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Storch-Besuch: DGB bleibt bei Protest gegen AfD

Hanau

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    Mit Bedauern nimmt der Direktkandidat der AfD für den Wahlkreis 41 der Landtagswahl, Walter Wissenbach, in einer Pressemitteilung die ablehnende Reaktion des DGB auf sein Gesprächsangebot zur Kenntnis. Foto: PM

Mit Bedauern nimmt der Direktkandidat der AfD für den Wahlkreis 41 der Landtagswahl, Walter Wissenbach, in einer Pressemitteilung die ablehnende Reaktion des DGB auf sein Gesprächsangebot zur Kenntnis.

Artikel vom 18. Juli 2018 - 12:33

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Die DGB-Funktionäre Tobias Huth und Ulrike Eifler hatten sich im Vorfeld der für den 20. Juli geplanten AfD-Veranstaltung zum Thema Widerstand in der Steinheimer Kulturhalle dagegen verwahrt, dass Wissenbach einen, wie er sagte, im März bei einer DGB-Ausstellung begonnenen Dialog fortsetzen wolle.

Wissenbach hingegen bleibt bei seiner Darstellung eines sachlichen und offenen Dialogs und weist darauf hin, dass er selbst keinerlei Angriffe auf Personen formuliert habe. Hass und Hetze lägen ihm fern, so der Steinheimer weiter. Am Montagnachmittag hatten sich AfD-Vertreter vor dem DGB-Haus versammelt und dort „erneut den Dialog angeboten“. Die Tatsache, dass Eifler und Huth das Angebot einer persönlichen Aussprache ausschlugen, wertet Wissenbach als angstvolle Reaktion.

Auch der AfD-Ortsverband vertrete die Überzeugung, dass das einzigartige Wirtschaftswunder der Bundesrepublik Deutschland nur durch starke Gewerkschaften und durch Mitbestimmung möglich gewesen sei. „Der DGB ist für die AfD kein Gegner. Der DGB war und ist der Garant eines sozialen demokratischen Staatswesens“, betont Wissenbach.

Der DGB Südosthessen bekräftigte nach der Mahnwache der AfD vor dem Hanauer Gewerkschaftshaus am Montag Abend seinen Aufruf zum Protest gegen die Wahlkampfveranstaltung mit Beatrix von Storch. In der Mahnwache sieht DGB-Chefin Ulrike Eifler eine Verunglimpfung und den Versuch, Gewerkschaften in die Ecke des Linksextremismus zu stellen.

Für den DGB ist die Mahnwache vorm Gewerkschaftshaus ein weiteres Beispiel dafür, dass es sich bei der AfD um keine demokratische Partei handelt, erklärt der Gewerkschafts-Dachverband in seiner Pressemitteilung. Die Mobilisierungen für den Gegenprotest würden aufrecht‧erhalten.

Die Gegenkundgebung des DGB findet am kommenden Freitag um 17 Uhr vor der Kulturhalle in Steinheim statt. Wegen der AfD-Veranstaltung sowie der Gegendemo wird die Ludwigstraße im Teilstück zwischen Doorner Straße und Thüringer Straße ab 16.30 Uhr komplett für den Fahrzeugverkehr gesperrt, teilt die Stadt mit. Auch die Uferstraße ab Einmündung Thüringer Straße sowie die Anton-F.-Th.-Mahr-Straße und die Parkplätze hinter der Kulturhalle seien in diesem Zeitraum gesperrt.

Betroffen von der Sperrung sei auch der Linienbusverkehr. Busbenutzer werden gebeten, die Hinweise an den Haltestellen zu beachten. Die Sperrung wird nach Abschluss der Kundgebung von der Landespolizei wieder aufgehoben, so die Stadt. ju



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