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Pioneer-Kita für 150 Kinder wird vom Land gefördert

Hanau

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    Die konkreten Planungen sehen vor, dass die neue Kindertagesstätte am östlichen Rand von Pioneer gebaut wird. Foto: PM

Hanau.  Mit den Aussagen „Hanau ist bunt. Hanau ist jung und wächst. Hanau lebt Integration. Hanau schafft Orte der Integration“ hat die Stadt beim Hessischen Umweltministerium geworben. Auch auf das neue Quartier Pioneer Park soll dies zutreffen, heißt es in einer städtischen Pressemitteilung.

Artikel vom 08. September 2018 - 10:51

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Eine Notwendigkeit, die sich aus diesem städtebaulichen Megaprojekt ergibt, sei dank einer guten Nachricht aus dem Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz jetzt leichter zu realisieren: „Dank der schlüssigen Konzeption ist es der Stadt Hanau gelungen, mit dem Projekt 'Sprach-Kita für Pioneer' in das Landesprogramm Investitionspakt Soziale Integration im Quartier aufgenommen zu werden“, schreibt die Stadt.

Gefördert werden hier quartiersbezogene Bauprojekte, die den sozialen Zusammenhalt und die Integration vor Ort unterstützen und nachhaltig stärken. „Quartiere und Nachbarschaften sind die zentralen Orte des Zusammenlebens in unseren Städten und Gemeinden. Und Integration kann nur dort entstehen, wo Menschen aufeinandertreffen“, führt Ministerin Priska Hinz dazu aus. Die ausgewählten Projekte zur sozialen Integration werden mit einer staatlichen Förderquote von 90 Prozent der förderfähigen Gesamtkosten unterstützt. „Für Hanau bedeutet das ein Zuschuss in Höhe von 3,96 Millionen Euro“, freut sich Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD), dass die Brüder-Grimm-Stadt mit ihrem Konzept für eine Kinderta‧geseinrichtung, die ihren Schwerpunkt auf der Sprachförderung hat, punkten konnte.

Höchste Zuwendung, die 2018 gewährt wurde

„Es zeugt von der hohen Wertschätzung des Landes für unseren Einsatz in Sachen Stadtentwicklung, dass wir ein weiteres Mal mit einem überzeugenden Konzept in ein Förderprogramm aufgenommen wurden“, kommentiert der OB die mit Abstand höchste Zuwendung, die in 2018 aus diesem Förderprogramm gewährt wurde.

Bürgermeister Axel Weiss-Thiel (SPD), der den Förderbescheid in Vertretung des OB in Wiesbaden persönlich entgegengenommen hat, erläutert, dass die neue Kita auf Pioneer auch eine wesentliche Funktion für das Zusammenwachsen des neuen und alten Stadtquartiers in Wolfgang erfüllen wird. Neben der Zielgruppe von Familien mit Kindern im Alter zwischen null und sechs Jahren sind nach seinen Worten auch Ehrenamtstätigkeiten und Vereinskooperationen für eine generationsübergreifende Öffnung des Hauses von besonderer Bedeutung.

Kita in Nachbarschaft zur Grundschule

„Die Vielfalt der Kulturen wird in Hanau durch mehr als 130 Nationen repräsentiert. Elementarpädagogik und interkulturelle Familienarbeit, die im Alltag gesellschaftliche Werte wie Respekt, Toleranz und Offenheit lebt, kann äußerst familiennah agieren. Auf diese Weise trägt die Kita proaktiv dazu bei, verbindend und friedensstiftend die Stimmung im Stadtteil zu prägen“, zitiert Weiss-Thiel aus dem Förderantrag.

Die konkreten Planungen sehen vor, dass die Kita am östlichen Rand von Pioneer gebaut wird, in direkter Nachbarschaft zur künftigen Grundschule. Dies ist sowohl der Tatsache geschuldet, dass im Triangel-Bereich die größte Wohndichte herrscht, als auch der guten fußläufigen Erreichbarkeit für Kinder aus dem bereits bestehenden Wolfgänger Gebiet. Wie der Sozialdezernent weiter ausführt, sind für die Einrichtung sieben Gruppen vorgesehen, was einer Belegung mit 140 bis 150 Kindern entspricht. Die Gesamtkosten sind mit 4,4 Millionen Euro veranschlagt. Davon muss die Stadt nach der jetzt bewilligten Förderung aus dem Landesprogramm 440 000 Euro selbst aufbringen.

Im vergangenen Jahr war das Pioneer Areal mit der Konzeption „Klima-Pionier-Quartier“ in das Förderprogramm „Stadtumbau in Hessen“ aufgenommen worden. Hier wurde in einem ersten Schritt ein „Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept“ erstellt.  kb



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