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Klinikum-Parkhaus soll im April eröffnen

Hanau

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    So soll das Parkhaus einmal aussehen, wenn es im April 2017 eröffnet wird. Es entsteht an der Ecke Leimenstraße/Mühlstraße. Dort stand bis jetzt das Gebäude C des Klinikums. Grafik: Syn Architekten Köln

Hanau. Die Arbeiten für das neue Parkhaus des Klinikums Hanau sind im vollen Gange. Nun ist mit dem Abriss des Gebäude C begonnen worden, an dessen Stelle das Parkhaus mit 250 Stellplätzen entstehen soll. Eröffnet werden es soll es nach momentanem Planungsstand im April 2017.

Artikel vom 02. August 2016 - 16:18

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Das Gebäude C stand seit April leer. Es beherbergte lange Zeit unter anderem Patientenzimmer, Praxen, den Betriebsarzt, Bereitschaftszimmer, Nuklearmedizin mit Labor, Pathologie, Elternschule und die Archivierung und Digitalisierung der Patientenakten.

Bis das Parkhaus gebaut werden könne, seien aber noch einige Arbeiten in diesem Bereich zu erledigen. Dazu gehören laut Mitteilung des Klinikums zum Beispiel eine neue Infrastruktur für die medizinischen Gase und den Müllhof. Außerdem seien einige Umbauten notwendig, damit das Parkhaus auch genügend Platz erhält.

Bisher nur 66 Parkplätze auf dem Klinikgelände
Rund drei Millionen Euro netto investiert das Klinikum Hanau in den Neubau des Parkhauses. Wenn es fertig ist, sollen lange Schlangen vor der Schranke zum Parkplatz, Staus in der Leimenstraße und stetige Parkplatznot der Vergangenheit angehören.

Bislang gibt es lediglich 66 Parkplätze auf dem Klinikgelände im Bereich der alten Pforte. „Für ein großes Krankenhaus mit rund 750 Betten ist das natürlich zu wenig“, sagt Volkmar Bölke, Geschäftsführer des Klinikums Hanau. Oft müssten Patienten und Besucher deshalb bisher auf angrenzende Parkhäuser ausweichen. Lange schon hatten die Verantwortlichen des Klinikums Hanau den Wunsch gehegt, ein klinikeigenes großes Parkhaus zu bauen. Mit dem vor wenigen Jahren bezogenen Neubau auf dem Klinikgelände lässt sich dieser Plan nun umsetzen.
 


Leistungsbereiche und Abteilungen neu sortiert
„Wir haben lange hin und her überlegt“, sagt Jens Relke, Leiter des Geschäftsbereichs IT und Technik des Klinikums Hanau: „Aber es war schnell klar, der einzig verfügbare Platz für ein Parkhaus auf dem Klinikgelände ist an Stelle des Gebäudes C.“

Die Abteilungen und Mitarbeiter in diesem Haus konnten allerdings erst umziehen, als der Neubau in Betrieb genommen wurde und andere Gebäude frei wurden. Seitdem hat das Klinikum Hanau seine Leistungsbereiche und Abteilungen nach modernen Gesichtspunkten neu sortiert und strukturiert. In der Konsequenz wurde das Gebäude C nicht mehr gebraucht.

Zentrale Zufahrt über die Leimenstraße
Der Planung des Parkhauses sind laut Relke einige Gutachten vorausgegangen. Zum Beispiel musste die benötigte Kapazität eingeschätzt werden. Dabei landeten die Experten schließlich bei 200 bis 250 Plätzen am Tag. Es entsteht ein Parkhaus mit insgesamt fünf Stockwerken, einem Erdgeschoss und vier Obergeschossen.

Die Höhenbegrenzung ergibt sich dabei aus der Nachbarbebauung. Die zentrale Zufahrt erfolgt über die Leimen-, die Ausfahrt über die Mühlstraße. Bei dem Parkhaus handelt es sich um eine so genannte Stahlverbundkonstruktion. Das heißt: Das Grundgerüst bildet ein Stahlbau, in den die Decken eingehängt und mit Beton gefüllt werden.

Bereich alte Pforte wird mittelfristig umgestaltet
Die Preise für die Benutzer sollen sich laut Mitteilung an denen der städtischen Hanauer Parkhaus GmbH orientieren. Das Gebäude soll im Eigentum des Klinikums bleiben. Die Bewirtschaftung – also etwa die Parkabwicklung mit Schranke und Kassenautomat sowie die Abrechnung – sollen von der Parkhausgesellschaft im Auftrag des Klinikums übernommen werden.

Die bislang vorhandenen 66 Parkplätze in der Nähe der alten Pforte blieben zusätzlich bestehen. Allerdings werde dieser Bereich mittelfristig umgestaltet, da die alte Pforte nicht mehr benötigt werde, informiert das Klinikum.

Parkhaus soll Angebot für Kurzparker sein
Das neue Parkhaus solle in erster Linie ein Angebot für Patienten und Besucher, also für Kurzparker, sein. Denn es öffnet um 6 Uhr und schließt um 22 Uhr. „Das ist aus Gründen des Schutzes der Anwohner vor Lärm und Verkehr notwendig. Auch dazu mussten Gutachten eingeholt werden, ebenso zur Nachtbeleuchtung und zur Verkehrsanbindung, um das Parkhaus so verträglich wie möglich in die Umgebung einzupassen“, heißt es in der Mitteilung.

An den Wochenenden rechnet das Klinikum zusätzlich noch mit Einkaufsbummlern in der Innenstadt als Kunden, da das Parkhaus bekanntlich nahe am Stadtzentrum liegt.



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