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Roland Mayer: Rauf aufs Rad und ab nach Hause

Maintal

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    Hat immer gut lachen: Radler Roland Mayer. Foto: PM

Maintal. Roland Mayer tauscht während der klimafreundlichen Aktion des Stadtradelns das Auto gegen das E-Bike und schildert seine täglichen Erfahrungen. Heute erzählt er von einer ganz besonderen Zugfahrt und dem anschließenden Heimweg.

Artikel vom 08. September 2016 - 10:50

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Hallo liebe Leser,

die nahezu CO2-freie Anfahrt mit dem E-Bike und der Bahn zu einem Kongress in Aachen war echt easy. Es gab nicht, wie befürchtet, irgendwelche Zugverspätungen oder sonstige Hindernisse. Doch die Rückfahrt war nicht so prickelnd. Gleich zu Beginn der Rückfahrt in Aachen wurde der Zug geräumt, weil so ein Heini seinen Koffer im Abteil vergessen hatte. In Köln hatte der ICE dann eine Verspätung von 50 Minuten! Weil die Abteile für die Fahrräder (15 Stück gehen da rein) so eng bemessen wurden, ist es nahezu unmöglich, sein Rad aus dem Abstellgestell herauszuholen, ohne dass die Räder links und rechts davon entfernt werden.

Mit Blick auf den Main nach Hause radeln
Für einen Biker, der es gewohnt ist, sich an der frischen Luft zu bewegen, ist ein Zugabteil eine gehörige Zumutung. Somit kam ich also etwas entnervt und wieder mal etwas platt mit einer Stunde Verspätung in Frankfurt an. Jetzt nur noch heim, war mein einziger Wunsch. Mit den „Öffentlichen“ oder mit dem Rad? Das war jetzt noch zu klären. Doch nach nur ein paar Metern Radfahren hatte ich wieder Lust, in die Pedale zu treten und es war ein Vergnügen, gegen 22.30 Uhr am belebten Mainufer entlang bis nach Maintal zu fahren.

Wow, das hätte ich nicht gedacht. Im Stadtverkehr und auf Radwegen macht ein E-Bike echt Sinn, weil hier Geschwindigkeiten über 25 Stundenkilometer eben keinen Sinn machen. Denn ab dieser Geschwindigkeit schaltet der E-Motor ab, was die Sache echt anstrengend macht. Die Geschwindigkeitszone bis 25 ist auch perfekt zum Entschleunigen geeignet. Ein weiterer Klimaschutzfaktor!

Bei meinen Überlegungen und Recherchen zum Thema „Klimaschutz“ bin ich immer wieder auf die Tatsache gestoßen, dass unsere hektische Lebensweise, der Glaube an Wachstum und Beschleunigung die wahren Ursachen für die Zerstörung der Lebensgrundlagen darstellen. Würden wir alle ein wenig langsamer machen, dann. . .

Zugegeben, ich sehe auch bei mir große Potenziale in Sachen Entschleunigung und Verzicht auf Dinge, die eigentlich nicht gebraucht werden, um Klimaschutz zu leben.

Gibt es Maintaler, die mit dem Rad zur Arbeit pendel?
Ach ja, am Mittwoch habe ich entschieden, mal nicht Rad zu fahren (einfach mal ne Pause machen und den Akku aufladen).

Mich würde interessieren: Gibt es in Maintal Menschen, die regelmäßig mit dem Fahrrad pendeln und zwar schon seit Jahren? Es würde mich freuen, von euch zu hören. Vielleicht seid ihr daran interessiert, gemeinsam mit der Stadtleitbild-Gruppe „Maintal aktiv für den Klimaschutz“, für mehr Klimaschutz-Mobilität zu werben.
 



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