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Offene Bühne beim Benefiz-Event der Brüder-Grimm-Festspiele

Hanau

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    Barbara Bach – an der Tuba – begleitet das Ensemble, das „Der Mond ist aufgegangen“ singt. Foto: Pauly

Hanau. Rund 200 Gäste waren in die Orangerie von Schloss Philippsruhe gekommen, um zu erleben, wie sich die Darsteller der Brüder-Grimm-Festspiele von einer ganz anderen Seite zeigen und im Rahmen eines Benefiz-Programms ihre besonderen Talente jenseits ihrer Festspiel-Rollen präsentierten.

Artikel vom 21. Juni 2018 - 13:06

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Von Andrea Pauly

Nach den Erfolgen der Benefizveranstaltungen in den Vorjahren hatten knapp 20 Darsteller auch in diesem Jahr wieder zur „Open Stage“ geladen, wo sie bei freiem Eintritt ihren gespannten Gästen ein facettenreiches und kunterbuntes Spectaculum präsentierten.

Von Rezitationen, über Sketche, Pop- und Musicalsongs, Chansons und Akkordeonspiel bis zu Tanzeinlagen reichte das mit nur einer Probe vor Ort erarbeitete Programm. Der Erlös, der sich am Ende in den Spendendosen sammelte, wird auch in diesem Jahr wieder einer regionalen sozialen Einrichtung zugute kommen – welche dies sein wird, stand am Montag noch nicht fest.

Ausdrucksstark und kraftvoll
Claudia Brunnert moderierte mit liebevollem Durchsetzungsvermögen und charmantem Humor, und Marian Lux begleitete verschiedene Beiträge am Klavier. Michael Grötzsch bestritt den Auftakt am Akkordeon – unter anderem mit Astor Piazzollas leidenschaftlichem „Libertango“, bevor Marina Lötschert einen bezaubernden „Kartoffelkönig“ nach Wilhelm Matthießen zum Besten gab.

Ausdrucksstark und kraftvoll war Yasmin Münters Tanzeinlage wie auch David Lindermeiers spontane Zusage mit Frankie Sinatras „My Way“, bei der er selber mit Rosen für sich vorgesorgt hatte, die er im Publikum verteilte. Mit der Bitte, ihm diese als „Anerkennung“ auf die Bühne zu werfen. Der junge Timo Bieber las einen starken eigenen Text zum Thema Einsamkeit und Fluchtgedanken.

„Grimms Grimmig“
Herzliches Gelächter ernteten Detlev Nyga und Patrick Dollmann in einem Loriotsketch, der sämtliche Vorurteile über männliche und weibliche Verhaltensstrukturen bestätigte. Aber auch Nadine Buchet amüsierte die Gäste mit ihrer Lesung aus Jan Weilers „Pubertier“. Mit dabei waren ebenso Kerstin Bald, Lisa-Marie Sumner und Dennis Hupka (als schüchterne Blondine) mit einem Andrew-Lloyd-Webber-Medley.

Nach der Pause wurde es dann etwas „märchenhaft“ – oder doch eher schaurig – bei „Grimms Grimmig“ mit Claudia Brunnert, Dieter Gring, Benedikt Selzner und Detlev Nyga als Geräusch-Artisten.

Berührende Gesang
Gänsehaut anderer Art verschaffte der berührende Gesang von Felix Krempel, als er „jealous“ interpretierte. Heinz Erhardts bekannter „Streit der Organe“ wurde von Marcus Abdel-Messih vorgetragen, und Kerstin Ibald erläuterte ihre Märchenrolle als böse Fee Selena, begleitet am Akkordeon von Michael Grötzsch mit einer speziellen Version des Zarah Leander-Klassikers „Von Kopf bis Fuß.“

Einen „Whiskeykuchen“ zuzubereiten, hat seine Tücken wusste schließlich noch Patrick Dollmann in einem Solo zu berichten. Und last but not least durfte Barbara Bach ihre frisch für den „Brandner Kaspar“ erlernten Tuba-Kenntnisse bei „Der Mond ist aufgegangen“ zeigen, ein Abendlied, in das zum Abschluss das ganze Ensemble einstimmte.



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