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Bluttat an der Marienkirche: Mordprozess am Landgericht beginnt

Hanau

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    Ein 58-Jähriger muss sich ab Dienstag vor dem Hanauer Landgericht verantworten. Archivfoto: Becker

Hanau. Am Landgericht Hanau beginnt am Dienstag der Prozess gegen einen heute 58 Jahre alten Mann, der seine getrennt von ihm lebende Ehefrau am frühen Abend des 6. Dezember 2017 in der Nähe der Marienkirche attackiert hat – erst verbal, dann mit einem Dolch. Mit tödlichem Ende.

Artikel vom 27. Mai 2018 - 19:48

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Die Klinge der Waffe war beidseitig geschliffen und 19,5 Zentimeter lang. Laut Anklage soll er den Dolch durchs Gesicht gezogen haben, woraufhin die Frau zu Boden ging.

Im Anschluss soll sich der Angeklagte auf die Mutter seiner beiden Kinder gesetzt und mit voller Wucht mehrfach in den Kopf-, Hals- und Oberkörperbereich eingestochen haben. Mit insgesamt 40 Verletzungen kam sie ins Krankenhaus und starb noch am selben Abend gegen 21.45 Uhr.

Trennung nicht akzeptiert
Die Anklage lautet auf Mord. Der gebürtige Afghane soll aus niedrigen Beweggründen und grausam gehandelt haben, da er die von der Frau initiierte Trennung nicht akzeptiert und hierdurch die Ehre der Familie als verletzt angesehen habe.

Das Verfahren wird am Dienstag, 29. Mai, um 15.30 Uhr mit der Verlesung der Anklage eröffnet. Im Juni sind fünf weitere Prozesstage terminiert. Die Verhandlung ist öffentlich. Sie findet im Landgericht, Saal A 215 statt. bac



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