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Neue Serie: Roland Mayer radelt 40 Kilometer zur Arbeit

Maintal

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    Roland Mayer möchte mehr für den Klimaschutz tun und schwingt sich nun für die Wege ins Büro in Gelnhausen aufs Rad. Bei uns berichtet er in den kommenden Tagen über seine Erfahrungen (Symbolbild).

Maintal. Nicht nur reden, sondern tatsächlich etwas tun. Das hat sich Roland Mayer auf die Fahnen geschrieben, wenn es um den Klimaschutz geht. Die Aktion des Stadtradelns nimmt er zum Anlass, um seine beruflichen Wege testweise klimafreundlich zurückzulegen. Davon erzählt er nun in seiner Kolumne.

Artikel vom 02. September 2016 - 14:59

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Von Martina Faust

Roland Mayer ist Kälte-Klima-Techniker und viel im Außendienst tätig. Quer durch die Republik geht es dann. Das bedeutet unzählige Kilometer, die mit dem Auto zurückgelegt werden. Das möchte der Bischofsheimer gerne ändern. Während des dreiwöchigen Aktionszeitraums des Maintaler Stadtradelns möchte er den Pkw so oft wie möglich stehen lassen. „Den Weg zu meiner Arbeitsstätte in Gelnhausen möchte ich mit dem Fahrrad zurücklegen“, kündigt er an. Mit einem E-Bike, das er extra zu diesem Zweck vor wenigen Tagen von der Firma E-Bike in Frankfurt geholt hat.

40 Kilometer sind es mit dem Rad von Maintal nach Gelnhausen. „Mit einem normalen Rad bin ich die Strecke schon gefahren. Aber die Distanz ist ideal für ein E-Bike“, sagt er und ist gespannt auf die Erfahrungen, die er sammeln wird – auch im Vergleich mit dem konventionellen Rad. Seine Eindrücke will täglich festhalten und in unserer Zeitung sowie auf der Facebook-Seite des TAGESANZEIGER veröffentlichen. Quasi als Radel-Tagebuch.

Persönliche Erfahrung ist Mayer wichtig
„Ich möchte erfahren, was es konkret bedeutet, das Auto stehen zu lassen, für mich persönlich und auch für die Tätigkeiten im Außendienst. Es wird ja viel gesprochen über die Möglichkeiten, Ressourcen zu schonen, was fehlt, sind die praktischen Erfahrungen“, erklärt Mayer und möchte hier einen wichtigen Schritt tun.

Für den Außendienstler steht fest, dass er an seinen Bürotagen aufs Fahrrad steigen wird. Hat er auswärts Termin, wie kommende Woche in Aachen, will er mit der Bahn fahren und das Rad mitnehmen. „Anschließend möchte ich die CO2-Einsparung ermitteln“, kündigt er an. Starten wird er mit seinen „Selbsterfahrungstagen“ offiziell am morgigen Sonntag, wenn er an der Auftaktveranstaltung des Stadtradelns teilnimmt, die um 11 Uhr am Rathaus beginnt und in eine Eröffnungstour mündet. Eine erste Testfahrt aber hat er gestern schon auf dem Weg ins Büro absolviert und war begeistert von neuen Möglichkeiten.

Umstieg aufs Rad der nächste logische Schritt
Der – wenn zunächst auch nur testweise – Umstieg aufs Rad ist für Roland Mayer gewissermaßen der nächste logische Schritt. Nicht erst seit seinem Kontakt zur Stadtleitbildgruppe „Maintal, aktiv für den Klimaschutz“, der er seit 2015 angehört, befasst er sich mit den Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit. „Ich ernähre mich auch vegan, weil die Produktion von Fleisch klimaschädigend ist“, erklärt er.

Beruflich nimmt dieser Themenkomplex ebenfalls viel Raum ein. „Seit 25 Jahren beschäftige ich mich im Bereich der Kältetechnik auch mit Energieeffizienz. Derzeit ist es bei Supermarktketten ein großer Trend, weniger Energie für die Kühlung der Lebensmittel zu verwenden“, teilt er mit.

Ein Zeichen setzen
Mit seiner Aktion möchte Roland Mayer ein Zeichen setzen und dazu motivieren, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. „Schon mit kleinen Aktionen lässt sich viel bewegen“, ist er überzeugt, macht aber im gleichen Atemzug deutlich, dass er nicht missionarisch unterwegs ist. Er setzt auf Freiwilligkeit, wenngleich er überzeugt ist: „Man muss aufhören, zu reden und etwas tun.“ Und diese Tat beginnt für ihn auf dem Fahrradsattel.



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