Lesezeichen hinzufügen hanauer.de als Startseite
stark bewölkt
29 ° C - stark bewölkt
» mehr Wetter

Unfallbilanz 2017: Sieben Menschen ums Leben gekommen

Hanau

  • img
    Die aktuelle Unfallbilanz wurde nun präsentiert. Symbolbild: Archivbild

Region Hanau. Die Zahl der polizeilich aufgenommenen Verkehrsunfälle, die sich im Jahr 2017 in Hanau und dem Main-Kinzig-Kreis ereignet haben, ist gestiegen. Insgesamt registrierte die Polizei 5203 Verkehrsunfäll. Das teilten Polizeipräsident Roland Ullmann und der Leiter der Abteilung Einsatz, Claus Spinnler, mit.

Artikel vom 17. April 2018 - 11:24

Anzeige

Die Polizeistatistik für Stadt und Kreis Offenbach und den gesamten Main-Kinzig-Kreis weist demnach gegenüber dem Vorjahr (14 325) mit 14 244 Unfällen einen leichten Rückgang um 81 Fälle aus. In 80 Prozent der Fälle blieb es bei Blechschäden; es waren 11 410 Sachschadenunfälle (Vorjahr: 11 558).

Allerdings ereigneten sich 2834 Unfälle, bei denen Personen verletzt wurden und damit 67 mehr als im Vorjahr. Zudem stieg die Gesamtzahl der verunglückten Personen nach dem Tiefststand im Jahr 2016 mit 3683 auf nunmehr 3814 Personen (plus 131). In den meisten Fällen wurden die Beteiligten (3207) nach kurzer medizinischer Behandlung an der Unfallstelle oder im Krankenhaus wieder entlassen.

Sieben Menschen im MKK starben
„Oberste Priorität bleibt in der Verkehrssicherheitsstrategie des Polizeipräsidiums Südosthessen die Verhinderung von Verkehrsunfällen mit schweren Folgen“, betonte Polizeipräsident Ullmann und ergänzt: Es verstarben 17 Menschen, davon sieben im Main-Kinzig-Kreis.

Die Zahl der Verkehrsunfälle, bei denen mindestens eine Person schwere Verletzungen erlitt, stieg um 21 (plus 4,32 Prozent) auf 507 Unfälle; die Gesamtzahl der Schwerverletzten erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 25 auf 590.

Der volkswirtschaftliche Schaden, der durch die registrierten Verkehrsunfälle entstand, betrug im Berichtsjahr 304 Millionen Euro.

Mehr Schwerverletzte
Bei den Wildunfällen weist die Statistik gegenüber dem Vorjahr mit 1188 Verkehrsunfällen eine Zunahme um 67 (plus 5,64 Prozent) auf 1255 aus. Die Zahl der Wildunfälle in 2017 befindet sich damit auf dem Höchststand der letzten fünf Jahre. Wie im Vorjahr verstarb bei den Zusammenstößen mit Wildtieren kein Mensch; neun wurden allerdings schwer verletzt (Vorjahr: vier) und 16 Beteiligte erlitten leichte Blessuren (Vorjahr: 17).

Mehr Wildunfälle verzeichnete das Polizeipräsidium im Main-Kinzig-Kreis und auf den Autobahnen, weniger dagegen in Stadt und Kreis Offenbach. Im Bereich Main-Kinzig stieg die Zahl der Zusammenstöße mit Wildtieren um 77 von 562 im Jahr 2016 auf nunmehr 639 im Jahr 2017. Bei zwölf Wildunfällen verunglückten 14 Menschen; sieben erlitten leichte Blessuren, weitere sieben schwere Verletzungen. Als besondere Gefahrenstrecke gilt die Landesstraße 3199 im Bereich der „Eisernen Hand“ bei Bad Orb. Zur Verkehrssicherheitsstrategie der Polizei erklärte Polizeidirektor Claus Spinnler: „Wir behalten neben den jungen Fahrern weiterhin die älteren Menschen im Blick, die wir durch die verstärkte Einbeziehung der Sicherheitsberater für Senioren noch gezielter erreichen wollen“.

Mehr Unfälle im Bereich Ü75
Im Berichtsjahr ereigneten sich insgesamt 2670 Unfälle mit Verkehrsteilnehmern der älteren Generationen (Vorjahr: 2688). Positiv ist, dass die Statistik bei der Generation 65plus einen Rückgang um 66 Unfälle auf 1500 Unfälle aufweist; ihr Anteil an der Gesamtunfalllage lag 2017 bei 10,53 Prozent (Vorjahr: 10,93 Prozent).

Bei der „Generation 75plus“ ist der Anteil an der Gesamtunfalllage leicht auf 8,21 Prozent angestiegen: während die Senioren im Jahr 2016 an 1122 Unfällen beteiligt waren, stieg ihre Zahl im Jahr 2017 auf 1170 Verkehrsunfälle an. Fünf Senioren verloren ihr Leben; drei davon waren aus der Altersgruppe 75plus (Vorjahr: elf Senioren, davon acht 75plus).

Zahl der Unfälle mit Pedelecs ist gestiegen
Kontinuierlich ist die Zahl der Unfälle mit Pedelecs – also Fahrrädern mit Elektromotor – in den letzten Jahren angestiegen. Vor fünf Jahren wurden gerade einmal 13 Unfälle polizeilich aufgenommen, für 2017 weist die Statistik nun bereits 29 Unfälle mit Pedelecs aus. Dabei erlitten sieben Personen schwere und 19 leichte Verletzungen. Zwölf Pedelec-Radler waren über 65 Jahre alt.

Eine leichte positive Entwicklung gab es bei den Motorradunfällen (über 125 Kubikzentimeter); so ereigneten sich 197 Unfälle mit Kradfahrern im Jahr 2017 und damit sieben weniger als im Vorjahr (204). Allerdings verloren sieben Kradfahrer ihr Leben (Vorjahr: sechs), 52 erlitten schwere (Vorjahr: 53) und 100 leichte Verletzungen (Vorjahr: 96). Die Ursache „Geschwindigkeit“ spielte hierbei – wie in den vergangenen Jahren – wieder die Hauptrolle. rg

 



Kommentare

Noch keine Kommentare vorhanden.