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Was Sie bei einer Blase am Fuß tun sollten

Region Hanau

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    Wenn der Fuß bei langen Märschen oder beim Sport am Strumpf oder Schuh reibt, dann ist die nächste Blase meist nicht weit entfernt. Foto: Fabio Formaggio/123RF.COM

Region Hanau. ​Blasen am Fuß verschonen auch geübte Ausdauersportler nicht. Und wenn sie einmal da sind, machen sie jeden Schritt zu einer echten Leidenstour. Was also tun?

Artikel vom 05. August 2019 - 15:30

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Wenn der Fuß bei langen Märschen oder beim Sport am Strumpf oder Schuh reibt, dann ist die nächste Blase meist nicht weit entfernt. "Blasen entstehen, wenn sich durch dauerhaften Druck oder Reibung die obere gegen die untere Hautschicht verschiebt, bis sich die beiden voneinander lösen", erklärt Marlene Haufe, Gesundheitsexpertin vom Preisvergleichsportal für Apothekenprodukte apomio.de. "Der entstandene Hohlraum füllt sich dann mit Gewebeflüssigkeit oder in schlimmeren Fällen sogar mit Blut." Begünstigt wird dieser Prozess durch Feuchtigkeit und Wärme.

Die Gesundheitsexpertin rät, schon bei den ersten Anzeichen sofort aktiv zu werden: "So lassen sich Blasen oft noch verhindern." Sobald man die ersten Scheuer- oder Druckstellen spürt, empfiehlt es sich, diese abzukleben, etwa mit Tape oder einem speziellen Blasenpflaster. Auf keinen Fallen sollten Wanderer zu einem normalen Wundpflaster greifen. "Diese liegen an der gereizten Stelle nicht fest auf und verursachen somit im Zweifelsfall nur noch mehr Reibung", sagt Haufe. Auch Hirschtalgcreme oder Vaseline können in diesem frühen Stadium helfen.

Blase in Ruhe lassen

Wenn es einen doch erwischt hat, dann ist es laut Haufe grundsätzlich immer besser, die Blase so zu lassen wie sie ist, damit keine Keime in die Wunde eindringen können. Mitunter ist der Druck jedoch einfach zu groß oder das Ziel der Wanderung noch weit entfernt. Dann kann die Blase auch aufgestochen werden. Allerdings nur mit einer sauberen, zuvor desinfizierten Nadel.

"Die Haut über der Blase sollte keinesfalls abgeschnitten werden, damit es nicht zu einer Entzündung kommt", rät die Expertin. Außerdem empfiehlt sie, die Stelle mit einem Wunddesinfektionsmittel zu desinfizieren, welches bei einer Wanderung immer im Gepäck sein sollte. Anschließend sollte die aufgestochene Blase möglichst mit einem Blasenpflaster abgeklebt werden. So wird die Druckstelle zugleich abgepolstert.

Im Normalfall heilen Blasen innerhalb weniger Tage wieder ab und sind somit kein Fall für den Arzt. Aber Achtung: Wenn aus der aufgestochenen Blase trübe, unangenehm riechende Flüssigkeit tritt oder sich der Heilungsprozess in die Länge zieht, könnte es sich auch um eine ernste Entzündung handeln. Dann ist ein Arztbesuch sinnvoll. mp/rlo



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