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Im Tümpelgarten sollen fünf Neubauten errichtet werden

Hanau

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    So sollen die Häuser im Erlenweg einmal aussehen. Die Animation zeigt die Planung als Südansicht. Visualisierung: PM

Hanau. Die Baugesellschaft Hanau will im Tümpelgarten mehrere Neubauten errichten. Dafür soll ein Hochhaus im Erlenweg weichen. Ein wichtiger Projektpartner ist das Behinderten-Werk Main-Kinzig.

Artikel vom 29. Juni 2018 - 19:28

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Die freistehende Grundstücksfläche im Erlenweg soll nun zur Nachverdichtung genutzt werden. In insgesamt drei Bauabschnitten sollen fünf Neubauten entstehen. Im Zuge dessen soll das Hochhaus am Erlenweg 1 weichen. Das teilt die Stadt Hanau mit.

Das 1964 errichtete, achtgeschossige Gebäude mit 24 Wohnungen und einer Wohnfläche von 1533 Quadratmetern ist stark in die Jahre gekommen und müsste laut Stadt aufwendig und kostenintensiv saniert und modernisiert werden. Die Grundrisse mit den kleinen Bädern und Küchen entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen. Außerdem sind die Haustechnik und die Versorgungsleitungen veraltet.

Aufgrund der schlechten Bausubstanz treten im Keller und in den Wohnungen immer wieder Probleme mit Feuchtigkeit und Schimmel auf. Zudem wären auf längere Sicht umfangreiche und aufwendige statische und brandschutztechnische Ertüchtigungen notwendig.

Potenzial nutzen
„Die Liste mit den Mängeln ist lang“, so Jens Gottwald, Geschäftsführer der Baugesellschaft Hanau GmbH. „Deshalb haben wir uns dazu entschieden, die marode Liegenschaft abzureißen und das Potenzial, welches das Grundstück bietet, zu nutzen um neuen und modernen Wohnraum zu schaffen. Insgesamt wird dort das Siebenfache der Wohnfläche entstehen, die durch den Abbruch wegfällt.“

Alleine im ersten Bauabschnitt wird die Baugesellschaft laut Mitteilung zwei barrierearme fünfgeschossige Häuser mit Aufzügen errichten, die insgesamt 52 Ein- bis Vier-Zimmer-Wohnungen mit Wohnungsgrößen zwischen 21 und 106 Quadratmetern und insgesamt knapp 4000 Quadratmeter Wohnfläche bieten.

Besonderheit des Projektes
Oberbürgermeister Claus Kaminsky, Aufsichtsratsvorsitzender der Baugesellschaft Hanau, begrüßt das Bauvorhaben: „Hanau befindet sich auf bestem Wege, zur Großstadt zu werden. Selbstverständlich wird dadurch immer mehr Wohnraum benötigt.“ Die Baugesellschaft stelle sich am Erlenweg hier wieder ihrer sozialen Verantwortung und schaffe modernen, bezahlbaren Wohnraum.

Eine Besonderheit des Projektes ist die Kooperation mit dem Behinderten-Werk Main-Kinzig. Baugesellschaft-Geschäftsführer Gottwald betont: „Es ist in der Wohnungswirtschaft keine Selbstverständlichkeit, dass eine Pflegeeinrichtung im Wohnhaus geplant wird.“ So lasse es sich ermöglichen, dass Pflegebedürftige auf der nahen Station gut untergebracht seien und Partner oder Partnerin in einer Mietwohnung im Haus oder Nachbarhaus wohnten. Gottwald hält das für „richtungsweisend“.

Behinderten-Werk Main-Kinzig wichtiger Mieter
Das BWMK wird alle Ein-Zimmer-Wohnungen anmieten. Im Erdgeschoss von Haus 1 werden Räumlichkeiten für gemeinschaftliches Wohnen entstehen.

Joachim Schröck, stellvertretender Vorstandsvorsitzender beim BWMK, erläutert Details: In zwei Wohngebäuden werden insgesamt 20 barrierefreie Wohnplätze entstehen. Zwölf Wohnplätze befinden sich in Einraum-Apartments, die sich auf zwei Gebäude in unterschiedlichen Etagen verteilen. Sechs weitere Wohnplätze und zwei Kurzzeitplätze sind in einem Wohncluster im Erdgeschoss eines Gebäudes platziert. Hier befinden sich auch Gemeinschaftsräume, Lager- und Büroflächen für das Begleitpersonal.

Durchmischung nützt allen
Schröck meint: „Erfahrungen aus anderen Projekten mit der Baugesellschaft Hanau zeigen, dass alle von der Durchmischung der Wohnquartiere mit Menschen unterschiedlichen Alters und vielfältigen Eigenschaften profitieren. Kombiniert mit bedarfsgerechter Infrastruktur und entsprechenden Angeboten, beteiligen sich alle am sozialen Miteinander.“

Aufgabe des BWMK sei es, die Menschen im Alltag zu begleiten und die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass sie sich am Leben in der Gemeinschaft beteiligen könnten. Schröck weiter: „Hanau ist eine Stadt, in der Vielfalt gelebt wird, und dazu tragen wir mit der Gestaltung der Wohnquartiere bei.“

Ersatzwohnraum
Derzeit sind noch elf der 24 Wohnungen im Erlenweg 1 bewohnt. Die Baugesellschaft hat das Vorhaben in einer Mieterversammlung vorgestellt und alle Fragen geklärt. Außerdem steht die Baugesellschaft im engen Dialog mit den Mietern und sucht mit jedem Einzelnen nach individuellen Lösungen und einem passenden Ersatzwohnraum.

Einige Mieter haben einem Umzug in eine andere Wohnung der Baugesellschaft bereits zugestimmt und werden diese ab August 2018 beziehen. Die Neubauten werden von der CNK-Planungsgesellschaft mbH (Krebs|Wagner|Marksl) aus Hanau geplant. cd



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