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Radfahrtagebuch: Ein erster Erfahrungsbericht

Maintal

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    Roland Mayer fährt mit seinem neuen E-Bike 40 Kilometer zur Arbeit. Foto: PM

Maintal. Roland Mayer tauscht während der klimafreundlichen Aktion des Stadtradelns das Auto gegen das E-Bike und schildert seine täglichen Erfahrungen.

 

Artikel vom 03. September 2016 - 14:23

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Hallo liebe Leser, eigentlich beginnt mein Projekt offiziell mit dem Stadtradeln, welches am morgigen Sonntag um 11 Uhr startet. Allerdings fing es schon am Dienstag mit dem Abholen des E-Bikes bei meinem Sponsor, der Firma E-Bike Advanced Technologies, an.

So konnte ich das Bike auf der zehn Kilometer langen Heimfahrt von Frankfurt nach Maintal im Berufsverkehr testen.

Kräftiger Schub an der Ampel ist enorm hilfreich
Ja, es war sehr positiv zu „erfahren“, wie es ist, ziemlich schnell auf Geschwindigkeit zu kommen. Insbesondere an der Ampel ist dieser kräftige Schub, den der Elektromotor liefert, enorm hilfreich. Aber auch die beruflich bedingte Autofahrt mit einem Golf Diesel am Mittwoch und am Donnerstag war ein nicht zu unterschätzender Teil meiner Erfahrung im Rahmen dieser Challenge.

Denn die Dienstreise nach Kiel, mit Zwischenstationen in Wolfsburg und Hamburg, umfasste rund 1200 Kilometer und nahm etwa 15 bis 18 Stunden reine Fahrtzeit (inklusive Staus) in Anspruch! Bei 132 Gramm pro Kilometer an CO2-Emissionen dieses Fahrzeugs kommen etwa 160 Kilogramm Ausstoß an Kohlendioxid zusammen.

Natur rechtfertigt längeren Anfahrtsweg
Wenn man dann sieht, was sich da an Blechlawinen auf den Autobahnen bewegt, bekommt man ein Gefühl für die Potenziale, die beim Klimaschutz möglich wären, wenn wir nicht nur nachdenken, sondern auch handeln würden. Und genau diese Überlegungen sind das Ziel dieser Challenge.

So fuhr ich also am Freitagmorgen mit einem relativ guten Gewissen mit dem E-Bike zu meinem Arbeitsplatz im etwa 40 Kilometer entfernten Gelnhausen, eine optimale Strecke für E-Bikes, sagt man. Es war toll! Ja, ich bin begeistert, euphorisch, zumindest in dem Moment, in dem ich ankomme. Ich fuhr auf Straßen, durch den Wald, über kleine Hügel. Alleine die Berührung zur Natur rechtfertigte den im Gegensatz zu einer Autofahrt etwa eine Stunde und 20 Minuten längeren Anfahrtsweg.

Bergauffahren als besonderes Highlight
Besonders gefallen hat mir, bergauf zu fahren. Der Motor unterstützt und der Quälfaktor an Steigungen wird zum Spaßfaktor. Bei ungefähr 25 Stundenkilometern verweigert der Motor, ich glaube aufgrund gesetzlicher Bestimmungen, seine Unterstützung. Dadurch fühle ich mich gebremst, würde ich doch gerne noch viel schneller fahren. Es ist ein komisches Gefühl, wenn man neben seinem eigenen Motor, dem Herzmuskel, sich mit einem weiteren Motor arrangieren muss.

Auf der Heimfahrt will ich noch ein bisschen mehr in den Wald eintauchen, die Natur genießen und etwas mehr mit, nicht gegen den Motor fahren. Vielleicht werden wir während der Challenge ja noch ein gutes Team. Ich bin sicher!



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