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Gefährliche Borreliose: So schützen Sie sich vor Zeckenstichen

Region Hanau

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    Zecken können die gefährlichen Borreliose-Erreger übertragen. Symbolbild: Pixabay

Main-Kinzig-Kreis. In diesen Tagen lockt die Sonne nicht nur die Menschen nach draußen, sondern erweckt auch die Zecken. Derzeit lauern die Blutsauger auf Gräsern und Büschen. Wer jedoch einige Tipps beherzigt, kann sich vor der Übertragung gefährlicher Erreger durch Zeckenstiche schützen.

Artikel vom 18. April 2019 - 11:29

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Am häufigsten wird die Borreliose und die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen. In Deutschland ist etwa jede dritte bis 20. Zecke mit Borrelien befallen. Die Infektion beginnt oft mit einer ringförmigen Haut-rötung, die sich um den Zeckenstich bildet. Weitere Symptome können Muskel- und Gelenkschmerzen sowie Fieber sein. Unbehandelt sind Spätfolgen wie Gelenk-, Herzmuskel- oder Nervenentzündungen möglich.  Anders als bei FSME gibt es gegen Borreliose keinen Impfschutz. Rechtzeitig erkannt, kann die Erkrankung gut antibiotisch behandelt werden.

Eine FSME-Erkrankung beginnt mit grippeähnlichen Symptomen in Form von Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Schwindelgefühl und Erbrechen. Dann folgt eine fieberfreie Zeit von ein bis drei Wochen. Als Folgeschäden der FSME können Kopfschmerzen und Lähmungen noch mehrere Monate anhalten. Der Main-Kinzig-Kreis zählt seit 2007 zum den FSME-Risikogebiet. Dem Gesundheitsamt wurden in den vergangenen drei Jahren vier Erkrankungen gemeldet. Der beste Schutz gegen FSME sind drei Impfungen. 

Darüber hinaus dringen infolge des Klimawandels neue Zeckenarten aus südlichen Ländern nach Norden vor. So wurde im vergangenen Jahr die sogenannte Hyalomma-Zecke in Wächtersbach nachgewiesen. Diese tropische Zecke ist nicht nur fünfmal so groß wie der heimische Holzbock – sie verhält sich auch anders: Während die heimischen Zecken passiv auf Gräsern und Sträuchern lauern, bis ein potenzieller Wirt vorbeikommt, geht Hyalomma aktiv auf die Jagd. 

Wichtig sind nach Einschätzung des Gesundheitsamts, sich möglichst schon vorher gegen einen Zeckenstich zu schützen. Folgende Hinweise gilt es darüber hinaus zu beachten:

  • Helle Kleidung: Sie hat den Vorteil, dass sich Zecken darauf leichter entdecken lassen.
  • Absuche: Nach dem Aufenthalt im Freien immer den Körper nach Zecken absuchen. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei Kopf und Hals, der Haut unter den Armen, zwischen den Beinen und in den Kniekehlen.
  • Mittel gegen Zecken: Bestimmte Stoffe können Zecken durch ihren Geruch fernhalten. Solche sogenannten Repellentien können auf die Haut aufgetragen werden und können für einige Stunden einen gewissen Schutz bieten.
  • Entfernen: Falls es doch zu einem Zeckenstich gekommen ist, muss das Spinnentier möglichst schnell entfernt werden. Die Zecke darf nicht gequetscht werden.
  • Desinfizieren: Die Wunde muss nach dem Entfernen der Zecke mit einem Hautdesinfektionsmittel desinfiziert werden.
  • Beobachten: Sollte eine Rötung an der Einstichstelle nicht zurückgehen, muss ein Arzt aufgesucht werden. Gleiches gilt, wenn die Einstichstelle stark anschwillt, schmerzt, heiß wird oder pocht und wenn Symptome wie Müdigkeit, Fieber oder Kopfschmerzen zeitnah auftreten. Weitere Auskünfte erteilt das Gesundheitsamt unter der Telefonnummer 0 60 51/8 51 16 50. thb


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