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Große Leserumfrage: Wie bewerten Sie unsere Zeitung?

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    Erstmals in der langen Geschichte des Verlags HANAUER ANZEIGER führen wir eine repräsentative Umfrage durch. So können wir unser Angebot anhand Ihrer Bewertungen weiter verbessern. Über die Ergebnisse der Befragung werden wir Sie in Ihrer Tageszeitung informieren. Foto: HA
  • Hat die Fragen gemeinsam mit dem HA vorbereitet und wird sie auch auswerten: Student Till Kupitz. Foto: Privat

Region Hanau. Stillstand ist Rückschritt – als Qualitätszeitung arbeiten wir daher stets daran, uns weiterzuentwickeln. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Journalistik der TU Dortmund befragt unsere Zeitung ihre Leser ab Montag zu Interessen, Leseverhalten und der Qualität der Tageszeitung.

Artikel vom 04. Juni 2018 - 07:00

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Von David Kirchgeßner

Eine wissenschaftliche Auswertung soll helfen, HANAUER ANZEIGER, LANGENSELBOLDER ZEITUNG (LZ) und MAINTAL TAGESANZEIGER (MTA) noch besser zu machen und auf die Leserbedürfnisse einzustellen. Für Yvonne Backhaus-Arnold, stellvertretende Chefredakteurin des HA, ist ein Aspekt dabei besonders wichtig: „Für uns geht es vor allem darum, zu sehen, wie die Leser die Qualität ihrer Zeitung bewerten und wo wir noch besser werden müssen.“

Seit seiner Gründung im Jahr 1725 berichtet der HANAUER mutig, professionell und leidenschaftlich aus Hanau und der Region. Immer wieder musste sich die Lokalzeitung seitdem neu erfinden, es gab Weiterentwicklungen, Auf- und Umbrüche. Zuletzt besonders anschaulich mit der Umstellung des Layouts und der Schärfung des lokalen und regionalen Profils vor fast genau zwei Jahren. Am 6. Juni 2016 erschien damals die erste Ausgabe des neuen HA. Zeit also für eine Bestandsaufnahme und neue Impulse.

Tageszeitung wird zum Forschungsgegenstand
Den Fragebogen, den Sie unter www.hanauer.de/Leserbefragung finden, hat Journalistik-Student Till Kupitz (24) von der TU Dortmund gemeinsam mit unserer Redaktion ausgearbeitet.

Er forscht in seiner Bachelorarbeit zum Thema „Warum lesen Menschen eigentlich eine Lokalzeitung?“. Diese Frage will Kupitz anhand unserer Zeitung beantworten. Wir haben mit ihm über die Herausforderungen und Chancen einer solchen Befragung gesprochen.

 

Was ist der Schwerpunkt Ihrer Forschungsarbeit?

„Im Zentrum steht die Frage, wie Leser die Qualität einer Lokalzeitung bewerten – sowohl digital als auch gedruckt. Das interessiert mich, denn ich glaube, dass Lokaljournalismus eine Zukunft hat. Er geht jeden etwas an und jeder will wissen, was vor seiner Haustüre passiert. Da ist man total nah dran. Auch wer nicht jeden Tag Zeitung liest, will das wissen. Daher ist das ein sehr spannendes Gebiet.“


Kann man Qualität im Journalismus überhaupt messen?

„Früher hat man gesagt: 'Qualität im Journalismus zu messen, ist wie zu versuchen, einen Pudding an die Wand zu nageln.' Heute gibt es verschiedene wissenschaftliche Ansätze und Kriterien. Eine Zeitung sollte beispielsweise vielfältig und kritisch sein, gut recherchieren können. Aber auch Aktualität und andere Nachrichtenfaktoren spielen eine Rolle. Wichtig ist, dass man sehr gezielt fragt, um es dem Leser so einfach wie möglich zu machen, die Fragen zu beantworten.“


Was waren die Herausforderungen bei der Erstellung des Fragebogens?

„Einerseits soll der Fragebogen gerade in der gedruckten Zeitung nicht zu lang sein, da man an das Layout gebunden ist. Daher muss man die Fragen sehr gezielt auswählen; um einen Überblick zu bekommen. Dabei waren auch die Anregungen und Fragen aus der Redaktion sehr wichtig. Besonders ist auch, dass wir die Leser der LZ und des MTA einbeziehen. Außerdem haben wir noch Fragen zum Online-Auftritt eingebaut. Wir haben also einen guten Querschnitt durch die Arbeit eines Medienhauses.“


Wie und wo kann man mitmachen?

„Der Fragebogen ist heute auf Seite 21 Ihrer Zeitung abgedruckt und kann eingeschickt oder abgegeben werden. Wir bieten aber auch eine komfortable Online-Umfrage an.“


Wie lange dauert das Ausfüllen des Fragebogens?

„Üblicherweise zwischen zehn und 15 Minuten.“


Wie viele Rückmeldungen werden benötigt?

„Je mehr, desto besser. Denn umso repräsentativer wird die Befragung und umso aussagekräftiger werden die Ergebnisse.“


Bis wann kann man mitmachen und wann gibt es das Ergebnis?

„Die Befragung läuft ab heute bis zum 23. Juni. Dann geht es an die wissenschaftliche Auswertung. Ende Juli sollen dann die ersten Erkenntnisse vorgestellt werden. Natürlich auch in der Tageszeitung.“


Sind die Daten sicher und anonym?

„Der Fragebogen ist anonymisiert, die Antworten werden nur für die wissenschaftliche Arbeit verwendet und nicht weitergegeben. Aus den angegebenen Daten sind keine Rückschlüsse auf die Person möglich.“


Auf welche Aspekte sind Sie besonders gespannt?

„Spannend wird sein, wie jüngere Leser die Qualität des Journalismus bewerten, wie häufig sie lesen und welche Themenfelder bei ihnen hervorstechen. Gut finde ich auch die Frage zur Zahlungsbereitschaft bei Artikeln im Online-Auftritt. Außerdem wird es interessant sein, zu sehen, wie die Leser der verschiedenen Titel HA, LZ und MTA die einzelnen Qualitätskriterien bewerten.“


Welchen Nutzen kann der Verlag daraus ziehen?

„Es wird deutlich werden, was die Leser besonders interessiert. Auch aus den einzelnen Bewertungen der Qualitätskriterien kann man Schlüsse ziehen. Daran kann die Redaktion sich orientieren und ihre Arbeit anpassen. Insgesamt kann man die Leser so besser kennenlernen und das Angebot weiterentwickeln.“

Machen Sie mit und sagen Sie uns hier Ihre Meinung!



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