Lesezeichen hinzufügen hanauer.de als Startseite
stark bewölkt
21 ° C - stark bewölkt
» mehr Wetter

Ab wann gibt es Hitzefrei an Schulen in Hessen?

Region Hanau

  • img
    Symbolfoto: Markus Spiske/pixabay

Region Hanau. Wenn die Temperaturen in der Region wieder steigen, hoffen vielen Schüler darauf: Hitzefrei. Doch immer seltener kommt es auch dazu. Wir haben bei zwei Schulen in der Region nachgefragt, wann es bei ihnen wirklich Hitzefrei gibt und welche Maßregelungen hierbei für diese entscheidend sind.

Artikel vom 05. Juni 2019 - 12:36

Anzeige

Von Sabrina Kwasniok

Eine allgemeine Hitzefrei-Regelung gibt es in Deutschland nicht mehr. Stattdessen wird in den einzelnen Bundesländern nach unterschiedlichen Maßstäben entschieden. Laut Philipp Bender vom Kultusministerium Hessen gibt es in Hessen keine zentralen Angaben zum Thema Hitzefrei.

Variation der Temperaturen 

„Die Temperaturen innerhalb der Unterrichtsräume können von Schule zu Schule variieren , abhängig von der Bauweise und dem Standort der einzelnen Schulen. Daher sind keine allgemeinen Regelungen möglich“, erklärt der stellvertretende Pressesprecher. Stattdessen gibt es Hinweise zu Alternativen, die im Fall von Hitzefrei umgesetzt werden können. 

„Zum einen gibt es die Möglichkeit, den Unterricht an alternative Unterrichtsorte zu verlegen“, so Bender. Hierbei eignet sich zum Beispiel der Unterricht draußen sehr gut. Zudem können an heißen Tagen auch auf Hausaufgaben verzichtet werden.

Wichtig sei aber vor allem in den unteren Stufen, dass Kinder niemals bei früherem Schulschluss zu Hause vor verschlossenen Türen stehen. Stattdessen können Ausflüge oder eine Betreuung von den Schulen angeboten werden, um die Zeit bis zum offiziellen Unterrichtsende zu überbrücken. 

Entscheidung bei der Schulleitung

Diese Hinweise gelten aber nur als Richtlinie und müssen nicht zwangsweise umgesetzt werden. Im Ernstfall entscheidet der Schulleiter oder die Schulleiterin der einzelnen Schulen, ob es Hitzefrei gibt oder eben nicht. Für die Oberstufe gibt es generell kein Hitzefrei mehr. 

An der Haingartenschule in Bruchköbel wird noch nach den ursprünglichen Richtwerten entschieden: hat die Temperaturmessung um 11 Uhr die 27-Grad-Marke überschritten, wird der Unterricht nach der fünften Stunde beendet. Ist das nicht der Fall und die Temperatur liegt unter 25 Grad, gibt es kein Hitzefrei für die Grundschulkinder.

Ob ein Schüler der Grundschule aber auch nach Hause gehen kann, hängt zudem von den am Anfang des Schuljahres getätigten Angaben der Eltern ab. Diese entscheiden, ob ihr Kind im Falle von früherem Schulschluss nach Hause darf oder weiterhin in einen Hort oder zur Betreuung gehen muss.

Kein Hitzefrei für Oberstufe

An der Karl-Rehbein-Schule in Hanau sieht die Hitzefrei-Regelung anders aus. Demnach wird nach Abstimmung mit anderen großen Schulen in der Region entschieden, ob es wirklich zu heiß zum Unterrichten ist oder nicht. Maßgebend ist hierbei die Temperatur innerhalb der Klassenräume. Ist diese zu hoch und die Konzentration dadurch beeinträchtigt, kommt es zu einem Ausfall der letzten Stunde für die Schüler der Mittelstufe. Für die Oberstufe gibt es auch hier kein Hitzefrei.

Es bleibt den Schülern also meist nichts anderes übrig, als darauf zu spekulieren und zu hoffen, dass der Unterricht wirklich früher endet. Denn die Entscheidung darüber liegt eben bei der Schulleitung.



Kommentare

Noch keine Kommentare vorhanden.