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Hausschnaken vermehren sich - Kontrolle von Regentonnen nötig

Nidderau

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    Die Schnaken sind ein echtes Problem. Symbolfoto: Pixabay

Nidderau/Schöneck. Der Zweckverband zur Bekämpfung der Schnakenplage in den Nidderauen weist daraufhin, dass in den letzten Tagen aufgrund warmer Witterung die Entwicklung von Hausschnaken begonnen hat.

Artikel vom 12. Juli 2019 - 11:31

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 „Die Hausschnaken können im Gegensatz zu den Überschwemmungsmücken, die sich in den Wiesen entwickeln, nicht vom Zweckverband bekämpft werden, da sich die Brutstätten von Hausschnaken meist in unmittelbarer Nähe von Wohnungen (zum Beispiel in Regenfässern, Gullys, stillgelegten Jauchegruben etc.) befinden“, teilt der Zweckverband mit. „Dort legen die Hausschnakenweibchen nach erfolgter Blutmahlzeit ihre 'Eischiffchen' auf der Wasseroberfläche ab.“ 

 Die Brut entwickelt sich über vier Larvenstadien und ein Puppenstadium zum Fluginsekt, das nach erfolgter Begattung in die Häuser eindringt oder im Garten lästig wird. Die Hausschnakenweibchen saugen Blut, wobei sie grundsätzlich durch den Menschen angelockt werden. Nach wenigen Tagen legen sie ihre „Eischiffchen“ wieder ab, womit der Kreislauf geschlossen wird. Die Abfolge der Generationen führt zu einer Massenvermehrung. Die Stechmückenweibchen überwintern in Kellern oder frostgeschützten Räumen.

 „Um die Plage zu vermeiden, bitten wir die Bevölkerung, alle Wasserbehälter, Gartenteiche, in denen kein Fischbestand vorhanden ist, und Flachdächer auf Stechmückenbrut zu kontrollieren und rechtzeitig folgende Maßnahmen vorzunehmen: Beseitigung aller unnötigen Wasserbehälter; Abdecken aller Wasserbehälter (zum Beispiel Regenfässer), damit die Stechmückenweibchen ihre Eigelege nicht auf die Wasseroberfläche bringen können“, so die Empfehlung des Zweckverbands. 

Um die Plage zu vermeiden, bitten wir die Bevölkerung, alle Wasserbehälter, Gartenteiche (in denen kein Fischbestand vorhanden ist) und Flachdächer auf Stechmückenbrut zu kontrollie­ren und rechtzeitig folgende Maßnahmen vorzunehmen:

  1. Beseitigung aller unnötigen Wasserbehälter.
  2. Abdecken aller Wasserbehälter (z.B. Regenfässer), damit die Stechmückenweibchen ihre Eigelege nicht auf die Wasseroberfläche bringen können.
  3. Regelmäßig die Fässer restlos leergießen, damit die Brut auf das trockene Feld gelangt (mindestens alle zehn Tage leergießen).
  4. Dort, wo es möglich ist, Fische einsetzen; Fische vernichten die Schnakenbrut am besten.
  5. Falls die vorgenannten Maßnahmen nicht getroffen werden können, ist eine Bekämpfung mit Bti (Bacillus thuringiensis israelensis) möglich. Hierbei handelt es sich um ein rein biologisches Mittel, welches nur auf Stechmücken­larven, jedoch nicht auf andere im Wasser lebende Insekten wirkt. Ebenso ist die Nutzung von Regenwasser nach einer Bti-Behandlung unbedenklich. Die Bti-Tabletten sind für einen Unkostenbeitrag von 4,00 € pro Päckchen (Inhalt 10 Stück) in den Rathäusern der Mitgliedsgemeinden Altenstadt, Limeshain, Nidderau und Schöneck erhältlich.

 

 

 

jow/lg

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