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Wilhelmsbader Sommernacht: Philharmonie mit neuem Programm

Hanau

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    Diesmal keine Wiederholung: Die Musiker der Neuen Philharmonie Frankfurt, auf unserem Archivbild von 2018 mit Dirigent Steven Lloyd Gonzales, sind bei der Wilhelmsbader Sommernacht am Samstag, 27. Juli, mit einem komplett neuen Programm zu hören. Archivfoto: Rainer Habermann

Hanau. Zu Zeiten um sich greifender Europa-Müdigkeit setzt die Neue Philharmonie Frankfurt (NPF) ein starkes musikalisches Zeichen.

Artikel vom 11. Juli 2019 - 11:01

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Von Jutta Degen-Peters

Zur Wilhelmsbader Sommernacht am Samstag, 27. Juli, ist sie mit einem komplett neuen Programm zu hören, das die Besucher im Park unter der Überschrift „Europa united – a symphonic rock celebration of Europe“ vom Nordkap bis zum Mittelmeer und von Portugal bis zum Ural führt.

Vier Jahre lang wiederholte die NPF, die jetzt wieder in Hanau ihren Sitz hat und an der Ecke Frankfurter Tor/Langstraße zu finden ist, Programme, die sie andernorts schon gespielt hatte. „Das ist diesmal anders“, erklärt der Geschäftsführer der NPF, Dirk Eisermann. Das aktuelle Programm zwischen Klassik und Rock wird in Hanau als Uraufführung zum ersten Male zu hören sein. Sicherlich zur Begeisterung der Tausenden von Besuchern, die traditionsgemäß mit Decken und Campingstühlen, mit Damastdecken und Kandelabern oder einem rustikalen Korb voller Häppchen zu dem ohne Eintritt gebotenen Großereignis pilgern.

Europäische Idee gewürdigt

Erklingen werden nach den Worten Eisermanns, der nicht schon alles verraten will, ‧Beethovens „Ode an die ‧Freude“ oder Tschaikowskys grandi‧ose Ouvertüre „1812“, die sich mit Rock-Klassikern von ABBA und Udo Lindenberg, mit ‧Titeln von Coldplay oder den Backstreet Boys verbinden. Für Gänsehautmomente könnte Ravels „Bolero“ sorgen, zu dem nach der Pause auf der Leinwand ein Countdown heruntergezählt wird. „Dann werden ein Trommler und die Querflöte den Rhythmus anstimmen, während die Orchestermusiker aus den Reihen des Publikums nach oben auf die Bühne laufen“, freut sich Eisermann schon jetzt auf einen besonderen Kunstgriff.

Dass das NPF-Orchester Europa als Thema gewählt hat, sei auf die Preisverleihung an „Pulse of Europe“ im vergangenen Jahr in der Frankfurter Paulskirche zurückzuführen, erinnert sich der umtriebige Hanauer. Bei dieser Veranstaltung habe die Neue Philharmonie Frankfurt mit einem kleinen Ensemble gespielt. „Die Reden und Würdigungen haben uns richtiggehend elektrisiert“, sagt Eisermann. „Die Tatsache, dass wir seit 70 Jahren in Europa weitgehend im Frieden leben, brachte uns auf den Gedanken, unser Konzert in Wilhelmsbad der europäischen Idee zu widmen.“

Aus der "Lindenstraße" bekannt

Damit der Funke auch wirklich überspringt, soll der Abend mit Beethovens „Ode an die Freude“ ausklingen. Dabei werde der Text auf der Leinwand eingeblendet, damit der Chor der 8000 bis 10 000 Sommernacht-Besucher mit einstimmt.

Eine weitere Neuerung wird es ebenfalls geben: Die Moderation übernimmt nicht mehr Dr. Ralph Ziegler, sondern Rebecca Siemoneit-Barum. Die Schauspielerin und Sängerin, die schon als Kind mit dem Barum-Ensemble Bühnenerfahrung im Zirkus sammeln konnte, dürfte vielen aus der Serie „Lindenstraße“ bekannt sein, in der sie ab 1990 die Rolle der Iphigenie Zenker spielte. Seither ist Siemoneit-Barum bei unterschiedlichen internationalen Veranstaltungen zu erleben.

Die Wilhelmsbader Sommernacht findet am Samstag, 27. Juli, im Kurpark Wilhelmsbad statt und beginnt um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Kosten fallen lediglich für diejenigen an, die sich einen der 1340 Plätze in den Stuhlreihen vor der Bühne gesichert haben, die je nach Kategorie zwischen zehn und 15 Euro kosten. Hier gibt es nur noch Restplätze. Diese sind unter anderem beim Hanau Laden, Am Freiheitsplatz 3, Telefonnummer 0 61 81/42 77 899 zu haben. 



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