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Mainradweg wieder frei: Kein Eichenprozessionsspinner

Hanau

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    Der Mainradweg zwischen dem Amphitheater und der Kläranlage ist bis auf Weiteres gesperrt. (Symbolfoto)

Hanau. Die Sperrung des Mainuferradwegs zwischen Amphitheater und Kläranlage ist aufgehoben.

Artikel vom 03. Juni 2018 - 15:54

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Wie die Pressestelle der Stadt mitteilt, konnten die Baumkontrolleure des städtischen Eigenbetriebs HIS zwischenzeitlich mit einem Angler, der nach einem Aufenthalt am Mainufer eine Augenverletzung gemeldet hatte, Kontakt aufnehmen. HIS konnte die Seidenprozessionsspinner-Raupe, die durch ihre Brennhaare bei Mensch und Tier allergische Reaktionen auslöst, als Ursache ausschließen.

Aus der Mitteilung geht hervor, dass es allerdings vier Eichen mit Nestern nahe der Kläranlage gibt. Diese Standorte liegen auf Maintaler Gebiet. Mit der Stadt Maintal habe sich HIS in Verbindung gesetzt. Das Ergebnis: Man habe die Eichenprozessionsspinner im Monitoring und sehe dort keinen akuten Handlungsbedarf.

HIS lässt derzeit andernorts Nester mit Eichenprozessionsspinnern absaugen. Dies gelte beispielsweise für eine Eiche am Bahnübergang Frankfurter Landstraße (Schulweg). Ebenso werden vereinzelte Eichen mit Befall beobachtet, so in der Lehrhöfer Heide und am Beethovenplatz. „Gifteinsatz wäre jetzt die falsche Methode, weil die Brennhaare an den herunterfallenden Schädlingen auf dem Boden noch acht bis zehn Jahre nachwirken und diesen kontaminierten“, so die Information der Pressestelle.

Wer mit den Brennhaaren in Berührung kommt, verspürt stark juckenden Hautausschlag. Bei Allergikern kann die Reaktion noch heftiger ausfallen. kb



Kommentare

Am 04.06.2018 um 13:57 Uhr schrieb Lothar Jacob: #1
Ich bin gestern den Weg am Mainufer unter Umgehung der Sperrung entlanggegangen und habe wieder mal erlebt, dass sogenannte "Experten" keine Ahnung haben, was die Natur betrifft. Bei den ausgerufenen "Prozessionsspinnern" handelt es sich eindeutig nicht um diese mit Recht als gesundheitsgefährdend eingestuften Raupen sondern um die verpuppen Raupen einer Gespinstmotte vorrangig an Schlehen und Weißdorn bis zu Kahlfraß verursachenden, ansonsten aber für Menschen, zumal im Puppenstadium, völlig ungefährlich. Panikmache überflüssig.