in die Pflicht zu nehmen. Es bedürfe wirksamer Gesetze und Bestimmungen. Solche gesetzlichen Rahmenbedingungen könnten verhindern, dass das Argument der wirtschaftlichen Konkurrenz zu anderen deutschen Flughäfen mögliche Entlastungen im Bereich des Schallschutzes aussticht.

"Übergreifende verbindliche Regelung"

Die ADF sei unter anderem zu dem Schluss gekommen, auch das Luftverkehrsgesetz einer Überprüfung zu unterziehen, weil in diesem, derzeit in nahezu unwirksamem Maße, aktive Schallschutzmaßnahmen ihre gesetzliche Verankerung finden.

„Wir brauchen hier eine übergreifende verbindliche Regelung, die allen betroffenen Städten und Gemeinden hilft“, erklärt die Erste Kreisbeigeordnete. Diese Forderung wird bereits von einigen Kommunen im Main-Kinzig-Kreis mitgetragen.

Landungen nach 23 Uhr zugenommen

Aus Sicht des Kreisausschusses sei zudem auch klar, dass mehr Schutz des einen Teils der Region nicht mit Mehrbelastung für einen anderen Teil der Region einhergehen darf. Dies lasse sich vorrangig durch Maßnahmen des aktiven Schallschutzes erreichen. Wirksam ist ein Zusammenspiel aus Sicht des Kreises aus der insgesamten Reduzierung von Lärm, der Schonung sensibler Zeitfenster sowie der Schaffung von Rechtssicherheit auf Basis gesetzlicher Regeln.

Trotz des Engagements des Kreises in der Fluglärmkommission zeichne sich eine Negativentwicklung ab. So hat laut Pressemitteilung die Zahl der Landungen nach 23 Uhr im vergangenen Jahr am Rhein-Main-Airport gegenüber 2016 um mehr als 50 Prozent auf 704 zugenommen. Für das Jahr 2018 werde noch einmal mit einer Steigerung gerechnet. Alleine im ersten Halbjahr seien in Frankfurt zwischen 23 und 24 Uhr 570 Maschinen gelandet, vorrangig von Billigairlines und Urlaubsfliegern.

Auch bei den Starts nach 23 Uhr sei ein starker Anstieg auf 440 Flugzeuge (2016: 342) zu verzeichnen gewesen. Wichtig sei daher, dass die Verbesserungen des Schallschutzes für die Bevölkerung mit dem Wachstum des Flughafens mindestens Schritt halten müsse. zeh



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