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ProB: White Wings festigen Playoff-Platz gegen FC Bayern II

Hanau

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    Wieder Nervenflattern: Die White Wings Hanau um Preston Beverly (am Ball) haben sich gegen den FC Bayern Basketball II das Leben selbst schwer gemacht. Am Ende hat es aber zum knappen Sieg gereicht. Foto: Scheiber/Göbel

Basketball. Das Saisonziel Playoff-Qualifikation ist in greifbare Nähe gerückt: Am Samstag triumphierten die Ebbecke White Wings in der Main-Kinzig-Halle mit 61:56 über ihren direkten Verfolger FC Bayern Basketball II. 

Artikel vom 01. Februar 2020 - 22:29

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Von Dominik Sharaf

Die Hanauer sicherten sich so den direkten Vergleich gegen die Münchener und festigten vier Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde Tabellenplatz fünf in der ProB-Südstaffel.

Headcoach Stephan Völkel sah über weite Strecken eine souveräne Vorstellung seiner Schützlinge. Erst in der Schlussphase der Partie musste er um den schon sicher geglaubten Erfolg zittern. Seine White Wings hatten im dritten Viertel mit 24 Punkten Vorsprung geführt, ehe sie es in den letzten zehn Minuten mit den Nerven zu tun bekamen.

Im Angriff funktionierte plötzlich kaum noch etwas und das Team fiel in alte Mus-ter zurück: Statt sich in Richtung Korb zu kombinieren, scheiterten die Hanauer reihenweise mit ihren Dreierversuchen. Achtmal probierten sie es im Schlussviertel aus der Distanz, nur einmal fiel der Ball durch die Reuse. Insgesamt glückten nur acht Zähler.

Eiserne Nerven behalten

Bayern II nutzte die Einladung und kam 23 Sekunden vor dem Ende auf fünf Punkte heran. Doch Hanaus Kapitän Till-Joscha Jönke pflückte den anschließenden Rebound, forcierte ein taktisches Foul und behielt an der Freiwurflinie zweimal eiserne Nerven – die Entscheidung. „Wir hatten riesengroße Probleme damit, eine Antwort auf ihre Taktikumstellung zu finden“, analysierte Stephan Völkel mit Blick auf den Wechsel der Münchener von Mann-gegen-Mann- auf Zonenverteidigung im Schlussviertel. „In der Folge haben wir aufgehört zu spielen, um zu gewinnen. Stattdessen haben wir nur noch gespielt, um nicht zu verlieren. Das darf sich so nicht wiederholen.“

Mehr dürfte der Trainer hingegen von der Leistung sehen wollen, die seine White Wings im zweiten und dritten Viertel angeboten hatten. Mit dem von einem grippalen Infekt genesenen Jönke und US-Profi Preston Beverly, dem seine Knieprobleme etwas anzumerken waren, dominierten sie den Gegner insbesondere in der Verteidigung. Die bis dato bessere Reboundbilanz und fünf geblockte Würfe waren Grundlage dafür, dass eine durchschnittliche Ausbeute vor dem gegnerischen Korb reichte, um sich einen satten Vorsprung zu erspielen. „Wir haben das Spiel an uns gerissen und es kontrolliert“, meinte Stephan Völkel.

Weiterer Verfolger ohne Punkte

In der Tabelle der ProB-Südstaffel festigten die White Wings den fünften Rang und profitierten davon, dass mit den Baskets Speyer ein weiterer Verfolger ohne Punkte blieb. Der Aufsteiger unterlag Spitzenreiter Elchingen mit 53:80.

Zudem zogen die Hanauer nach Punkten mit den Gießen 46ers Rackelos auf Platz vier gleich, weil sich die Skyliners Juniors im vorletzten Hessenderby der Saison mit 104:82 durchsetzten. Nach der Hauptrunde unter die besten Vier zu gelangen ist wichtig, weil jene Mannschaften im Playoff-Achtelfinale den Vorteil genießen, das erste und ein mögliches drittes Spiel zu Hause auszutragen.

White Wings: Jönke (18 Punkte/6 Re-bounds), Eichler (10/2), Mesghna (9/1), Servera Rodriguez (7/8), Niedermanner (7/6), Beverly (4/5), Beisty (3/8), Hecker (3/0). Zuschauer: 610



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