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Pollenflug: Wie Allergiker sich am besten helfen können

Hanau

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    Wenn sich die Sonne wieder öfter zeigt, beginnt für Pollenallergiker die Zeit unangenehmer Symptome. Quelle: WetterOnline

Region Hanau. Für die einen schön anzusehen, den anderen nimmt es buchstäblich den Atem: Gerade im Frühjahr sorgen blühende Pflanzen mit ihrem Blütenstaub für Taschentuchalarm bei Pollenallergikern. Dabei sind Atemnot, eine schniefende Nase oder juckende Augen nicht nur lästig, sondern beeinträchtigen auch die Lebensqualität.

Artikel vom 03. April 2019 - 14:56

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Wer also allergische Reaktionen auf Pollen bemerkt, sollte sich in jedem Fall beim Arzt auf Allergien testen und dagegen behandeln lassen. Bestimmte Verhaltensweisen können jedoch zusätzlich dabei helfen, den lästigen Plagegeistern den Kampf anzusagen.

  • Lüften: Wer auf dem Land wohnt, lüftet am besten zwischen 19 und 24 Uhr, da die Pollen vor allem morgens und tagsüber verstärkt fliegen. In der Stadt ist die Pollenkonzentration abends am höchsten: Hier sollte das Fenster zwischen 6 und 8 Uhr morgens offenstehen. Ein Pollenschutzgitter am Fenster hält zudem die kleinen Allergieauslöser aus der Wohnung fern.
  • Duschen: Eine abendliche Dusche samt Haarwäsche hilft dabei, die Pollen nicht mit ins Bett zu nehmen.
  • Kleidung: Kleidung sollte abends nicht im Schlafzimmer gewechselt werden, da Pollen oft an den Textilien hängen bleiben und sich so einfach im Raum verteilen können.
  • Sport: Wer Indoor-Sport betreibt, geht den Pollen aus dem Weg. Im Fitnessstudio oder im Hallenbad ist die Pollenkonzentration geringer als im Freien.
  • Urlaub: Für diejenigen, die den Pollen ganz entfliehen möchten, empfiehlt sich ein Urlaub am Meer, im Hochgebirge oberhalb von 2000 Metern oder in der Wüste – hier gibt es frische, fast pollenfreie Luft.

Pollenflug im Überblick

Wer an einer Pollenallergie leidet und in Deutschland lebt, muss sich fast ganzjährig auf Pollenflug gefasst machen. Äußere Umstände wie Temperatur oder Wetter beeinflussen dabei jedes Jahr aufs Neue das Blühverhalten der Pflanzen – dadurch kann auch die Zeitspanne für verschiedene Pollen variieren. „Haselpollen plagen Allergiker schon früh im Jahr“, weiß Matthias Habel, Meteorologe und Pressesprecher bei WetterOnline. „Bei milden Temperaturen und Sonnenschein kann das sogar schon im Winter der Fall sein.“ Die Erle gehört wie der Hasel zu den Frühblühern und ihre Pollen fliegen verstärkt von Februar bis März, vereinzelt aber noch bis Mai.

Zu den aggressivsten Pollen überhaupt zählen die Birkenpollen: Sie fliegen von März bis Juni und besonders verstärkt von April bis Mai. Ab Mai haben Pollenallergiker dann verstärkt mit Gräserpollen zu tun. Wer unter ihnen leidet, reagiert zumeist auch stark auf die Pollen des Roggens, der in Deutschland weit verbreitet ist. Bis spät ins Jahr, nämlich von Juli bis November, können außerdem die hoch allergenen Pollen der Ambrosia fliegen, diese lösen oft bereits bei kleinsten Berührungen allergische Reaktionen aus – selbst bei Menschen, die bisher noch keine Allergie hatten.

Kurze Regenschauer vertreiben den Blütenstaub aus der Luft im Übrigen nicht: Im Gegenteil – sie bringen die Pollen aus größerer Höhe wieder auf den Boden zurück. Erst anhaltender Regen wäscht im wahrsten Sinn des Wortes die Luft wieder rein.

Wie die Pollen fliegen und wann man besser Taschentücher und Augentropfen parat hat, erfährt man jederzeit über www.wetteronline.de/pollenvorhersage, über die WetterOnline App oder den WetterOnline WhatsApp Service.



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