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Verhaltenstipps: Waldbrände vermeiden und was tun wenn es brennt

Hanau

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    Die kostenlose und europaweit einheitliche Notrufnummer 112 ist Nummer ist aus dem Festnetz und per Handy erreichbar. Archivfoto/Grafik: Feuerwehr Hanau/HA

Region Hanau. Zahlreiche Brände in der Natur haben in den letzten Tagen die Feuerwehren der Region beschäftigt. Durch die Trockenheit ist die Waldbrandgefahr aktuell besonders hoch. Worauf Sie im Wald achten müssen und wie Sie sich im Notfall verhalten sollten.

Artikel vom 24. April 2019 - 13:27

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Alleine von Gründonnerstag bis Ostermontag verzeichnete die Leitstelle Main-Kinzig insgesamt neun Einsätze zu Wald- und Böschungsbränden, wie der Kreis mitteilte. „Die Waldbrandgefahr ist für April ungewöhnlich hoch. Deshalb bitte ich im Interesse des Naturschutzes wie auch zur Entlastung unserer Feuerwehren um äußerste Vorsicht mit offenem Feuer im Freien“, so Landrat Thorsten Stolz.

Tausende Quadratmeter Waldfläche in Flammen

Einer der Einsatzschwerpunkte war dabei das Stadtgebiet von Hanau. Dort standen zeitweise im Stadtteil Großauheim rund 3000 Quadratmeter Wald in Flammen. Hier sucht die Polizei aktuell nach Zeugenhinweisen.

Die Ursachen der Waldbrände und ob diese womöglich zusammenhängen, sei bislang noch unklar, so Rodney Wimmer, Pressesprecher der Feuerwehr Hanau. Zum einen seien die relativ hohen Temperaturen ein Faktor, aber auch die Trockenheit und Dürre des Waldbodens spielen dem Experten zufolge eine Rolle. „Viele Menschen unterschätzen die Gefahr. Der Boden sieht grün und feucht aus, ist in Wahrheit aber noch sehr trocken“, erklärt Wimmer.

A) Waldbrände verhindern: Vorsicht mit Glas, Autos, Zigaretten

Wimmer und Kreisbrandinspektor Markus Busanni haben einige Tipps parat, wie Waldbrände zu vermeiden sind:

  • An das strikte Rauchverbot in den Wäldern halten. Grillen ist nur an vorgesehen Bereichen erlaubt, offene Feuer sind generell verboten.

  • Glas kann eine Brandursache im Wald sein, auch schon zu dieser Jahreszeit. Bei entsprechender Sonneneinstrahlung könnten Flaschen und Scherben nämlich Feuer entfachen.
  • Autos stellen ebenfalls ein Risiko für Brände dar. Diese sollten nur an gekennzeichneten Flächen am Waldrand abgestellt werden, das Parken im Wald sei gerade bei trockenem Boden gefährlich.
  • Auch achtlos weggeworfene Zigarettenkippen außerhalb des Waldes bergen ein Brandrisiko und sind deshalb ordnungsgemäß zu entsorgen.

B) Verhalten im Brandfall: 112 rufen und ruhig bleiben

Hinweise für das Verhalten vor, während und nach Waldbränden hat die Hilfsorganisation @fire in einem Leitfaden veröffentlicht. Hier eine Zusammenfassung zum Punkt Überleben im Freien:

  • Generell gilt es, aufmerksam zu sein, im Ernstfall ruhig zu bleiben und sofort die Feuerwehr zu informieren. Die Profis wissen, was zu tun ist.
  • Vor einem herannahenden Waldbrand sollten Sie quer zum Wind und möglichst nach unten beziehungsweise höhengleich flüchten.
  • Achten Sie darauf, Haare und Augen vor Funkenflug zu schützen.
  • Ein angefeuchtetes Tuch vor dem Mund lindert die reizende Wirkung des Brandrauchs.
  • Versuchen Sie in ein Gebiet mit keinem oder wenig Bewuchs zu gelangen. Nähert sich das Feuer von unten, auf keinen Fall in Hängen bleiben. Flüchten Sie zur Seite.
  • Ist eine Straße in der Nähe? Dann legen Sie sich auf der dem Feuer abgewandten Seite auf dem Bauch in den Straßengraben.
  • Decken Sie sich beispielsweise mit der Rettungsdecke aus dem Verbandkasten zu. Die silberne Seite nach außen!

Erhöhte Waldbrandgefahr bleibt

In der vergangenen Woche hatte das hessische Umweltministerium vor erhöhter Waldbrandgefahr gewarnt. Aufgrund der warmen und trockenen Witterung hat sich die Lage nicht entspannt. Der Gefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes wies am Dienstag nach wie vor erhöhte bis hohe Waldbrandgefahr für den Main-Kinzig-Kreises aus.

(lg/skw/djk)



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