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Baumfrevler schlägt wieder in Wilhelmsbader Staatspark zu

Hanau

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    An dem gefällten Baum sieht man erneut deutliche die Spuren einer Axt oder Machete. Foto: Seifert
  • Nur wenige Meter vom Standort der vor zwei Wochen gefällten Kastanie entfernt, hat ein Unbekannter die etwa zehn Jahre alte Linde umgehauen. Foto: Seifert

Hanau. Wieder hat der Baumfrevler im Staatspark Wilhelmsbad zugeschlagen. Diesmal fielen dem Täter zwei etwa zehn Jahre alte Linden zum Opfer. Wie bei der zuvor gefällten Tanne und der Kastanie sind erneut eindeutige Spuren einer Axt oder Machete an den Stümpfen zu erkennen.

Artikel vom 02. Mai 2018 - 15:50

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Von Thomas Seifert

Martin Weckler, Leiter der Außenstelle Staatspark Wilhelmsbad, kann es nicht fassen: „Ich weiß nicht, wer so etwas tut, was das für ein Mensch ist, der sich nachts in den Park schleicht und Bäume umhaut.“ Nicht nur er, auch Spaziergänger und Flaneure schütteln nur ungläubig den Kopf, als sie die nur wenige Meter voneinander liegenden Tatorte passieren.

Nachdem in der Nacht vom 15. auf den 16. April eine Tanne und in der Nacht vom 17. auf den 18. April eine Kastanie gefällt wurden, sind nun in der Walpurgisnacht, 30. April auf 1. Mai, zwei Linden gefällt worden. Sie standen wenige Meter voneinander auf einem vor rund zehn Jahren aufgeschütteten künstlichen Hügel, ein Charakteristikum eines Englischen Landschaftsparks, wie Weckler auf Nachfrage unserer Zeitung erklärt. Das Material des Hügels fiel an, als der Bachlauf, der den Staatspark durchzieht, ausgebaggert wurde.

Jeder Baum hat einen Wert von 2000 Euro
„Die beiden Linden haben jeweils einen Wert von 2000 Euro“, beziffert Weckler den materiellen Schaden. Der immaterielle Verlust für die Parkanlage dagegen wiegt viel schwerer. Die jetzt gefällten Bäume standen wiederum nur wenige Meter und nur von einem Weg entfernt von der Kastanie, die vor zwei Wochen das Opfer des Unbekannten wurde. Von dem Täter fehlt bislang jede Spur, es gab, so der ermittelnde Beamte bei der Polizeidirektion Hanau, bislang auch keine Hinweise.

Gestern Nachmittag war der Ermittler noch einmal im Staatspark, um nach Spuren zu suchen, die „der Täter absichtlich oder unabsichtlich“ hinterlassen hat. „Die Chance, etwas Signifikantes zu finden oder andere Hinweise zu bekommen, ist sehr gering. Das Parkgelände ist völlig offen, im Schutz der Nacht kann jeder, der so etwas vorhat, unbemerkt Schaden anrichten,“ so der Polizeibeamte.

Allerdings wolle die Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen gemeinsam mit der Polizei nun Maßnahmen ergreifen, um zu versuchen, weiteren Baumfrevel im Staatspark Wilhelmsbad zu verhindern. Welche Vorkehrungen das sein werden, wollte im Gespräch weder Martin Weckler noch der Ermittler konkretisieren, um den Täter nicht zu warnen.

 



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