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Heraeus errichtet in Hanau neue Fertigungsstraße

Hanau

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    Platinhaltige Wirkstoffe von Heraeus sind zunehmend bei Chemotherapien gefragt. Foto: PM

Im Hanauer Heraeus-Werk entsteht derzeit eine neue Fertigungsstraße für Chemotherapie-Wirkstoffe in der Krebsbekämpfung. Der Familienkonzern investiert dafür einen Millionenbetrag, teilt Heraeus in einer Presseerklärung mit.

Artikel vom 31. Juli 2018 - 08:42

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Die Zahl der Krebserkrankungen steigt weltweit an und führt damit zu einer wachsenden Nachfrage an entsprechenden Therapien. Heraeus Pharmaceutical Ingredients, ein Geschäftsbereich von Heraeus Precious Metals, sieht sich selbst als weltweit führende Anbieter von platinhaltigen hochaktiven pharmazeutischen Wirkstoffen, die Schlüsselverbindungen in der Chemotherapie verschiedener Krebserkrankungen darstellen.

Am Firmensitz Hanau wurde mit dem Ausbau der neuen Produktionslinie begonnen. Ab dem Jahr 2020 soll die neue Fertigungsstraße ihre volle Produktionskapazität erreicht haben: „Wir freuen uns, dass die Arbeiten am Standort begonnen haben und wir sehr schnell auf die steigende Nachfrage reagieren können“, erklärt Marcus Hannakam, Leiter des Geschäftsbereichs Pharmaceutical Ingredients. „Mit der Millioneninvestition stärkt Heraeus seine weltweite Marktführung in diesem Bereich und unterstreicht die lange Firmentradition mit Edelmetallen für höchste Qualitätsansprüche“, so Hannakam weiter.

Als langjähriger Partner im Kampf gegen den Krebs genieße Heraeus bei Kunden und Behörden einen hervorragenden Ruf. „Mit Blick auf die vielen jahrzehntelangen Partnerschaften mit unseren Kunden sind wir sehr stolz, auf die Engpasssituation am Markt reagieren zu können“, sagt Marcus Hannakam. Platinhaltige hochaktive pharmazeutische Wirkstoffe (Pt-hAPIs) sind insbesondere in Kombinationstherapien von großer Bedeutung und werden unter anderem zur Bekämpfung von Lungen-, Dickdarm-, Eierstock- und Hodenkrebs eingesetzt.

Der Bedarf an diesen Wirkstoffen in der Krebsbehandlung steigt aus verschiedenen Gründen: Der demografische Wandel führt zu immer mehr Krebserkrankungen, gleichzeitig verbessert sich der Zugang von Schwellenländern zu Chemotherapien. Außerdem werden die von Heraeus produzierten Wirkstoffe immer häufiger in Kombinationstherapien eingesetzt. Folglich stößt die derzeitige Marktabdeckung an ihre Grenzen, wovon nicht nur die Pharmaindustrie, sondern das gesamte Gesundheitswesen betroffen ist. rg



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