Lesezeichen hinzufügen hanauer.de als Startseite
wolkig
18 ° C - wolkig
» mehr Wetter

23-Jährige am hellichten Tag im Treppenhaus vergewaltigt

Hanau

  • img
    Die Tat geschah in einem Haus an der Schnurstraße, mitten in der Fußgängerzone in der Hanauer Innenstadt und am hellichten Tag. Der Täter läuft noch frei herum, die Polizei hofft bei der Fahndung auf Hinweise aus der Bevölkerung. Foto: Dauber
  • Die Staatsanwaltschaft und die Kriminalpolizei wenden sich mit der Veröffentlichung eines vom Landeskriminalamt gefertigten Phantombildes, das den Täter darstellen soll, an die Bevölkerung. Grafik: Polizei
  • Die Polizei in Hanau sucht einen Vergewaltiger. (Symbolfoto)

Hanau. Am Montagmittag ist eine 23-Jährige im Eingangsbereich eines Hauses in der Hanauer Innenstadt vergewaltigt worden. Der Täter ist auf der Flucht und möglicherweise für weitere Angriffe auf Frauen in Hanau  verantwortlich. Das teilte die Polizei auf HA-Nachfrage mit, nachdem der HA Hinweise auf den Vorfall erhalten hatte.

Artikel vom 11. Januar 2018 - 12:14

Anzeige

Von Christian Dauber

Am Montag gegen 14.45 Uhr ist eine 23-Jährige in der Hanauer Innenstadt vergewaltigt worden. Der Täter war ihr unbemerkt in den Eingang eines Mehrfamilienhauses in der Schnurstraße gefolgt, wo das Verbrechen geschah. Der laut Beschreibung 25 bis 35 Jahre alte Mann ist auf der Flucht. Nach Auffassung der Polizei hat wahrscheinlich derselbe Täter am Montag und Dienstag weitere Frauen angegriffen und bedrängt. Die Behörden haben nun ein Phantombild veröffentlicht und hoffen auf Mithilfe der Bevölkerung.

Die junge Frau habe am Montagnachmittag das Haus an der Schnurstraße betreten und sei an den Briefkasten gegangen, schildert Oberstaatsanwalt Dominik Mies die Umstände. Dann habe sie einen Mann bemerkt, der gerade noch durch die sich schließende Tür des Hauses gedrungen sei. Anschließend habe der Unbekannte sie vergewaltigt. Verletzungen über die Tat hinaus habe die junge Frau nicht erlitten, so Mies auf HA-Nachfrage.

Der Tatort im Bereich der 20er Hausnummern liegt mitten in der Fußgängerzone der Hanauer Innenstadt. In unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich Cafés und Gaststätten, wenige Meter weiter kreuzt die zu dieser Zeit sehr belebte Nürnberger Straße die Schnurstraße.

Weitere Angriffe
Die Täterbeschreibung der 23-Jährigen decke sich weitgehend mit den Angaben, die zwei Frauen gemacht hatten, nachdem sie – ebenfalls am Montag, aber in den frühen Morgenstunden – von einem Mann angegriffen worden waren (wir berichteten). „Es gibt Hinweise, dass es derselbe Täter war“, sagte der Staatsanwalt. In der gemeinsamen Mitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft hieß es, die Ermittler schlössen einen Zusammenhang mit den Attacken nicht aus.

Eine der Frauen, eine 26-Jährige, war gegen 6.30 Uhr in der Römerstraße angegriffen worden. Der Fremde sei auf sie zugerannt, habe ihr in den Bauch getreten, sodass sie zu Boden gegangen sei. Anschließend habe er auf die liegende Frau eingetreten, hatte die Polizei mitgeteilt. Rund zehn Minuten später war eine 45-Jährige an der Ecke Hammerstraße/Krämerstraße attackiert worden. Der Täter packte die Passantin von hinten und sprühte ihr vermutlich Deo-Spray ins Gesicht. Beide Frauen hatten den Mann als zwischen 20 und 35 Jahre alt beschrieben. Der Bartträger soll eine Jacke und Jeans getragen haben.

Zusammenhang zu Attacke am Dienstag
Laut Mies kommt der flüchtige Mann für einen weiteren Vorfall als Täter in Frage. Am Dienstag habe sich noch eine Frau bei der Polizei gemeldet, die nach ihrer Aussage Ähnliches erlebt habe. Am frühen Dienstagmorgen zwischen 4.30 und 5 Uhr sei sie im Innenstadtbereich auf dem Weg zur Arbeit gewesen, als sie von einem Mann belästigt und verfolgt worden sei.

Die Frau habe sich in ihre Arbeitsstelle, eine Bäckerei, geflüchtet und schnell die Tür abgeschlossen. „Der Mann hat dann wie wild an die Tür getrommelt und ist erst geflüchtet, als die Frau vorgab, zu telefonieren“, schildert Mies die Angaben der Frau.

Täterbeschreibung und dringender Aufruf
„Wir appellieren an die Bevölkerung, uns bei der Fahndung zu unterstützen“, so der Oberstaatsanwalt. Dabei solle das vom Landeskriminalamt gefertigte Phantombild helfen. In der Mitteilung stellen Polizei und Staatsanwaltschaft folgende Fragen:

Phantombild: Nach diesem Mann suchen Polizei und Staatsanwaltschaft.

  • Wer kennt die Person, die dem Phantombild ähnlich sieht?
  • Wem ist die Person bereits vor oder nach der Tat in der Schnurstraße oder in der Innenstadt aufgefallen?
  • Wer hat etwas von dem Geschehen mitbekommen oder die Flucht des Täters beobachtet?

Der Vergewaltiger hat schwarze kurze Haare, einen Dreitagebart und ist 1,80 bis 1,85 Meter groß und schlank. Bekleidet war er nach Aussage des Opfers mit einer dunklen Jacke, einer blauen Jeans und mit schwarzen Schuhen. An einem Handgelenk trug der Täter ein silbernes Armband. Hinweise nimmt die Kriminalpolizei unter Telefon 0 61 81/10 01 23 entgegen.

 



Kommentare

Noch keine Kommentare vorhanden.