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Kultoursommer: Hoffnungsträgerwettbewerb dieses Jahr am 29. Juli

Hanau

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    Der Hoffnungsträgerwettbewerb feiert in diesem Jahr seinen 15. Geburtstag. Und auch in diesem Jahr wird OB Kaminsky (3. von links) wieder die Preise an die Sieger übergeben. Foto: PM

Nach anderthalb Jahrzehnten sind aus Hoffnungsträgern echte Leistungsträger geworden. Was auch zu beweisen ist – und zwar am 29. Juli ab 17 Uhr im Kurpark Wilhelmsbad auf der großen Kultoursommerbühne.

Artikel vom 16. Juli 2018 - 17:18

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Dann wird am Abschlusstag des diesjährigen Kultoursommers der 15. Geburtstag des Hoffnungsträger-Wettbewerbs gefeiert und es spielen bei freiem Eintritt auf „Shawn“, „Dinner4Trees“, „Cliffsight“, die Hoffnungsträger HipHop Allstars und „Banjoory“.

Und da große Ereignisse bekanntlich ihre Schatten voraus werfen, gab es hohen Besuch für die Veranstalter des Kooperationsprojekts, das Jugendbildungswerk (JBW) der Stadt Hanau, den Trägerverein Kulturzentrum Pumpstation (KUZ), United Power Fields (UPF) und die IG HanauRockt. Main-Kinzig-Landrat Thorsten Stolz, Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky und der Geschäftsführer der Baugesellschaft Hanau, Jens Gottwald, gaben sich stilvoll im Musikpavillon des historischen Kurparks die Ehre und präsentierten das ambitionierte Projekt gemeinsam mit den Machern. Ihre Anwesenheit hatte einen besonders guten Grund, denn Kreis, Stadt und Baugesellschaft sichern mit ihrer finanziellen Unterstützung die Organisation des Jubiläumskonzertes.

Bewerbungen nicht nur aus Hanau

Gemeinsam lobten sie den Wettbewerb für den regionalen Musiknachwuchs als „ebenso nachhaltige wie erfolgreiche Unternehmung, die sich selbst nach 15 Jahren bei Bands und Publikum größter Beliebtheit erfreut.“ Der Wettbewerb, so betonten sie, sei regional bedeutend: Bewerbungen werden nicht nur von Hanauer Solisten und Bands angenommen, im Lauf der Jahre hat sich Umkreis auf 50 Kilometer erweitert. Teilnehmer und Gäste kommen aus dem gesamten Main-Kinzig-Kreis, Stadt und Kreis Offenbach, aus Frankfurt, Aschaffenburg oder auch Fulda.

Landrat Stolz formulierte es so: „Der Main-Kinzig-Kreis unterstützt gerne den Hoffnungsträgerwettbewerb und das leistungsträger-Konzert, weil damit seit vielen Jahren jungen Nachwuchstalenten eine Plattform geboten wird, ihre Musik vor großem Publikum und fachkundiger Jury zu präsentieren. Der Wettbewerbsgedanke ist dabei zweitrangig, denn jeder Teilnehmer profitiert alleine schon durch die besondere Auftrittssituation. Dass aus den Reihen der Wettbewerbsgewinner auch überregional namhafte Formationen entstehen, wird das ‚Leistungsträgerkonzert‘ im Juli beweisen, worauf ich mich schon heute freue.“

Sponsoring durch Baugesellschaft

Für OB Kaminsky hängen am Hoffnungsträger auch viele private Erlebnisse und Erinnerungen, hat er in all den Jahren doch stets die Siegerehrung vorgenommen: „In jedem Jahr entweder der späteste oder früheste Termin auf dem Kalender – je nachdem, ob die Jury vor oder nach Mitternacht zu einer Entscheidung gekommen ist.“ Er hat auch alle Umzüge mitgemacht, vom Start in der Schweinehalle über die Halle 2, bis ins neue JuBiKuz und natürlich auf das Bürgerfest.

Für Jens Gottwald beweist die Jubiläumsveranstaltung „sowohl die Nachhaltigkeit als auch die besondere Qualität des Projektes“. Der lange Atem und die Bereitschaft, Details des Konzeptes stets zu überarbeiten, werde nun belohnt. Für die Baugesellschaft sei das Sponsoring des Konzertes am 29. Juli ein „bedeutendes Puzzleteil“ in der breit gestreuten Unterstützung für Kunst und Kultur an Main und Kinzig.

Fachkundige Jury

Sein Unternehmen hilft den Veranstaltern mit 2000 Euro, der Main-Kinzig-Kreis hat sogar 2500 Euro bereit gestellt und die Stadt greift sowohl mit 1500 Euro aus dem Kulturetat als auch mit der Bereitstellung der kompletten Infrastruktur des Kultoursommers – vor allem der große Bühne – den Kooperationspartnern unter die Arme. Diese bedankten sich ausdrücklich auch beim Hauptsponsor des „normalen“ jährlichen Wettbewerbs, den Stadtwerken Hanau.

Natürlich nutzte man die Gunst der Stunde auch, um ein wenig Bilanz zu ziehen nach eineinhalb Jahrzehnten. „Die Preise standen nie im Vordergrund“, betonten die Veranstalter, denen es wichtig ist, dass die Bands sich ernst genommen fühlen. Für die Musiker selbst, so erzählten sie aus den Gesprächen, ist es zudem wichtig, dass sie von einer fachkundigen Jury bewertet werden. Doch häufig genug passiert es, das Bands sowohl Jury als auch Publikum überzeugen – und beide erste Plätze ergattern.

Förderung sozialer Kompetenzen

Bedeutsam ist auch, dass alle beteiligten Bands stets auch über den Wettbewerb hinaus unterstützt werden, sei es durch konstruktive Kritik und Gespräche vor und nach den Konzerten oder auch durch die Vermittlung von Auftritten zum Beispiel bei der „Hanauer Musikernacht“ oder im Kultoursommer. Entscheidend sei letztlich die „Verankerung in unserem Netzwerk, das wächst und sich stets weiter festigt“, so die Macher des Wettbewerbs und des Geburtstagskonzerts.

Ein wichtiges Ziel des Projekts ist ihnen auch die Förderung sozialer Kompetenzen der jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Daher werden die Nachwuchs-Künstlerinnen und Künstler beim „Hoffnungsträger“ von Anfang an in einen Prozess eingebunden, der durch Förderung, Begleitung und Beteiligung der Akteure geprägt ist. Das reicht von der Beratung bei der Bewerbung, über die Beurteilung das Bandmaterials bis hin zur Teilhabe an Werbemaßnahmen und Konzertvorbereitung. Außerdem sind immer Mitglieder des Vorjahressiegers in der Jury des nächsten Durchgangs.

Als Langzeitwirkung sieht man es als besonders positiv an, dass die meisten der Gewinner bis heute noch so (oder in ähnlicher Konstellation) oder wieder aktiv sind, was den Erfolg des Hoffnungsträgers entsprechend unterstreicht – und was am 29. Juli von . „Shawn“, „Dinner4Trees“, „Cliffsight“, den Hoffnungsträger HipHop Allstars und „Banjoory“ einmal mehr unter Beweis gestellt werden wird. eho



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