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Vermieter darf Wohnung bei Mietrückständen kündigen

Hanau

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    Wenn es finanziell klemmt und man dadurch beim Vermieter in Rückstand gerät, ist eine fristlose Kündigung unter Umständen berechtigt (Symbolbild).

Hanau. Wer mit seiner Wohnungsmiete mehr als zwei Monate im Rückstand ist, muss mit einer fristlosen Kündigung rechnen. Auch Mieter, die mit weniger als zwei Monatsmieten im Rückstand sind, können eine Kündigung erhalten.

Artikel vom 15. August 2016 - 10:35

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„Mietrückstände können zum Verlust der Wohnung führen“, informiert der Mieterbund Hanau in einer Mitteilung. Nach der gesetzlichen Regelung sei eine fristlose Kündigung möglich, wenn der Rückstand mehr als zwei Monatsmieten betrage und länger als zwei Monate dauere.

Auch Mieter, die mit weniger als zwei Monatsmieten im Rückstand sind, müssten mit einer Kündigung rechnen. Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofes (Az. VIII ZR 107/129) könne der Vermieter in einem solchen Fall mit einer Frist von drei Monaten kündigen, erklärt der Mieterverein.

Mietschulden gehen immer weiter zurück
Etwa vier Millionen Haushalte gelten als überschuldet. Nach einer Hochrechnung des Statistik-Portals Statista wurden 2015 etwa 6,72 Millionen Privatpersonen in Deutschland als überschuldet oder „nachhaltig zahlungsgestört“ eingestuft, etwas mehr als in den vergangenen Jahren und dies mit steigender Tendenz, so der Vorsitzende Heinz.

Aber es gibt auch eine gute Entwicklung: Die Mietschulden gehen immer weiter zurück, berichtet der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW). Registrierten die im GdW organisierten 3000 Wohnungsunternehmen 2003 noch 757 Millionen Euro Mietschulden, lagen diese im vergangenen Jahr nur noch bei 387 Millionen Euro. Dementsprechend hat sich der Anteil der Mietschulden an den jährlichen Gesamtmieteinnahmen seit 2003 von 4,4 Prozent auf 2,0 Prozent mehr als halbiert.

Mehr Hilfe für Mieter in Not
Die positive Entwicklung hänge mit der wirtschaftlich stabilen Lage in Deutschland zusammen, heißt es von dem größten Dachverband der Wohnungsunternehmen in Deutschland. Vermutet wird, dass dieser Trend anhalte, sich künftig aber verlangsamen werde. Dass die Mietschulden in den vergangenen Jahren kleiner wurden, führt der Verband auch auf das professionelle Vermietungs- und Mietschuldenmanagement der Unternehmen zurück sowie auf die Beratungs- und Betreuungsangebote für säumige Zahler.

Zum einen werde also das Geld stärker eingetrieben, zum anderen gebe es mehr Hilfe für Mieter in Not. Die Wohnungsunternehmen kooperieren mit öffentlichen Schuldnerberatungen und sozialen Einrichtungen. So arbeiteten die Vermieter darauf hin, dass Mietrückstände gar nicht erst dauerhaft entstünden.



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