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Bulle flieht vor Schlachter

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    Foto: Archiv

Hanau/Mühlheim. Ein Bulle, der aus einem Schlachthof in Mühlheim-Dietesheim in Richtung Hanau geflohen war, hat die Polizei und Feuerwehr am Samstag auf Trab gehalten. Das Rind brachte zeitweise den Bahnverkehr zum Erliegen, verletzte einen Feuerwehrmann und rief einen Polizeihubschrauber auf den Plan.

Artikel vom 02. September 2018 - 22:29

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Das Unglück nahm am frühen Samstagmorgen gegen 6.30 Uhr seinen Lauf. Der Bulle entwischte aus einer Schlachterei im Dietesheimer Gewerbegebiet. Zunächst irrte das Tier entlang der Bahngleise in Hanauer Richtung. Wie ein Polizeisprecher berichtete, wurde der Bahnverkehr aus Sicherheitsgründen mehrmals komplett angehalten, was zu „enormen Störungen“ geführt habe. Die Helfer von Polizei und Feuerwehr versuchten vergeblich, das Schwergewicht einzufangen. Ein Feuerwehrmann wurde verletzt, als das flüchtige Rindvieh ihn umrannte.

Polizeihubschrauber im Einsatz

Als der Bulle von den Bahngleisen in ein Naherholungsgebiet floh, kam auch ein Polizeihubschrauber zum Einsatz, um das Tier bei seiner Flucht durch den Wald zu verfolgen. Eine Pfadfindergruppe mit 20 Kindern musste in Sicherheit gebracht werden. Die Polizei brachte zwei Tierärzte mit Blaulicht in das Waldgebiet, die dann mit Blasrohren und Betäubungspfeilen versuchten, der Bulle lebend zu stoppen.

Das etwa 500 Kilogramm schwere Tier war laut Polizei äußerst aggressiv. „Der ist auf alles losgegangen, was sich bewegt hat.“ An Betäubungspfeile sei nicht zu denken gewesen: „Der Mann mit dem Blasrohr hätte auf zehn Meter an das Tier rankommen müssen“. Nach zweieinhalbstündiger Jagd wurde der Bulle erschossen.



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