Lesezeichen hinzufügen hanauer.de als Startseite
stark bewölkt
26 ° C - stark bewölkt
» mehr Wetter

Frank-Lorenz Engel macht als Intendant weiter

Hanau

  • img
    Tatkraft und Entschlossenheit zeichnen Frank-Lorenz Engel, den Intendanten der Festspiele, seit Anbeginn seines Wirkens in Hanau aus. Foto: Patrick Dollmann

Hanau. Frank-Lorenz Engel bleibt weitere vier Jahre Intendant der Brüder-Grimm-Festspiele. Darüber, dass es gelungen sei, ihn für die weitere Zusammenarbeit zu gewinnen, freut sich Oberbürgermeister Claus Kaminsky.

Artikel vom 05. März 2018 - 12:47

Anzeige

 „Es steht außer Frage, dass es ihm erfolgreich gelungen ist, die Brüder-Grimm-Festspiele weiterzuentwickeln, die Qualität spürbar zu steigern und mit der Erweiterung des Programms um Stücke der Grimm-Zeitgenossen einen ganz neuen Akzent zu setzen“, erklärt der OB laut Mitteilung.

Engel steht seit 2013 an der Spitze der traditionsreichen Theater-Reihe. Nun bleibt er mindestens bis zum 31. August 2022 als Intendant verantwortlich für die künstlerische und wirtschaftliche Entwicklung der Open-Air-Reihe. Indem die Stadt die weitere Zusammenarbeit mit Engel jetzt für einen längeren Zeitraum vereinbare, werde auch ein Stück Planungssicherheit für alle Beteiligten geschaffen, kommentiert der OB die Entscheidung, die Laufzeit auf vier Jahre auszudehnen. Auch Engel selbst hob hervor, dass die Arbeit in Hanau einen ganz besonderen Stellenwert habe. „Die Kontinuität und Tradition einerseits und der Entfaltungsspielraum für innovative Konzepte andererseits bilden eine reizvolle Herausforderung, der ich mich immer wieder gern stelle“, sagt er laut Mitteilung.

Kaminsky lobt Engel
Wie der OB bei Bekanntgabe der Vertragsverlängerung weiter sagte, sprechen die guten Besucherzahlen der Festspiele, die positiven Kritiken der Inszenierungen und die zum Teil überschwängliche Publikumsresonanz für sich. „Mit Frank-Lorenz Engel haben wir einen Intendanten gefunden, dem es gelungen ist, die Stärken der Festspiele herauszuarbeiten und zusätzlich neue Impulse zu geben.“ Gerade die Spielplan-Erweiterungen waren dazu angetan, den Festspielen auch neue Publikumsschichten zu erschließen, so der OB und erinnert daran, dass auf Engels Neukonzeption neben den Klassikern auch die Reihe „Junge Talente“ zurückgeht. Diese biete mit ihren Aufführungen in der Wallonischen Ruine dem Nachwuchs der Bühnenwelt ein ganz besonderes Ambiente und spreche zudem gezielt das jugendliche Publikum an.

Die Vertragsverlängerung bringe Kontinuität in diesen 2014 gestarteten Entwicklungsprozess, der den Festspielen zusätzliche Strahlkraft verliehen habe, so der Hanauer OB. Kaminsky erinnerte daran, dass seither auch der Kulturfonds Frankfurt RheinMain die Bedeutung der Festspiele mit ganz erheblichen Zuschüssen würdige und anerkenne. Selbst das Land Hessen habe im vergangenen Jahr einen beträchtlichen Zuschuss bewilligt.
„Das Niveau unserer Inszenierungen sorgt dafür, dass sich die Festspiele auch im Wettbewerb mit manch anderer Theaterreihe erfolgreich positionieren können“, erinnert der OB, dass es im vergangenen Jahr einmal mehr gelungen ist, begehrte Preise einzuheimsen.

Preise für die Festpiele
Allein die Nominierung des Musicals „Vom Fischer und seiner Frau“ in acht Kategorien sei ein beeindruckender Beleg für die hohe Qualität gewesen. Mit der Auszeichnung von Anna Montanaro als „Beste Hauptdarstellerin“ und Kevin Schröder in der Kategorie „Beste Liedtexte“ sei es den Festspielen schließlich gelungen, erneut zwei der begehrten Trophäen nach Hanau zu holen, nachdem im Vorjahr bereits Ulla Röhrs und Wiebke Quenzel schon für das „Beste Kostüm- und Maskenbild“ ausgezeichnet wurden.

„Die Brüder Grimm Festspiele sind längst nicht nur fester Bestandteil des Kulturkalenders der Hanauer Bürgerinnen und Bürger, sondern ein Angebot, das wesentlich zur Identitätsbildung der Stadt innerhalb der Rhein-Main-Region beiträgt“, so der OB weiter in der Mitteilung. Dass die Strahlkraft inzwischen weit über die Stadtgrenzen hinaus reiche und so die Anstrengungen Hanaus, sich erfolgreich als Kulturhochburg im Osten der Metropolregion zu etablieren, maßgeblich untermauere, sei letztlich auch dem erfolgreichen Wirken des aktuellen Intendanten zu verdanken.

Engel hatte 2012 mit seiner Inszenierung vom „Tapferen Schneiderlein“ ein höchst erfolgreiches Debüt als Autor und Regisseur bei den Grimm-Festspielen gegeben. 2013 übernahm er zunächst kommissarisch die künstlerische Leitung. Seit 2014 ist er Intendant der Open-Air-Reihe. Auf seine Initiative hin hatte die erfolgreiche Theater-Reihe im Jubiläumsjahr zum 30-jährigen Bestehen den Namen in Brüder Grimm Festspiele geändert, um damit auch nach außen den Entwicklungs- und Erweiterungsprozess zu dokumentieren.



Kommentare

Noch keine Kommentare vorhanden.